Kalenderblatt
7. Februar

Kalenderblatt zum 7. Februar

Das Kalenderblatt zum 7. Februar
“Die Chroniken von Omega-Prime”
“The Chronicles of Omega-Prime”
“Las Crónicas de Omega-Prime”

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

„Die Chroniken von Omega-Prime“ entfalten sich wie ein visuelles Fragment aus einem kosmischen Archiv, in dem Ursprung und Zukunft ineinander kollabieren. Das Bild wirkt  wie eine Übertragung, als wäre hier ein Moment aufgezeichnet, der sich der linearen Zeit entzieht. Schon im ersten Blick wird spürbar: Dies ist kein stiller Raum, sondern ein Feld gespannter Entstehung.

Im Zentrum pulsiert eine glühende Sphäre. Kein ruhender Kern, sondern ein denkendes Feuer, verdichtet, rotierend, unter enormer Spannung. Sie erinnert an jenen mythischen Augenblick unmittelbar vor der Expansion, wenn das Universum innehält, bevor es sich selbst freigibt. Dieser Kern ist Ursprung und Erinnerung zugleich, ein Bewusstsein in embryonaler Form, das noch keine Richtung kennt, aber unendliches Potenzial trägt.

Um ihn legt sich eine spiralförmige Bewegung, eine Bahn aus Energie, Staub und Zeit. Die Spirale erzählt nicht von Fortschritt, sondern von Wiederkehr. Sie zieht den Blick hinein und wieder hinaus, als würde sie Vergangenheit und Zukunft gleichzeitig archivieren. Jede Schicht wirkt wie eine Schriftspur, eine Aufzeichnung kosmischer Prozesse, die nicht gelesen, sondern erspürt werden wollen.

Die Farbigkeit verstärkt diese Spannung: glutrote Verdichtungen treffen auf aschgraue Zonen, durchbrochen von hellem, fast überbelichtetem Licht. Schöpfung erscheint hier nicht sanft, sondern als Ergebnis von Reibung, von Druck, von innerer Hitze. Licht ist kein Trost, sondern Konsequenz, entstanden aus der Verdichtung des Unausweichlichen.

Dieses Bild erklärt nichts. Es aktiviert. Es fordert den Blick heraus, tiefer zu lesen, als würde man eine Chronik nicht mit den Augen, sondern mit dem inneren Sensorium entschlüsseln. „Omega-Prime“ ist kein Ort, sondern ein Zustand: das Ende aller Zyklen und zugleich ihr radikalster Neubeginn. Was sichtbar wird, ist kein abgeschlossenes Universum, sondern der Moment, in dem Möglichkeit Gestalt annimmt, eine kosmische Signatur, die leise, aber unmissverständlich flüstert: Alles, was war, und alles, was sein wird, beginnt genau hier.

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7. Februar

Das verflixte siebente Bild

Das Kalenderblatt zum 7. Februar
“Das verflixte siebente Bild”
“The darned 7th painting”
“La
maldita pintura séptima”

Aquarell, Gelstift auf Aquarellbütten ca 20 x 15 cm

„Das verflixte siebente Bild“ wirkt wie ein Moment, der sich dem Zugriff entzieht, ein Bild über das Ringen mit dem Eigenwillen des Kreativen, über jene Schwelle, an der Technik, Wille und Erwartung versagen und etwas Eigenständiges das Kommando übernimmt. Die Landschaft ist nur vordergründig eine Landschaft. In Wahrheit sehen wir einen inneren Zustand, eine Phase der Verdichtung, des Zweifelns, des tastenden Voranschreitens.

Die wässrig verlaufenden Braun- und Ockertöne wirken wie Gedanken, die sich nicht mehr klar trennen lassen. Sie stoßen aneinander, vermischen sich, kippen ins Unkontrollierbare. Das Gelb glüht wie Hoffnung, wie ein plötzliches Aufleuchten von Sinn, doch es bleibt fragmentarisch, eingewoben in ein Geflecht aus Erde, Rauch und Erinnerung. Nichts ist hier stabil, nichts endgültig. Alles ist Übergang.

Der Himmel, kühl und zurückhaltend, scheint Distanz zu schaffen, als würde er sagen: Du darfst schauen, aber nicht festhalten. Und dann diese kleinen geometrischen Zeichen links oben: Fremdkörper, Störungen, Denkmarken. Sie erinnern an Versuche, Ordnung zu schaffen, an konzeptuelle Eingriffe, die der Intuition gegenüberstehen. Gerade dadurch verstärken sie die Spannung: Ratio gegen Fluss, Kontrolle gegen Hingabe.

Der Titel ist kein Zufall. Das „verflixte siebente Bild“ ist das Bild, das sich sperrt. Das Bild, das nicht gefallen will. Das Bild, das den Künstler zwingt, ehrlich zu werden oder loszulassen. Und genau darin liegt seine Kraft. Es ist nicht dekorativ, es ist wahr. Es erzählt von der Grenze zwischen Können und Geschehenlassen, zwischen Absicht und Ergebnis.

Dieses Werk spricht leise, aber eindringlich. Es verlangt kein Gefallen, sondern Präsenz. Wer sich darauf einlässt, erkennt: Manche Bilder sind nicht dazu da, geliebt zu werden, sondern um etwas in Bewegung zu bringen.

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