Kategoriearchiv: Remastert

Kalenderblatt
7. August

Kalenderblatt 7. August

Das Kalenderblatt zum 7. August
„Tanz der Geistwesen“
„Dance of the Spirits“
„Danza de los espíritus“
Aquarell und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Es gibt Bilder, die nicht nur betrachtet werden wollen.

Sie scheinen etwas in Bewegung zu setzen. Eine Erinnerung, eine Ahnung, einen kaum greifbaren inneren Klang.

„Tanz der Geistwesen“ bewegt sich zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem. Die schwebenden Formen, die leuchtenden Farbspuren und die freie Symbolik lassen einen Bildraum entstehen, der weniger erzählt als andeutet. Nichts ist eindeutig. Alles bleibt in Bewegung.

Vielleicht begegnen sich hier Naturkräfte und innere Bilder. Vielleicht Erinnerungen, Träume oder jene feinen Empfindungen, die sich jeder Erklärung entziehen.

Das Werk lädt dazu ein, den gewohnten Blick für einen Moment loszulassen und sich auf das einzulassen, was zwischen den Formen geschieht. Dort, wo Fantasie, Intuition und Stille miteinander in Berührung kommen.

Es gibt keine Botschaft, die verstanden werden muss. Nur eine Erfahrung, die entstehen darf.

Jeder Betrachter entdeckt etwas anderes. Manche sehen ein spielerisches Fest unsichtbarer Wesen. Andere erkennen den Tanz der eigenen Gedanken oder den Rhythmus des Lebens selbst.

So wird das Bild zu einem stillen Begleiter. Zu einem Werk, das nicht vorgibt, was wahr ist, sondern Raum öffnet für das, was sich im eigenen Inneren zeigen möchte.

Ein Bild für Menschen, die Kunst nicht nur sehen, sondern erleben möchten.

Denn manchmal beginnt ein neuer Blick auf die Welt genau dort, wo das Erklären endet.

 

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Kalenderblatt
6. August

Der Morgen nach dem Abend

Das Kalenderblatt zum 6. August
“Der Morgen nach dem Abend”

“The morning after the evening”
“La mañana despues de la tarde”
Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Zwischen dem Vergehen und dem Werden öffnet sich ein Raum, den keine Uhr messen kann. „Der Morgen nach dem Abend“ erzählt von jenem stillen Augenblick, in dem das Vergangene bereits losgelassen wurde und das Neue noch nicht ganz Gestalt angenommen hat.

Ein kreisförmiges Zentrum, zugleich Sonne, Mond oder inneres Licht, durchdringt horizontale Schichten aus Ocker, Goldgelb, Rot und dunklem Grün. Die Farbbänder wirken wie Sedimente der Zeit, übereinander gelagert, von Erinnerungen durchzogen und von Erfahrungen gezeichnet. Nichts erscheint zufällig. Jede Schicht trägt die Spur dessen, was ihr vorausging.

Die mit Acrylpaste aufgebaute Oberfläche verleiht dem Bild eine beinahe archäologische Präsenz. Licht scheint nicht auf der Fläche zu liegen, sondern aus ihr hervorzutreten. Das Goldgelb bildet dabei keinen bloßen Hintergrund, sondern wird zu einem Raum der Möglichkeit, aus dem sich der Kreis langsam erhebt, als würde Bewusstsein aus der Tiefe aufsteigen.

Der Titel öffnet eine paradoxe Perspektive. Jeder Morgen entsteht aus einem Abend. Jeder Neubeginn trägt die Erinnerung an das Ende in sich. So wird das Bild zu einer Meditation über Wandlung, Reifung und den verborgenen Rhythmus des Lebens. Es erzählt nicht vom Gegensatz zwischen Licht und Dunkelheit, sondern von ihrer gegenseitigen Bedingtheit.

Dieses Werk lädt dazu ein, den Übergängen des eigenen Lebens zu vertrauen. Denn oft beginnt das Wesentliche nicht im grellen Aufbruch, sondern in jenem stillen Moment danach, wenn die Nacht ihren letzten Schatten loslässt und das Licht seinen ersten Atemzug nimmt.

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