Kalenderblatt
13. April

Ohne Worte

Kalenderblatt vom 13. April
“Ohne Worte”
“Without words”
“Sin palabras”

Tusche auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

„Ohne Worte“ ist kein Bild, es ist eine Verdichtung von Bedeutung jenseits der Sprache. Was hier auf den ersten Blick wie einfache Formen erscheint, entfaltet bei näherem Hinsehen eine archaische Symbolik, die direkt ins Unbewusste greift.

Das leuchtende gelbe Dreieck steht wie ein stiller Impuls im Raum, aufwärtsgerichtet, klar, geistig. Es wirkt wie ein Zeichen des Aufstiegs, des Denkens, der Erkenntnis, fast wie ein Ruf aus einer höheren Ordnung. Daneben die rote Kreisform: voll, pulsierend, lebendig, sie trägt die Qualität des Irdischen, des Herzens, der gelebten Erfahrung. Geist und Leben. Idee und Gefühl. Licht und Blut.

Und dazwischen – fast wie eine geheimnisvolle Schrift – die schwarzen, reduzierten Linien. Sie wirken wie urzeitliche Zeichen, wie eine vergessene Sprache, die nicht gelesen, sondern nur erinnert werden kann. Links eine Form, die an Wachstum, Bewegung, vielleicht sogar an das Werden selbst erinnert. Rechts ein Zeichen, das sich öffnet wie eine Geste des Empfangens oder des Gleichgewichts.

Dieses Bild spricht nicht in Sätzen, es wirkt. Es kommuniziert nicht, es resoniert. Es ist ein visuelles Mantra, das uns daran erinnert, dass die tiefsten Wahrheiten nicht ausgesprochen werden können. Sie zeigen sich. Sie schwingen. Sie sind einfach da.

„Ohne Worte“ ist die Einladung, die Kontrolle des Verstandes loszulassen und in einen Zustand des reinen Wahrnehmens einzutreten. Dort, wo keine Erklärung mehr nötig ist, beginnt das eigentliche Verstehen.

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Kalenderblatt
13. April

Abendspaziergang

Das Kalenderblatt zum 13. April
“Abendspaziergang”
“Evening stroll”
“Paseo de la tarde”

Aquarell, Pastellkreide und Acrylpaste
auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

Es war einmal ein schmaler, kaum sichtbarer Pfad, der sich durch ein Land zog, das nur in der Dämmerung erwachte. Tagsüber schien es unscheinbar, beinahe vergessen, doch sobald die Sonne begann, sich hinter den Horizont zu neigen, öffnete sich eine Welt zwischen den Welten.

An genau einem solchen Abend machte sich ein Wanderer auf den Weg. Niemand wusste, woher er kam, und selbst er konnte es nicht mehr genau sagen. Sein Herz war schwer von Fragen, doch seine Schritte wurden von einer leisen Sehnsucht geführt, als würde ihn etwas rufen, das er längst kannte.

Der Himmel über ihm glühte in tiefem Rot und warmem Gold, als hätte jemand die Luft selbst in flüssiges Licht verwandelt. Der Boden schimmerte, und plötzlich bemerkte der Wanderer etwas Ungewöhnliches: Zwei leuchtende Felder erschienen vor ihm , eines in sanftem Gelb, das andere in geheimnisvollem Grün. Sie lagen wie Inseln im Strom der Farben, pulsierend, lebendig.

Zögernd trat er näher.

Als sein Fuß das gelbe Leuchten berührte, durchströmte ihn eine Wärme, die er lange nicht gespürt hatte. Er erinnerte sich, an Kindheit, an unbeschwerte Tage, an das Lachen, das aus seinem Innersten kam. Das Licht flüsterte: „Hier liegt, was dich genährt hat.“

Doch noch bevor er verweilen konnte, zog ihn das grüne Feld an. Es war kühler, tiefer, stiller. Als er es betrat, wurde alles um ihn herum leiser. Er spürte Wachstum, Veränderung, ein Werden, als ob etwas in ihm neu Wurzeln schlug. Das Grün sprach: „Hier liegt, was du noch werden kannst.“

Der Wanderer stand zwischen beiden Welten, zwischen Erinnerung und Möglichkeit, zwischen dem, was war, und dem, was sein könnte. Und zum ersten Mal verstand er, dass er nicht wählen musste, dass beides in ihm lebte.

Da begann sich der Pfad weiter zu öffnen. Die Farben um ihn herum flossen, verbanden sich, tanzten. Das Rot wurde tiefer, das Gold heller, und die beiden Felder verschmolzen zu einem leuchtenden Strom. Er erkannte: Der Weg war kein Ziel, sondern eine Verwandlung. Jeder Schritt war ein Übergang, jeder Atemzug ein Tor.

Mit ruhigerem Herzen ging er weiter, tiefer hinein in die Dämmerung, die nun nicht mehr ungewiss, sondern voller Verheißung war.

Und man sagt, wenn du selbst einmal in der Abendstunde innehältst, wenn der Himmel brennt und die Welt für einen Moment den Atem anhält, dann kannst du ihn sehen, den Wanderer zwischen den Farben, der gelernt hat, dass Vergangenheit und Zukunft sich im Jetzt begegnen.

Und vielleicht, ganz vielleicht, beginnt dann auch dein eigener Abendspaziergang.

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