Kalenderblatt
27. Oktober

Das Dreieck des Herzens verwandelt den Menschen

Kalenderblatt vom 27. Oktober

„Das Dreieck des Herzens verwandelt den Menschen“
„The triangle of the heart transforms the human“
„El triángulo del corazón transforma al hombre“

Acryl, Acrylpaste auf Aquarellpapier ca. 21 x 15 cm

Auf einem tiefvioletten, von kraftvollen Strukturen durchzogenen Grund erscheint ein goldgelbes Dreieck. Wie aus einer anderen Wirklichkeit hervorgetreten, behauptet es seine klare geometrische Gestalt gegenüber der bewegten, beinahe aufbrechenden Oberfläche.

Im Inneren des Dreiecks verdichtet sich das Gold zu einer kreisförmigen Bewegung. Ein Zentrum entsteht, das an eine Sonne, ein erwachendes Herz oder den Ursprung eines noch verborgenen Lebens erinnert.

Zwischen der Unruhe des Äußeren und der Sammlung im Inneren entfaltet sich ein Prozess der Wandlung.

Das Violett trägt die Spannung zwischen Auflösung und Erneuerung. Das Gold verweist auf eine andere, unvergängliche Qualität des Seins. Das Dreieck wird zum vermittelnden Raum, in dem sich das Geistige der Materie nähert und eine neue Ordnung anzukündigen scheint.

Doch diese Wandlung ist noch nicht vollendet. Sie befindet sich im Werden. Was im Inneren als Licht aufscheint, muss erst Gestalt gewinnen.

So erzählt das Bild von jener stillen Alchemie des Herzens, in der nicht das Bestehende veredelt wird, sondern etwas grundsätzlich Neues geboren werden will.

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Kalenderblatt
27. Oktober

Kalenderblatt 27. Oktober

Das Kalenderblatt zum 27. Oktober

„Abendlicht“
„Evening Light“
„Luz del Atardecer“

Aquarell auf Aquarellpapier ca 21 x 15 cm

Der Tag neigt sich seinem Ende zu. Über einer Landschaft, deren Konturen sich allmählich auflösen, entfaltet sich ein letztes Spiel der Farben. Goldene Lichtbahnen durchbrechen dunkle Wolkenfelder, während Rot, Violett und gedämpftes Blau den Himmel in eine beinahe unwirkliche Tiefe führen.

Das Licht scheint nicht einfach zu verschwinden. Es verwandelt sich. Was eben noch deutlich und greifbar war, verliert seine festen Grenzen. Himmel und Erde nähern sich einander an, werden Teil einer gemeinsamen Bewegung aus Farbe, Licht und Schatten.

„Abendlicht“ erzählt von jenem flüchtigen Augenblick, in dem das Sichtbare seine Selbstverständlichkeit verliert und eine andere Wirklichkeit durchscheinen lässt.

Es ist ein Bild des Übergangs. Nicht das Ende des Tages steht im Mittelpunkt, sondern die geheimnisvolle Verwandlung, die sich in seinem Vergehen vollzieht.

Das Licht verschwindet nicht. Es entzieht sich nur unserem Blick.

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