Kalenderblatt
21. Januar

Teuflischer Abend

Das Kalenderblatt zum 21. Januar
“Teuflischer Abend”
“A satanic evening”
“Una tarde mefistofélica”

Aquarell, Schlagmetall, Tusche auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Teuflischer Abend“ ist kein Bild, das man einfach nur betrachtet,  es ist ein Ereignis. Ein Moment, in dem sich der Tag nicht verabschiedet, sondern aufbäumt, als hätte er noch etwas zu sagen. Das gesamte Blatt glüht in einem Rot, das nicht dekorativ ist, sondern unverhandelbar: ein Rot wie Hitze, wie Alarm, wie das letzte Aufflackern einer Glut, die längst hätte erlöschen sollen. Dieses Rot ist nicht Hintergrund,  es ist Atmosphäre, es ist Druck, es ist ein Raum, in dem man sich nicht verstecken kann. Und dann: die goldenen Flächen aus Schlagmetall, die wie aufgerissene Inseln auftauchen, verführerisch, unberechenbar, fast sakral und zugleich gefährlich nah am Abgrund. Das Gold wirkt nicht wie Schmuck, sondern wie eine unheimliche Offenbarung: etwas, das glänzt, obwohl es eigentlich nicht glänzen dürfte. Es ist der Glanz der Versuchung, die sich als Wahrheit tarnt.

In dieses vibrierende Feld hinein schreibt die Tusche schwarze Zeichen, roh, direkt, wie ein wilder Schwur. Sie wirken wie Spuren eines Rituals, wie eine Botschaft aus einer Sprache, die man nicht versteht, aber sofort spürt. Besonders die vertikalen Linien erinnern an eine Art Beschwörung, eine rhythmische Wiederholung, als würde das Bild etwas heraufholen, das unter der Oberfläche lange geschlafen hat. Rechts erhebt sich eine runde, orangefarbene Form, ein Mond vielleicht, aber kein romantischer. Eher ein Blick. Ein Auge am Himmel, das nicht tröstet, sondern prüft. Darunter windet sich eine dunkle Figur, halb Pflanze, halb Tier, halb Schatten, ein Wesen, das nicht klar definiert werden will, weil es genau davon lebt: von der Mehrdeutigkeit, vom Unfassbaren, von der Nähe zum Instinkt.

„Teuflischer Abend“ trägt seinen Titel nicht als Provokation, sondern als präzise Setzung: Hier geht es um die Stunde, in der das Licht nicht mehr rein ist. Um die Zeit, in der Entscheidungen weicher werden, Grenzen poröser, Moral dünner und das Verdrängte auf einmal eine Stimme bekommt. Der Abend ist hier kein Ausklang, sondern eine Schwelle. Ein Übergang in eine Welt, in der das Schöne und das Bedrohliche dieselbe Farbe tragen können. Dieses Bild erzählt von der Faszination des Dunklen, ohne sich ihm zu unterwerfen. Es zeigt nicht den Teufel als Figur, sondern als Prinzip: als das, was lockt, was spaltet, was gleichzeitig erschreckt und magnetisch anzieht. Und genau darin liegt seine Kraft: Es ist ein Werk über den Moment, in dem man sich selbst begegnet – nicht im Licht der Erklärung, sondern im Feuer der Wahrheit. Ungezähmt. Glänzend. Und kompromisslos lebendig.

——————
Du kannst dieses Original kaufen:

Endpreis gemäß §19 UStG: 250.- Euro
Zahlung per PayPal oder Überweisung:
Gib im PayPal-Fenster bitte den Bildtitel an.
Versand innerhalb Deutschland kostenfrei 3–5 Tage
Widerrufsrecht 14 Tage (Details siehe Widerrufsbelehrung
https://www.juanlobo.info/widerrufsbelehrung/).
——————
Teile diesen Beitrag

Kalenderblatt
21. Januar

Der Eisenschink Code

Kalenderblatt vom 21. Januar
“Der Eisenschink Code”
“The Eisenschink Code”
“El Eisenschink Código”

Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

„Der Eisenschink Code“ wirkt auf den ersten Blick wie ein radikal reduziertes Zeichenfeld  und genau darin liegt seine Sogkraft: Dieses Bild will nicht „erzählen“, es will entschlüsselt werden. Die leuchtend gelbe Fläche öffnet sich wie ein Warnsignal und gleichzeitig wie eine Verheißung. Gelb ist hier nicht dekorativ, sondern elementar: ein vibrierendes Feld aus Energie, Alarm, Intuition und geistiger Wachheit. Es ist die Bühne, auf der jede Form zur Aussage wird und jede Aussage zur Frage.

