Kalenderblatt
26. Februar

Muktinath wir kommen!

Kalenderblatt vom 26. Februar
“Muktinath wir kommen!”
“Muktinath we are coming!”
“Muktinath llegaremos!”

Acryl, Acrylpaste, Pigment auf Acrylpapier ca. 15 x 21 cm

„Muktinath wir kommen!“ ist ein Aufbruch. Ein Manifest in Farbe. Ein innerer Schwur, sichtbar gemacht in vertikalen Bahnen, die wie Tore wirken oder wie Stationen einer Pilgerreise.

Zwei leuchtende Goldflächen rahmen die Komposition. Gold steht hier nicht für Dekoration, sondern für Bewusstsein. Für das Heilige. Für das Ziel. Es ist das Versprechen von Weite, Erfüllung und Transzendenz. Doch dieses Gold ist nicht glatt oder steril, seine Struktur wirkt lebendig, fast archaisch. Es erzählt von Erde, von Staub, von gelebter Erfahrung. Der Weg zum Heiligen führt nicht am Irdischen vorbei, sondern durch es hindurch.

Daneben ein kühles Grau. Ein Streifen der Sammlung, der Klärung, vielleicht auch der Zweifel. Grau ist der Zwischenraum, das Innehalten vor der Entscheidung. Es ist der mentale Korridor zwischen Sehnsucht und Entschluss. Hier wird geprüft, sortiert, ausgerichtet.

In der Mitte ein weißer Kanal. Weiß als Achse. Als Atem. Als Leere, die alles enthält. Dieser Streifen wirkt wie ein Lichtschacht, ein innerer Aufstieg. Er ist weder Ziel noch Anfang, sondern Durchgang. Reinheit nicht im moralischen Sinn, sondern als Reduktion auf das Wesentliche: Ich gehe.

Und dann das Rot. Tief, vibrierend, unübersehbar. Rot ist Bewegung. Rot ist Herzschlag. Rot ist das kompromisslose Ja. Es trägt eine körperliche Präsenz in sich, fast wie geronnenes Feuer. Hier wird aus Idee Handlung. Aus Vision Commitment. Dieses Rot ist kein dekorativer Akzent, es ist der Motor der Reise.

Die vertikale Anordnung der Farbfelder verstärkt die Aussage: Alles strebt nach oben. Alles ist Ausrichtung. Kein Horizont, keine Ablenkung, kein Beiwerk. Nur Klarheit. Nur Richtung.

Der Titel „Muktinath wir kommen!“ verleiht der Arbeit eine zusätzliche Dimension. Muktinath, ein Ort der Befreiung, der spirituellen Reinigung, des Übergangs. Doch dieses Bild zeigt keinen geografischen Ort. Es zeigt die innere Vorbereitung. Die Entscheidung, sich auf den Weg zu machen. Die bewusste Annahme des Rufes.

In seiner Reduktion liegt seine Kraft. In seiner Strenge liegt seine Wahrhaftigkeit. Dieses Werk spricht nicht laut, aber es spricht eindeutig:
Der Weg ist klar. Die Energie ist da. Das Ziel ist heilig. Wir sind unterwegs.

 

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Kalenderblatt
26. Februar

Drahtzieher

Das Kalenderblatt zum 26. Februar
“Drahtzieher”
“Puppet Master”
“Titiretero”

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Manchmal entscheidet nicht die Größe über die Macht, sondern die Verbindung. Genau diesen Moment macht „Drahtzieher“ sichtbar. Nicht als lautes Spektakel, sondern als konzentrierte Verdichtung von Energie, Einfluss und innerem Feuer.

In glühenden Rot- und Orangetönen breitet sich ein nahezu kosmischer Raum aus, der zugleich archaisch und innerseelisch wirkt. Das Feuer am oberen Bildrand scheint nicht einfach Lichtquelle zu sein, sondern Zentrum einer Energie, die alles durchdringt. Es ist ein pulsierender Kern, Sonne, Schöpfungsherd oder vielleicht das brennende Bewusstsein selbst.

Aus diesem Glutraum heraus steht eine kleine, beinahe schemenhafte Figur. Unspektakulär in ihrer Größe, fast verloren im monumentalen Farbraum  und doch der eigentliche Angelpunkt der Komposition. Von ihr führt eine feine Linie nach oben in das Leuchten hinein. Dieser zarte Faden wirkt unscheinbar, aber er ist entscheidend: Hier wird nicht gezogen, hier wird gelenkt. Die Geste ist minimal, die Wirkung maximal. Das ist die stille Dramaturgie des Bildes.

Der untere Bildbereich kontrastiert mit einer kühleren, fragmentierten Landschaft. Gebrochene Formen, graublaue Strukturen, eine Art zerklüftetes Terrain, wie eine Welt im Zustand der Bewegung oder Zersplitterung. Während oben das Feuer der Ursache lodert, liegt unten das Feld der Wirkung. Oben Impuls, unten Realität. Dazwischen die Figur, der Vermittler, der Initiator, der Drahtzieher.

Die Materialität verstärkt diese Aussage. Die Acrylpaste schafft Relief, Widerstand, Verdichtung. Nichts ist glatt, nichts gefällig. Die Oberfläche wirkt wie aufgerissen, wie unter Spannung. Dadurch entsteht eine physische Präsenz, die den inhaltlichen Kern unterstreicht: Macht ist kein abstrakter Gedanke, sie hinterlässt Spuren. Sie formt Landschaften, innere wie äußere.

Doch „Drahtzieher“ ist kein plattes Machtbild. Es ist subtiler. Die Figur wirkt nicht dominant, sondern beinahe demütig vor der Glut. Vielleicht zeigt das Werk, dass der wahre Drahtzieher nicht der ist, der sichtbar befiehlt, sondern derjenige, der mit feinem Gespür Energien verbindet. Ein Impuls genügt, um Welten zu verschieben.

So gelesen wird das Bild zu einer Reflexion über Einfluss und Verantwortung. Wer oder was steuert die Kräfte in unserem Leben? Sind wir Spielball der Glut, oder halten wir selbst den Faden? Die Komposition lässt diese Frage offen und zwingt den Betrachter, Stellung zu beziehen.

„Drahtzieher“ ist damit nicht nur ein visuelles Ereignis, sondern eine psychologische Bühne. Ein Werk über die unsichtbaren Verbindungen zwischen Ursprung und Manifestation, zwischen innerem Feuer und äußerer Form. Es zeigt, dass das Entscheidende oft nicht im Vordergrund geschieht, sondern an dem Punkt, an dem ein feiner Draht das Unsichtbare mit der sichtbaren Welt verknüpft.

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