Kalenderblatt
17. Februar

Rocchette

Das Kalenderblatt zum 17. Februar
“Rocchette”

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 20 x 15 cm

„Rocchette“ ist kein Bild, das einfach eine Landschaft zeigt, es ist ein Bild, das die Geburt von Landschaft selbst spürbar macht. Hier begegnen sich zwei elementare Kräfte in einem intensiven Dialog: das dichte, schwere, strukturierte Gestein im unteren Bereich und die vibrierende, bewegte Weite darüber, die an Wasser, Luft oder Energie erinnert. Die Grenze zwischen beiden ist keine klare Linie, sondern eine leuchtende Schwelle, ein Band aus Gelb und Licht, das wirkt wie ein Moment der Transformation, ein Augenblick, in dem Materie beginnt, sich zu verwandeln.

Die untere Zone, mit ihrer rauen, fast verletzlichen Textur aus Grau, Schwarz und Weiß, trägt die Qualität des Ursprünglichen und Unverrückbaren. Sie steht für das, was trägt, was erinnert, was seit unvordenklicher Zeit existiert. Doch darüber öffnet sich ein völlig anderes Feld: ein pulsierendes Geflecht aus Türkis, Grün und Blau, durchzogen von dynamischen Linien und Spuren. Hier ist nichts statisch. Alles ist in Bewegung, im Fließen, im Werden. Diese obere Ebene scheint nicht nur Raum zu sein, sondern Bewusstsein selbst, weit, offen, atmend.

Die Kraft dieses Werkes liegt in seiner Fähigkeit, den Betrachter genau an den Punkt zu führen, an dem Festigkeit auf Auflösung trifft, an dem Kontrolle sich dem Fluss übergibt. Die leuchtende Übergangszone wirkt wie ein innerer Ruf: Hier geschieht Veränderung. Hier entsteht Neues. Es ist der Moment, in dem sich alte Strukturen lösen und eine neue Wirklichkeit ankündigt.

„Rocchette“ ist damit mehr als eine Erinnerung an einen realen Ort. Es ist ein inneres Landschaftsbild, ein Spiegel jener tiefen Prozesse, die auch im Menschen wirken. Es erzählt von der Begegnung zwischen dem Bekannten und dem Unbekannten, zwischen Sicherheit und Expansion. Wer sich diesem Bild öffnet, spürt nicht nur seine visuelle Kraft, sondern auch seine Botschaft: Alles, was fest erscheint, trägt bereits die Möglichkeit seiner Verwandlung in sich.

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Kalenderblatt
16. Februar

Du benötigst eine Transformationsgruppe

Kalenderblatt vom 16. Februar
“Du benötigst eine Transformationsgruppe”
“You need a transformation group”
“Nesecitas un grupo transformando”

Acryl, Acrylpaste, Quarzsand auf Acrylpapier ca. 21 x 15 cm

Dieses Bild ist eine visuelle Botschaft über den Moment, in dem Transformation nicht länger allein geschieht, sondern nach einem Resonanzfeld verlangt. Die intensive rote Fläche wirkt wie ein energetisches Feld, pulsierend, kompromisslos, lebendig. Rot ist hier nicht nur Farbe, sondern Existenz selbst, das rohe, ungeschützte Sein, das nach Wandlung ruft. Es ist der Raum, in dem alles möglich ist, aber nichts stabil bleibt, solange es isoliert ist.

Im Zentrum begegnen sich zwei Dreiecke, eines nach unten gerichtet, eines nach oben. Sie stehen sich gegenüber wie Spiegelpole. Das obere Dreieck trägt die Qualität des Empfangens, das Öffnen, das Zulassen, das Sich-Durchlässig-Machen für Erkenntnis. Das untere Dreieck hingegen verkörpert die Gegenbewegung, die Verkörperung, die Entscheidung, die Manifestation im gelebten Leben. Zwischen beiden verläuft eine feine vertikale Linie, fragil und zugleich präzise. Sie ist der Transformationskanal, jener unsichtbare Weg, auf dem Bewusstsein in Realität übergeht.

Die horizontale Linie, die das Bild durchquert, ist keine Trennung, sondern eine Schwelle. Sie markiert den Moment, an dem das Alte nicht mehr trägt und das Neue noch nicht vollständig Form angenommen hat. Genau hier entsteht das Spannungsfeld, das Wachstum erzwingt. Und darüber und darunter erscheinen gelbe Balken, wie energetische Aktivierungen. Sie sind Impulse des Erwachens, Einladungen zur Ausrichtung, Signale eines übergeordneten Ordnungsprinzips.

Am unteren Rand schließlich liegt die dunkle, schwere Linie, geerdet, stabil, kompromisslos real. Sie erinnert daran, dass jede Transformation einen Ort braucht, an dem sie landen kann. Veränderung ist kein abstrakter Vorgang, sie will gelebt, getragen und gehalten werden.

Der Titel „Du benötigst eine Transformationsgruppe“ offenbart die eigentliche Essenz dieses Werkes. Es ist die Erkenntnis, dass echte Wandlung nicht im isolierten Raum geschieht. Transformation ist ein Resonanzphänomen. Sie braucht Spiegel, Gegenüber, Reibung und Unterstützung. Das Bild zeigt den kritischen Moment zwischen innerem Erwachen und äußerer Verkörperung und macht deutlich, dass dieser Übergang durch kollektive Energie stabilisiert wird.

Dieses Werk ist somit nicht nur ein Ausdruck innerer Bewegung, sondern eine klare, kompromisslose Einladung: Verlasse die Illusion des Alleinseins. Tritt in das Feld gemeinsamer Wandlung ein. Denn dort, wo Energien sich begegnen, entsteht die Kraft, die das Unmögliche möglich macht.

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