
Das Kalenderblatt zum 23. Januar
“Veni Creator – Geburt des Lichts”
“Veni Creator – Birth of Light”
“Veni Creator – Nacimiento de la Luz”
Mixed Media auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm
„Veni Creator – Geburt des Lichts“ ist ein Ereignis. Eine verdichtete Minute am Ursprung, in der etwas Unsichtbares die Entscheidung trifft, sichtbar zu werden. Im Zentrum pulsiert ein goldenes, fast glühendes Herz als kosmischer Brennpunkt, als geistige Sonne, die nicht draußen am Himmel steht, sondern im Inneren der Welt aufgeht. Dieses Gold wirkt wie die erste Silbe eines Schöpfungswortes: warm, zwingend, unumkehrbar.
Rings um dieses Licht eröffnet sich ein Raum, der zugleich Schutz und Bühne ist. Das Blau trägt die Tiefe des Unendlichen in sich, nicht beruhigend, sondern weit, ehrfürchtig, wie ein stiller Chorraum vor dem ersten Einsatz. Und aus diesem Raum heraus drängen Farben, Schichten, Spuren: ein Grün, das keimt, ein Rot, das wie Erinnerung aufflammt, erdige Töne, die an Materie denken lassen, an das, was sich sammelt, verdichtet, Form annimmt. Hier entsteht Leben nicht als sanfter Übergang, sondern als Aufbruch mit Wucht: eine Geburt, die nicht nur zart ist, sondern auch dramatisch, elementar, grenzenverschiebend.
Die Komposition erzählt von einer Bewegung, die man körperlich spüren kann: von außen nach innen, und dann wieder nach außen als würde das Licht erst gesammelt, dann entzündet und schließlich freigesetzt. Genau darin liegt die spirituelle Kraft dieses Werkes. Es zeigt nicht nur Licht, es zeigt den Moment, in dem Licht eine Entscheidung trifft. Es ist das Bild eines inneren „Ja“, das groß genug ist, um Welt zu werden. Und in dieser Schichtung, zwischen dunkler Tiefe und leuchtender Mitte, erscheint der eigentliche Titel wie eine Beschwörung: „Veni Creator“. Komm, schöpferischer Geist. Komm, Kraft, die nicht erklärt, sondern verwandelt.
„Veni Creator – Geburt des Lichts“ wirkt wie eine ikonische Miniatur einer großen Symphonie: kein flaches Strahlen, sondern ein Licht, das sich durch Widerstand hindurch formt. Ein Licht, das nicht verdrängt, sondern integriert. Das Blau bleibt, die Schatten bleiben, die Ränder bleiben und gerade deshalb ist das Zentrum so wahr. Denn hier wird nichts geschönt. Hier wird erschaffen. Aus Tiefe. Aus Stofflichkeit. Aus Erfahrung. Und am Ende steht dieses Gold nicht als Schmuck, sondern als Botschaft: Das Licht ist nicht das Gegenteil der Dunkelheit, es ist ihre Verwandlung.
——————
Du kannst dieses Original kaufen:
https://www.juanlobo.info/widerrufsbelehrung/).
——————
