Kalenderblatt
9. Februar

Pendel im Schmelztiegel

Kalenderblatt vom 9. Februar
“Pendel im Schmelztiegel”
“Pendular in the melting pot”
“Péndulo dentro del crisol”

Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

„Pendel im Schmelztiegel“ ist kein Bild, das man einfach so betrachtet, es ist ein Vorgang, in den man hineingezogen wird. Schon im ersten Moment entfaltet sich eine vibrierende Spannung aus Bewegung, Verdichtung und innerem Druck, als würde hier etwas Altes aufbrechen, um einer neuen Ordnung Platz zu machen. Die Oberfläche wirkt wie ein geologisches Protokoll seelischer Prozesse: Schichten über Schichten, aufgetragen, verschoben, wieder freigelegt.

Die vertikalen Linien, klar und fast unerbittlich, erinnern an Pendelbewegungen zwischen Extremen, zwischen Kontrolle und Hingabe, Stabilität und Auflösung. Sie schneiden durch den Bildraum wie Zeitachsen, an denen sich das Erleben ausrichtet. Nichts steht still. Alles ist im Schwingen, im Aushandeln, im Übergang.

Die dreieckigen Formen setzen markante Akzente. Sie wirken wie Verdichtungen von Entscheidung, wie Kristallisationspunkte im Chaos. Nach unten gerichtet, erdend, beinahe archaisch, verkörpern sie Manifestation: Das, was aus dem Inneren heraus will, nimmt Form an. Sie geben dem Bild Halt, ohne es zu beruhigen. Denn Ruhe ist hier nicht das Ziel, Transformation ist es.

Farblich entfaltet sich ein alchemistischer Raum: Violett als Farbe des Übergangs und der geistigen Tiefe, Gelb als flackernde Erkenntnis, Rot als pulsierendes Leben, Grün als Ahnung von Erneuerung. Diese Farben stehen nicht nebeneinander, sie ringen miteinander, vermischen sich, reiben sich, überlagern sich. Genau darin liegt ihre Kraft. Der Schmelztiegel ist aktiv, heiß, unberechenbar, notwendig.

Die Acrylpaste verleiht dem Werk eine körperliche Präsenz. Das Bild hat Widerstand. Es lässt sich nicht glatt konsumieren. Es fordert den Blick, zwingt zur Langsamkeit, zur Berührung mit der eigenen inneren Bewegung. Hier wird nichts beschönigt, aber alles verwandelt.

„Pendel im Schmelztiegel“ spricht zu Menschen, die wissen, dass Wandlung kein sanfter Prozess ist, sondern ein mutiger. Dieses Bild erzählt von der Phase dazwischen, wenn Altes noch wirkt und Neues noch keine Sprache hat. Es ist ein visuelles Manifest für innere Reifung, für das Aushalten von Spannung, für das Vertrauen, dass aus der Hitze etwas Wahrhaftiges entsteht. Ein Bild wie ein Initiationsraum.

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Kalenderblatt
9. Februar

Die Welt wird enger und kleiner

Das Kalenderblatt zum 9. Februar
“Die Welt wird enger und kleiner”
“The world becomes more cramped and lesser”
“El mundo se toma más estrecho y más pequeño”

Aquarell auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

Dieses Aquarell ist eine Verdichtung von Erfahrung. Es zeigt keinen Ort, keine Landschaft, keinen Himmel, es zeigt einen Zustand. Farben schieben sich übereinander, kreisen, drängen nach innen, als würde sich die Wirklichkeit selbst zusammenziehen. Die Welt erscheint hier nicht weit und offen, sondern konzentriert, komprimiert, auf das Wesentliche reduziert.

Im Zentrum leuchtet ein intensives Gelb, fast weiß, wie ein innerer Kern, der sich behauptet, egal wie stark der Druck von außen wird. Dieses Licht ist kein fernes Ziel, sondern ein gegenwärtiger Punkt von Klarheit. Alles bewegt sich auf ihn zu. Alles ordnet sich ihm unter. Der Blick wird hineingezogen, nicht festgehalten.

Die warmen Orange-, Rot- und Ockertöne wirken wie Schichten von Erleben, Emotionen, Erinnerungen, Reibung. Sie lagern sich übereinander, ohne sich aufzulösen. An den Rändern verdunkelt sich der Raum, wird erdig, schwerer, dichter. Hier zeigt sich Enge als Erfahrung, nicht als Bedrohung. Sie zwingt zur Sammlung, zur Konzentration, zur Entscheidung.

Dieses Bild erzählt von einer Zeit, in der äußere Sicherheiten schrumpfen und Räume sich schließen. Doch statt Verlust zu inszenieren, offenbart es etwas anderes: Wenn die Welt kleiner wird, wird das Innere deutlicher. Überflüssiges verschwindet. Ablenkung verliert ihre Macht. Was bleibt, ist Essenz.

„Die Welt wird enger und kleiner“ ist deshalb kein Bild der Angst, sondern eines der Zuspitzung. Es führt nicht nach außen, sondern nach innen. Es zeigt, dass Reduktion keine Verarmung ist, sondern eine Form von Wahrhaftigkeit. Dort, wo der Raum am dichtesten wird, beginnt etwas zu leuchten, das nicht weiter verkleinert werden kann.

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