Kalenderblatt
29. März

Etwas will mich gefangen nehmen

Kalenderblatt vom 29. März
“Etwas will mich gefangen nehmen”
“There’s something, that want to catch me”
“Algo quiere cautivar a me”

Quarzsand, Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

Dieses Bild wirkt wie ein innerer Schauplatz, an dem sich zwei Kräfte unaufhaltsam begegnen: das leuchtende Zentrum und die dunkle Umklammerung. Die intensive, fast glühende gelbe Form steht dabei nicht einfach nur für Licht, sie ist ein pulsierender Kern, ein Bewusstsein, ein unbestechliches Selbst, das sich seiner eigenen Strahlkraft kaum entziehen kann.

Doch dieses Licht ist nicht frei. Es ist umgeben von einer dichten, unruhigen Struktur aus Rot, Braun und Schwarz, ein Geflecht, das sich wie eine lebendige Barriere über die gesamte Bildfläche zieht. Diese Schichten wirken nicht zufällig, sondern gezielt: Sie greifen, sie halten fest, sie versuchen zu kontrollieren. Es ist, als ob etwas Unsichtbares versucht, das Leuchten einzudämmen, es einzuschließen, es vielleicht sogar zu ersticken.

Und genau hier entfaltet sich die eigentliche Spannung des Werkes: Der Konflikt zwischen innerer Wahrheit und äußerer Begrenzung. Das Zentrum strahlt unbeirrt, doch je stärker es leuchtet, desto mehr scheint sich das Umfeld dagegen aufzubäumen. Die Strukturen werden dichter, aggressiver, beinahe verzweifelt in ihrem Versuch, dieses Licht zu bändigen.

Der Titel „Etwas will mich gefangen nehmen“ bekommt dadurch eine tief existenzielle Dimension. Es geht nicht nur um Bedrohung, es geht um die subtile, oft unbewusste Kraft von Mustern, Ängsten und äußeren Einflüssen, die versuchen, das Eigene, das Wahre, das Leuchtende zu kontrollieren.

Doch das Entscheidende ist: Das Licht gibt nicht nach. Es bleibt präsent, kraftvoll, nahezu unbeirrbar. Gerade durch den Widerstand gewinnt es an Intensität. Es ist kein Opfer, es ist ein Zentrum in Prüfung.

Dieses Werk spricht damit eine universelle Erfahrung an: Wie viel von unserem inneren Leuchten lassen wir zu  und wo beginnen wir, uns selbst begrenzen zu lassen? Es fordert nicht nur zur Betrachtung auf, sondern zur Positionierung. Denn letztlich stellt es eine stille, aber eindringliche Frage:

Wird das Licht eingefangen  oder sprengt es seine Grenzen?

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Kalenderblatt
29. März

Schieben wir die Regenwolke zur Seite!

Das Kalenderblatt zum 29. März
“Schieben wir die Regenwolke zur Seite!”
“Let’s push the rain cloud aside!”
“¡Apartemos la nube de lluvia!”

Acryl, Goldkarton und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

Die Luft hing schwer an diesem Morgen, als hätte sich die Welt selbst in zähen, unsichtbaren Fäden verfangen. Die Farben des Himmels waren stumpf geworden, verschluckt von einer Regenwolke, die sich wie ein ungebetener Gedanke über alles gelegt hatte. Niemand wusste mehr, wann die Sonne zuletzt wirklich gelacht hatte.

Doch tief unter dieser gedrückten Schicht begann etwas zu glühen.

Zuerst war es kaum wahrnehmbar, ein Flimmern aus Gold und Rostrot, ein Pulsieren wie das leise Pochen eines Herzens, das sich weigert, aufzugeben. Dann erhob sich aus diesem inneren Feuer eine Bewegung, geschwungen, weich und doch unaufhaltsam: eine Welle aus lebendiger Energie, die sich ihren Weg bahnte, als würde sie sagen: Genug.

Sie war kein Sturm. Kein Kampf. Sondern ein bewusstes Schieben.

Langsam, fast zärtlich, legte sich diese Kraft gegen die schwere Wolke. Sie drängte nicht brutal, sondern mit einer unerschütterlichen Entschlossenheit, die aus etwas Tieferem kam, aus dem Wissen, dass Licht kein Privileg ist, sondern ein Recht. Mit jeder Bewegung begann die Dunkelheit zu bröckeln, riss auf in feine Linien, die sich wie vergessene Wege zurück ins Leben öffneten.

Unter der Oberfläche explodierten die Farben: leuchtendes Gelb, wildes Orange, flammendes Rot, ein innerer Aufstand der Lebendigkeit. Es war, als würden alte Begrenzungen zerreißen, als würden festgefahrene Gedanken zu Staub zermahlen und Platz machen für etwas Neues, Ungezähmtes, Wahrhaftiges.

Und dann geschah es.

Ein Spalt.

Ein erster, schmaler Durchbruch.

Ein Atemzug Licht.

Die Wolke wich, nicht vollständig, nicht endgültig, aber genug, um zu zeigen, dass sie niemals allmächtig gewesen war. Dass sie nur so lange bestand, wie niemand wagte, sie zu berühren.

Und in diesem Moment verstand man: Es braucht keine Gewalt, um die Dunkelheit zu vertreiben, nur den Mut, sie zu bewegen.

Die geschwungene Linie, die sich durch das Bild zieht, bleibt zurück wie eine Spur dieses Mutes, ein Zeichen dafür, dass Veränderung nicht geschieht, indem man wartet, sondern indem man handelt.

Und vielleicht, ganz vielleicht, beginnt genau hier etwas viel Größeres:
Die Erkenntnis, dass jede Regenwolke verschiebbar ist.

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