
Das Kalenderblatt zum 25. Oktober
„Echo einer Erinnerung im Gelb“
„Echo of a Memory in Yellow“
„Eco de un Recuerdo en Amarillo“
Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 20 cm
Das Gelb beherrscht den Bildraum. Es leuchtet, flimmert und breitet sich aus wie ein grenzenloses Feld aus Licht. Aus seiner bewegten Oberfläche erheben sich tiefblaue, beinahe kalligrafische Linien. Sie erinnern an Gräser, Pflanzen und Spuren einer längst vergangenen Landschaft.
Das Blau verleiht dem Licht Tiefe, während das Gelb die Formen hervortreten und wieder verschwinden lässt. Zwischen beiden entsteht ein lebendiger Raum, in dem sich Wahrnehmung und Erinnerung begegnen.
Doch das Bild zeigt keine Landschaft im eigentlichen Sinn. Es berührt jene Schichten unseres Bewusstseins, in denen Erinnerungen noch keine erkennbare Gestalt besitzen. Etwas Vertrautes klingt an, ohne dass wir seinen Ursprung benennen könnten.
Vielleicht ist es die Erinnerung an etwas, das wir nie bewusst erlebt haben und das dennoch in uns gegenwärtig ist.
„Echo einer Erinnerung im Gelb“ lässt uns über das unmittelbar Sichtbare hinausblicken. Es eröffnet einen inneren Resonanzraum, in dem Vergangenheit und Gegenwart, Erlebtes und Erahntes ineinander übergehen.
Denn manches, was tief in uns lebendig ist, will nicht verstanden, sondern wiedererkannt werden.