Im Zentrum liegt diese dunkelblaue, organische Masse,  kein klar umrissenes Objekt, sondern eine Präsenz. Sie wirkt wie ein Gewicht, das sich nicht rechtfertigt, weil es einfach da ist. Ein Kern. Ein Speicher. Eine Verdichtung. Die Form scheint zugleich zu ruhen und zu kippen, als hätte sie gerade erst entschieden, in dieser Realität sichtbar zu werden. Sie erinnert an ein Fragment aus einer fremden Sprache, an einen Körper ohne Anatomie, an ein verschlüsseltes Zeichen, das man nicht mit dem Kopf, sondern nur mit dem inneren Sensorium lesen kann. Und genau dort beginnt der „Code“: Nicht als technisches System, sondern als innerer Zugriffsschlüssel.

Links oben steht ein kupferrot schimmerndes Quadrat, wie eine eingelassene Probe, ein Artefakt, ein Fundstück. Es hat etwas Archaisches, als sei es aus einer anderen Schicht Zeit herausgeschnitten. Quadrat bedeutet Ordnung, Fixierung, Struktur – aber hier glüht es, als trüge es Erinnerung in sich. Es ist das Symbol des Kontrollierbaren, des Messbaren und doch wirkt es nicht kühl, sondern wie eine warme Signatur, wie der Stempel einer Herkunft.
Daneben, im oberen Bildraum, ziehen sich zwei horizontale schwarze Balken: nicht sauber, nicht glatt, sondern voller Textur. Sie erinnern an Scanlinien, Sperrbalken, codierte Streifen, Zensurspuren oder die Markierungen eines Systems, das Informationen sortiert, schützt, versteckt. Als hätte jemand gesagt: „Hier ist etwas Wichtiges – aber nicht alles ist sofort zugänglich.“

Und dann diese beiden roten Formen links und rechts: wie Tropfen, wie Siegel, wie pulsierende Marker. Rot ist hier der menschliche Faktor. Das Blut im System. Das Unberechenbare. Sie stehen wie Wächter am Rand des Zentralen, als würden sie das Innere umkreisen oder absichern. Ihre Position ist nicht zufällig: Sie bilden eine Art Spannungsachse, eine stille Symmetrie, die das Bild stabilisiert  und gleichzeitig emotional auflädt. Es ist, als würde das Werk flüstern: Du kannst den Code nicht knacken, ohne dich selbst einzusetzen.

„Der Eisenschink Code“ hat diese seltene Qualität, zugleich grafisch klar und psychologisch offen zu sein. Es spielt mit der Ästhetik von Zeichen, Raster, Markierungen  und entzieht sich im selben Moment jeder eindeutigen Übersetzung. Dadurch entsteht ein Raum, in dem der Betrachter unwillkürlich in den Modus des Suchens gerät: Was ist Signal, was ist Störung? Was ist Botschaft, was ist nur Oberfläche? Genau hier trifft das Werk einen Nerv unserer Zeit: Wir leben in einer Welt voller Daten, voller Codes, voller Systeme und doch bleibt das Wesentliche oft nur als Gefühl spürbar. Dieses Bild ist keine Antwort. Es ist ein Zugriff.

Und vielleicht ist das der eigentliche Coup: Trotz aller Strenge wirkt das Werk nicht kalt. Das Gelb lebt. Die Textur atmet. Die Acrylpaste hinterlässt Spuren wie kleine Erdverschiebungen. Das Material sagt: Hier ist etwas gemacht worden, nicht nur gestaltet. Das Bild ist nicht bloß Komposition, es ist Handlung. Eine Setzung. Eine Behauptung. Der „Eisenschink Code“ ist damit weniger ein Rätsel als eine Einladung: Wer bereit ist, hinter die Formen zu hören, findet nicht eine Bedeutung,  sondern eine Resonanz.

——————
Du kannst dieses Original kaufen:

Endpreis gemäß §19 UStG: 250.- Euro
Zahlung per PayPal oder Überweisung:
Gib im PayPal-Fenster bitte den Bildtitel an.
Versand innerhalb Deutschland kostenfrei 3–5 Tage
Widerrufsrecht 14 Tage (Details siehe Widerrufsbelehrung
https://www.juanlobo.info/widerrufsbelehrung/).
——————
Teile diesen Beitrag