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Kalenderblatt
3. August

Kalenderblatt 3. August

Das Kalenderblatt zum 3. August
„Alchemie des Morgens“

„Alchemy of the Morning“
„Alquimia de la mañana
Aquarell und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Ein neuer Tag beginnt. Noch ist nichts entschieden, und doch ist bereits alles in Bewegung.

„Alchemie des Morgens“ öffnet einen Raum zwischen Nacht und Tag, zwischen dem, was war, und dem, was werden möchte. Im warmen Leuchten des oberen Bildbereichs erscheint eine Sonne, die mehr ist als eine Lichtquelle. Sie wirkt wie ein erster Impuls, der das Unsichtbare berührt und einen inneren Wandlungsprozess in Gang setzt.

Im Zentrum entfaltet sich eine organische Gestalt aus Rot und Orange. Sie erinnert zugleich an Blüte, Herz und Flamme. Hier verdichtet sich Lebensenergie zu einer Form, die nicht abgeschlossen ist, sondern sich im Entstehen befindet. Das Bild zeigt keinen fertigen Zustand. Es zeigt den Augenblick, in dem Verwandlung beginnt.

Rechts lösen sich dunkle Linien zu spiralförmigen Bewegungen auf. Sie wirken wie Gedanken, Erinnerungen oder unsichtbare Kräfte, die sich neu ordnen. Chaos erscheint hier nicht als Bedrohung, sondern als notwendiger Bestandteil jedes schöpferischen Prozesses. Erst im Zusammenspiel von Licht und Schatten entsteht etwas Neues.

Der offene Bildraum lässt den Formen Luft zum Atmen. Er verzichtet auf eindeutige Antworten und lädt dazu ein, den eigenen Morgen zu entdecken. Nicht den auf der Uhr, sondern den inneren Beginn, in dem Möglichkeiten sichtbar werden, bevor sie Wirklichkeit sind.

Alchemie bedeutet, das Gewöhnliche in etwas Wesentliches zu verwandeln. Vielleicht beginnt dieser Prozess nicht in einem Labor, sondern jeden Morgen aufs Neue. In einem einzigen stillen Augenblick, in dem wir bereit sind, dem eigenen inneren Licht zu begegnen.

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Kalenderblatt
2. August

Sommer in Point Place

Das Kalenderblatt zum 02. August
“Sommer in Point Place”

“Summer in Point Place”
Verano en Point Place
Aquarell und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

Es gibt Orte, die vielleicht niemals auf einer Landkarte existiert haben und uns dennoch vertrauter erscheinen als viele Städte, in denen wir tatsächlich gelebt haben. Point Place ist ein solcher Ort. Weniger eine geografische Landschaft als ein Erinnerungsraum, in dem Licht, Wärme und Zeit eine eigene Sprache sprechen.

Über den Häusern breitet sich ein Himmel aus, der nicht einfach Wolken zeigt, sondern den Atem eines heißen Sommertages. Gelb, Violett, Orange und Rot fließen ineinander, als würde die Luft selbst glühen. Das Licht scheint sich nicht auf die Dinge zu legen, sondern aus ihnen heraus zu wachsen. Die Farben schweben frei, lösen Konturen auf und verwandeln die Landschaft in eine Stimmung.

Die wenigen architektonischen Formen im unteren Bildbereich geben Halt, ohne den Blick festzuhalten. Sie erinnern an Häuser, Gärten und Zäune, an Nachbarschaften, in denen sich Kindheit, Freundschaft und lange Feriennachmittage abgespielt haben könnten. Die dunkle Baumkrone links wirkt wie ein stiller Zeuge dieser Erinnerungen, verwurzelt und gelassen zugleich.

Der Titel verweist auf Point Place, den fiktiven Schauplatz der Kultserie Die wilden Siebziger. Doch das Bild illustriert die Serie nicht. Es greift vielmehr das Lebensgefühl auf, das viele mit ihr verbinden: Freiheit, Leichtigkeit, den Duft warmer Straßen, Gespräche bis in den Abend und das Gefühl, dass ein Sommertag niemals enden müsste.

Gerade weil die Darstellung nicht konkret wird, bleibt Raum für eigene Erinnerungen. Jeder Betrachter kann seinen persönlichen Sommer in dieser Landschaft entdecken. Vielleicht einen Ort der Kindheit. Vielleicht einen Urlaub. Vielleicht auch nur einen einzigen Abend, an dem die Welt für einen kurzen Moment vollkommen selbstverständlich schien.

So wird „Sommer in Point Place“ zu einem Bild über die Schönheit flüchtiger Augenblicke. Es erzählt nicht von spektakulären Ereignissen, sondern von dem leisen Glück, das sich einstellt, wenn Licht, Farbe und Erinnerung für einen Moment eins werden. Hier verliert die Zeit ihre Eile. Und vielleicht liegt genau darin das eigentliche Wesen des Sommers.

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