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Kalenderblatt
3. April

Das Umfangen der Sehnsucht gibt den Kern der Liebe frei

Kalenderblatt vom 3. April
“Das Umfangen der Sehnsucht gibt den Kern der Liebe frei”
“To embrace the yearning free the nucleus of love”
“Ambrazando al anhelo liberta al núcleo del amor”

Tusche, Bleistift, Acrylpaste auf Bambuspapier ca. 21 x 15 cm

Zwischen Stille und Bewegung liegt ein Moment, in dem etwas Unsichtbares Form annimmt: Sehnsucht. Sie erscheint hier nicht als Schmerz, sondern als leuchtende Kraft, eine ferne, goldene Präsenz, die nicht drängt, sondern ruft.

Im Zentrum pulsiert ein roter Kern, dicht, warm, beinahe verschlossen. Er trägt alles in sich: Erinnerung, Verletzlichkeit, Kraft. Doch er zeigt sich nicht leicht. Um ihn herum ziehen sich dunkle Linien wie Spuren gelebter Erfahrung, sie sind nicht Bedrohung, sondern Zeugen eines Weges, der nicht immer sanft war.

Dann geschieht etwas Entscheidendes: Die Sehnsucht tritt nicht fordernd auf, sondern beschreibt eine Bewegung des behutsamen Umfangens. Ein gelber Bogen legt sich um den Kern, kein Zugriff, kein Festhalten, sondern ein Raum, der sagt: Du darfst sein.

In dieser Geste liegt die eigentliche Wandlung. Denn der Kern reagiert nicht auf Druck, sondern auf Resonanz. Er beginnt, sich zu öffnen, nicht abrupt, nicht vollständig, sondern genau so weit, wie Vertrauen es erlaubt.

Und genau hier wird sichtbar, was oft verborgen bleibt: Liebe ist kein Ziel, das erreicht wird. Sie ist das, was sich zeigt, wenn Sehnsucht nicht greift, sondern hält.

Die Linien bleiben, die Welt bleibt unruhig, unvollständig. Doch im Innersten hat sich etwas verschoben. Der Kern ist nicht mehr nur geschützt, er ist erkennbar geworden.

Und in dieser Sichtbarkeit liegt die stille Wahrheit des Bildes:
Nicht das Suchen erfüllt die Sehnsucht, sondern das Umfangen lässt Liebe entstehen.

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Kalenderblatt
18. Januar

Liebe ist meist ein fataler Ausnahmefehler

Kalenderblatt vom 18. Januar
“Liebe ist meist ein fataler Ausnahmefehler”
“Love is mostly a fatal exception error”
“El amor es en la mayoría de los casos un fatal error excepcional”

Acryl, Quarzsand, Acrylpaste auf Acrylpapier ca. 15 x 21 cm

Dieses Bild ist kein sanftes Liebesbekenntnis, sondern eine schonungslose Wahrheit in Farbe gegossen. Das dominante, beinahe aggressive Rot wirkt wie ein emotionales Hochspannungsfeld, Liebe als Zustand maximaler Intensität, als inneres Brennen, das nicht wärmt, sondern verzehrt. Es ist das Rot der Leidenschaft, aber auch das Rot der Warnung. Nichts hier ist harmlos, nichts dekorativ. Liebe erscheint als Systemüberlastung, als Moment, in dem das Innere die eigenen Sicherungen sprengt.

Die grobe, körnige Oberfläche aus Quarzsand und Acrylpaste verstärkt diesen Eindruck spürbar. Sie verweigert jede Glätte, jede Romantisierung. Liebe ist hier Widerstand, Reibung, ein permanentes Aneinanderstoßen von Bedürfnissen, Erwartungen und Ängsten. Man spürt förmlich, dass dieses Gefühl nicht fließt, sondern stockt, kratzt, schmerzt. Die Materie selbst scheint zu sagen: Das hier ist kein leichter Zustand.

Die klaren, fast technisch wirkenden Linien schneiden durch das emotionale Chaos wie Fehlermeldungen in einem überlasteten System. Die weiße Linie wirkt wie ein abrupter Abbruch, ein Moment der Klarheit oder des Zusammenbruchs. Die dunkle Linie hingegen zieht sich diagonal durch das Bild wie ein unausweichlicher Prozess, der längst gestartet ist und nicht mehr gestoppt werden kann. Der goldene Keil schließlich ist kein romantisches Licht, sondern eher ein ironischer Hoffnungsschimmer: das Versprechen von Sinn, das im selben Moment wieder infrage gestellt wird.

Der Titel „Liebe ist meist ein fataler Ausnahmefehler“ wirkt wie die präzise Diagnose zu diesem visuellen Zustand. Liebe erscheint nicht als Regelbetrieb, sondern als Störung,  als Zustand, für den wir emotional nicht programmiert sind. Sie bringt Systeme zum Absturz, entlarvt innere Widersprüche und zwingt uns, uns selbst neu zu starten. Genau darin liegt ihre Brutalität  und ihre Wahrheit.

Dieses Bild verführt nicht. Es konfrontiert. Es sagt: Liebe ist kein sicherer Ort, sondern ein Risiko. Ein Moment, in dem wir alles verlieren können,  Kontrolle, Stabilität, Selbstbild. Und vielleicht ist genau das ihre radikalste Qualität: dass sie uns zwingt, den Fehler nicht zu beheben, sondern ihn auszuhalten.

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