Schlagwortarchiv: Sand

Kalenderblatt
31. Oktober

Kalenderblatt 31. Oktober

Das Kalenderblatt zum 31. Oktober

„Aufruhr unter der Oberfläche“
„Turmoil Beneath the Surface“
„Agitación bajo la superficie“

Acryl, Sand und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 20 x 15 cm

Die Farben haben ihre Ruhe verloren. Gelb bricht hervor, Rot breitet sich aus, dunkles Blau und Grün drängen dazwischen. Nichts bleibt unberührt. Was eben noch zusammengehörte, wird auseinandergerissen, überlagert, verschüttet und an anderer Stelle wieder freigelegt.

Sand und Acrylpaste geben diesem Geschehen eine körperliche Gegenwart. Die Oberfläche trägt Spuren von Widerstand, von Eingriffen und Veränderungen. Manche Farbschichten behaupten sich mit aller Kraft, andere verschwinden beinahe, ohne ihre Anwesenheit ganz aufzugeben.

Es ist eine Landschaft, die keine Landschaft sein will. Eher eine Erinnerung an die Kräfte, aus denen Landschaften entstehen. An das Aufbrechen der Erde, an Verwitterung und Ablagerung, an das langsame Wirken der Zeit und die plötzliche Gewalt eines Umbruchs.

Doch zwischen all diesen Bewegungen entstehen auch Augenblicke der Stille. Kleine helle Flächen, offene Zwischenräume, Spuren einer Ordnung, die sich nicht festhalten lässt.

Vielleicht zeigt sich gerade darin das Wesen dieses Bildes: Nichts ist endgültig. Jede Form trägt bereits ihre Veränderung in sich. Und selbst dort, wo etwas verschüttet scheint, bleibt die Möglichkeit eines neuen Aufbruchs.

 

Teile diesen Beitrag

Kalenderblatt
15. Dezember

WU WEI mit Sand im Getriebe

Kalenderblatt vom 15. Dezember
„WU WEi mit Sand im Getriebe“
„WU WEI with sand in the wheels“
„WU WEI con arena en el engranaje“

Acryl, Acrylpaste, Pigment auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

In diesem Bild entfaltet sich ein Spannungsfeld zwischen natürlicher Leichtigkeit und störender Reibung ,  ein visuelles Paradox, das den Titel „WU WEi mit Sand im Getriebe“ eindrucksvoll beglaubigt.
Die gestischen Schwünge in Gelb und Rot wirken wie frei fließende Energiebahnen, Spuren eines inneren Rhythmus, der sich ungehindert durch den Raum bewegt. Sie strahlen Lebendigkeit, Wärme und ein fast tänzerisches Momentum aus, als verkörperten sie das Ideal des Wu Wei: Handeln ohne Anstrengung, Bewegung ohne Widerstand.

Doch in diese organische Dynamik schneiden die vertikalen Linien wie Fremdkörper hinein. Schlank, hart, unnachgiebig, sie stehen quer zu allem, was im Bild fließen möchte. Ihre Präsenz erzeugt Reibung: ein Gefühl von Stockung, Irritation, Störung. Sie sind der metaphorische Sand im Getriebe, kleine, aber wirkungsvolle Elemente, die den natürlichen Fluss ins Haken bringen.

Das kräftige Blau im oberen linken Bereich wirkt wie ein Gegenpol, ein energetischer Einschlag von außen, der das Gefüge zusätzlich auflädt. Es schafft eine Atmosphäre der Bewegung und des Umbruchs, als sei das System in Transformation begriffen. Die rötlichen Formen im Zentrum scheinen sich zu verdichten, zu winden, nach Ausgleich zu suchen,  ein innerer Prozess zwischen Widerstand und Hingabe.

Im Zusammenspiel entsteht ein Bild, das die Essenz des Lebens beschreibt: den Wunsch nach mühelosem Fließen und die Realität unvermeidlicher Störungen. Es zeigt, dass Wu Wei kein Zustand absoluter Reibungslosigkeit ist, sondern ein bewusster Umgang mit den Kräften, die uns herausfordern. Das Kunstwerk macht sichtbar, wie sich Harmonie und Störung gegenseitig definieren und wie Schönheit genau dort entsteht, wo beide aufeinandertreffen.

So wirkt das Bild wie eine poetische Erinnerung daran, dass selbst im Sand des Lebens ein verborgener Rhythmus liegt  und dass der Fluss nicht endet, sondern seinen Weg nur neu sucht.

——————
Du kannst dieses Original kaufen:

Endpreis gemäß §19 UStG: 250.- Euro
Zahlung per PayPal oder Überweisung:
Gib im PayPal-Fenster bitte den Bildtitel an.
Versand innerhalb Deutschland kostenfrei 3–5 Tage
Widerrufsrecht 14 Tage (Details siehe Widerrufsbelehrung
https://www.juanlobo.info/widerrufsbelehrung/).
——————
Teile diesen Beitrag