Kalenderblatt
5. August

Mittagssonne im See

Kalenderblatt vom 5. August
„Mittagssonne im See“
„Noonday sun in the lake“
„Sol de mediodía en el lago“

Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

„Mittagssonne im See“ entfaltet eine stille Intensität, die sich erst nach und nach erschließt. Was zunächst wie ein freies Spiel aus Farbe, Struktur und Bewegung erscheint, verwandelt sich beim längeren Betrachten in eine lichtdurchflutete Wasserlandschaft. Die Reflexe der Mittagssonne scheinen über die Oberfläche des Sees zu gleiten, brechen sich im Wasser und lösen den festen Blick in ein flimmerndes Wechselspiel aus Licht und Spiegelung auf.

Die Arbeit lebt von einer kraftvollen Spachtelstruktur, die der Bildfläche eine ausgeprägte haptische Präsenz verleiht. Schicht um Schicht entstehen Bewegungen, Überlagerungen und feine Brüche, die den Eindruck fließenden Wassers ebenso hervorrufen wie die Flüchtigkeit eines flüchtigen Augenblicks. Die Acrylpaste verleiht dem Werk dabei eine zusätzliche räumliche Dimension und macht das Licht nahezu greifbar.

Die kühlen Blau- und Graunuancen stehen in lebendigem Dialog mit warmem Gelb, gebrochenem Weiß und goldenen Akzenten. Diese Farbklänge erinnern an das Zusammenspiel von Himmel, Sonne und Wasser, ohne eine konkrete Landschaft abzubilden. Vielmehr entsteht ein atmosphärischer Raum zwischen Wahrnehmung und Erinnerung, zwischen äußerer Natur und innerem Erleben.

Der bewusste Verzicht auf gegenständliche Formen eröffnet dem Betrachter einen weiten Interpretationsraum. Das Bild beschreibt keinen bestimmten Ort, sondern einen Zustand: den kurzen Moment, in dem das Licht die Oberfläche des Wassers vollständig durchdringt und für einen Augenblick alles in Schwingung versetzt.

„Mittagssonne im See“ lädt dazu ein, sich diesem Augenblick hinzugeben. Es ist weniger eine Darstellung der Natur als eine Verdichtung von Licht, Bewegung und Stille. Das Werk eröffnet einen kontemplativen Raum, in dem sich das Flüchtige für einen Moment zu etwas Bleibendem verwandelt.

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Kalenderblatt
5. August

Kalenderblatt 5. August

Das Kalenderblatt zum 5. August
„Still gewordene Sehnsucht“

„Longing that has become silent“
„Anhelo que se ha vuelto silencioso“
Aquarell und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

In „Still gewordene Sehnsucht“ verbinden sich transparente Aquarellschichten und reliefartige Acrylpaste zu einem Bildraum von großer atmosphärischer Dichte. Die feinen Übergänge der Farbe stehen im spannungsvollen Dialog mit der haptischen Oberfläche und verleihen dem Werk eine stille, beinahe meditative Präsenz.

Im Zentrum glimmt ein warmes Leuchten in Rot-, Gold- und Orangetönen, das sich sanft aus den kühleren, nebelhaften Randbereichen erhebt. Licht scheint hier nicht von außen auf die Bildfläche zu fallen, sondern aus ihr selbst hervorzutreten. So entsteht der Eindruck einer inneren Landschaft, in der Erinnerung, Hoffnung und Vergänglichkeit ineinander übergehen.

Die im Titel angesprochene Sehnsucht richtet sich nicht auf ein bestimmtes Ziel. Sie erscheint vielmehr als stille Grundbewegung des Menschen, als eine Kraft, die ihre Unruhe verloren hat und sich in achtsame Gegenwärtigkeit verwandelt. Was einst drängend war, wird zu einer leisen, beständigen Präsenz.

Das Werk verweigert sich einer eindeutigen Lesart. Es eröffnet einen offenen Erfahrungsraum, in dem Farbe, Struktur und Licht zu Trägern innerer Resonanz werden. Gerade diese Zurückhaltung macht „Still gewordene Sehnsucht“ zu einem Bild, das weniger betrachtet als erlebt werden möchte.In „Still gewordene Sehnsucht“ verbinden sich transparente Aquarellschichten und reliefartige Acrylpaste zu einem Bildraum von großer atmosphärischer Dichte. Die feinen Übergänge der Farbe stehen im spannungsvollen Dialog mit der haptischen Oberfläche und verleihen dem Werk eine stille, beinahe meditative Präsenz.

Im Zentrum glimmt ein warmes Leuchten in Rot-, Gold- und Orangetönen, das sich sanft aus den kühleren, nebelhaften Randbereichen erhebt. Licht scheint hier nicht von außen auf die Bildfläche zu fallen, sondern aus ihr selbst hervorzutreten. So entsteht der Eindruck einer inneren Landschaft, in der Erinnerung, Hoffnung und Vergänglichkeit ineinander übergehen.

Die im Titel angesprochene Sehnsucht richtet sich nicht auf ein bestimmtes Ziel. Sie erscheint vielmehr als stille Grundbewegung des Menschen, als eine Kraft, die ihre Unruhe verloren hat und sich in achtsame Gegenwärtigkeit verwandelt. Was einst drängend war, wird zu einer leisen, beständigen Präsenz.

Das Werk verweigert sich einer eindeutigen Lesart. Es eröffnet einen offenen Erfahrungsraum, in dem Farbe, Struktur und Licht zu Trägern innerer Resonanz werden. Gerade diese Zurückhaltung macht „Still gewordene Sehnsucht“ zu einem Bild, das weniger betrachtet als erlebt werden möchte.

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