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Kalenderblatt
3. Juni

Flores nepalesas sanctas

Kalenderblatt vom 03. Juni
„Flores nepalesas sanctas“

Aquarell auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

„Flores nepalesas sanctas“ ist eine leuchtende Vision des Heiligen, eingefangen in einer Form, die zugleich an eine Blüte, eine Sonne, eine Opfergabe und ein spirituelles Zentrum erinnert. Das Bild öffnet einen Raum, in dem sich Natur, Licht und Transzendenz begegnen und zu einer gemeinsamen Sprache verschmelzen.

Im Mittelpunkt strahlt ein goldgelber Lichtkern, durchzogen von rot-orangen Formen, die wie Blütenblätter, Gebetsfahnen oder segensreiche Samen wirken. Sie scheinen nicht auf der Oberfläche zu liegen, sondern aus dem Inneren heraus aufzuleuchten. Dadurch entsteht der Eindruck, als würde das Bild von innen her leben. Das Licht wird hier nicht dargestellt, es wird zum eigentlichen Akteur. Es erschafft, nährt und durchdringt alles, was sich in seinem Wirkungsfeld befindet.

Die dunkleren Umrandungen wirken wie schützende Schichten oder Kreise eines Mandalas. Sie erinnern an die alten buddhistischen Stupas Nepals, an heilige Orte wie Boudhanath, wo Pilger seit Jahrhunderten im Uhrzeigersinn um das Zentrum des Heiligen kreisen. Auch hier führt der Blick unweigerlich in die Mitte. Dort, wo das Äußere endet, beginnt das Wesentliche.

Der Titel „Flores nepalesas sanctas“ „Heilige nepalesische Blumen“ – verweist dabei nicht auf botanische Realität, sondern auf eine innere Landschaft. Die Blüten erscheinen als Symbole für Bewusstsein, Mitgefühl und spirituelles Erwachen. Sie wachsen nicht aus Erde, sondern aus Licht. Jede einzelne Farbspur wirkt wie ein stilles Gebet, jede rote Form wie ein Funke lebendiger Gegenwart.

Die Komposition entfaltet eine bemerkenswerte Spannung zwischen Ruhe und Bewegung. Während die Kreisform Geborgenheit, Vollständigkeit und Harmonie vermittelt, erzeugen die unregelmäßigen Farbformen eine pulsierende Lebendigkeit. Das Bild atmet. Es sammelt und verschenkt Energie zugleich. Es lädt den Betrachter ein, nicht nur hinzusehen, sondern in einen meditativen Dialog einzutreten.

So erzählt dieses Werk von einer Wirklichkeit, die jenseits des Sichtbaren liegt. Es erinnert daran, dass das Heilige oft nicht in monumentalen Gesten erscheint, sondern in einem stillen Aufleuchten des Inneren. „Flores nepalesas sanctas“ wird dadurch zu einem Sinnbild für die verborgene Schönheit des Lebens: ein leuchtender Mittelpunkt inmitten der Dunkelheit, eine Blüte des Bewusstseins, die sich demjenigen öffnet, der bereit ist, mit dem Herzen zu sehen.

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Kalenderblatt
3. Juni

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Kalenderblatt zum 03. Juni
„Territorium der Wandlung“
„Territory of Transformation“
„Territorio de la Transformación“

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

„Territorium der Wandlung“ ist eine innere Landschaft, ein Grenzgebiet zwischen dem, was war, und dem, was werden will. Das Bild entfaltet sich wie eine geheimnisvolle Karte eines Reiches, in dem sich Formen auflösen, Gewissheiten verblassen und neue Möglichkeiten langsam Gestalt annehmen. Die dominierende rote Farbwelt wirkt dabei wie ein kraftvolles Feld der Transformation, ein Raum voller Energie, Leidenschaft und schöpferischer Spannung.

Die verschiedenen rechteckigen Strukturen erinnern an Mauern, Tore, Räume oder Abschnitte eines Weges. Doch nichts erscheint endgültig festgelegt. Alles scheint in Bewegung zu sein. Wandlung geschieht hier nicht als plötzlicher Umbruch, sondern als fortwährender Prozess des Werdens. Die weißen Linien und hellen Durchbrüche wirken wie Spuren eines unsichtbaren Architekten, der neue Verbindungen schafft, wo zuvor Trennung herrschte. Grenzen werden durchlässig, Übergänge entstehen.

Das tiefe Rot spricht von Lebenswillen, Mut und innerem Feuer. Gleichzeitig trägt es die Erinnerung an vergangene Erfahrungen in sich. Die goldenen Bereiche erscheinen wie kostbare Schätze, die im Verlauf eines langen Entwicklungsweges freigelegt werden. Jede Krise, jede Herausforderung und jede innere Auseinandersetzung hinterlässt hier einen verborgenen Goldkern. Was zunächst wie Bruchstücke wirkt, offenbart sich bei näherem Hinsehen als Teil einer größeren Ordnung.

Besonders faszinierend ist die Spannung zwischen Verdichtung und Öffnung. Einige Bereiche wirken verschlossen, andere scheinen sich gerade zu öffnen. Dadurch entsteht der Eindruck eines Bewusstseinsraumes, in dem Altes und Neues gleichzeitig anwesend sind. Das Bild erzählt von jenem Moment, in dem ein Mensch die Schwelle überschreitet und erkennt, dass Entwicklung nicht bedeutet, etwas anderes zu werden, sondern das Eigene tiefer zu entfalten.

„Territorium der Wandlung“ lädt dazu ein, den eigenen Lebensweg als schöpferischen Prozess zu betrachten. Es erinnert daran, dass Veränderung kein Verlust ist, sondern die Freilegung verborgener Möglichkeiten. Wo Mauern sichtbar werden, können Türen entstehen. Wo Unsicherheit auftaucht, wächst oft zugleich eine neue Form von Freiheit. So wird dieses Werk zu einer poetischen Landkarte der Transformation, einem Bild über Mut, Entwicklung und die stille Kraft des inneren Werdens.

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