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Kalenderblatt
27. April

Morgen am See

Kalenderblatt vom 27. April
“Morgen am See”
“Morning lake-side”
“Mañana al lago”

Gesso, Tusche auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

Morgen am See“ ist die Reduktion eines ganzen Tagesanfangs auf sein geistiges Urereignis. Hier wird nicht einfach ein See gezeigt, nicht einfach ein Himmel, nicht einfach eine Sonne, hier wird der Augenblick sichtbar gemacht, in dem die Welt aus der Nacht zurück in ihre erste Klarheit tritt.

Die tiefschwarzen, tuschehaften Uferzonen am unteren Bildrand wirken wie stumme Erinnerungen an das Ungeformte, an das noch Schlafende, an die Reste der Dunkelheit, die sich wie Gedankenfetzen im Bewusstsein halten. Diese vegetativen, fast kalligraphischen Formen besitzen etwas Archaisches, als seien es die ersten Schriftzeichen des Morgens, die sich aus dem Schweigen heraus notieren. Der See selbst ist kaum materiell vorhanden und doch spürbar: als Spiegelraum, als Atemfläche, als Zone der Sammlung. Alles ruht. Alles wartet.

Und dann geschieht das eigentliche Ereignis dieses Bildes: die Sonne erscheint nicht als fernes Gestirn, sondern als absolute Setzung. Dieses intensive Rot ist kein dekorativer Farbpunkt, es ist ein Zentrum von Wärme, Willen und neuer Lebensmacht. Es hängt groß und unbeirrbar über der Szene wie ein Siegel. Ein Versprechen. Ein Ursprung. Umgeben wird diese Sonne von einem gleissenden, beinahe unwirklichen Gelb, das den Himmel nicht beschreibt, sondern ihn energetisch auflädt. Dieses Gelb ist Licht in seiner reinsten Form: nicht sanft, nicht romantisch, sondern entschieden. Es drängt ins Bild wie eine schöpferische Welle und schiebt die Reste des Grauens der Nacht beiseite. Der Morgen kommt hier nicht leise, er setzt sich durch.

Gerade in dieser radikalen Vereinfachung liegt die große Kraft des Werkes. Wenige Formen, wenige Farben, kaum erzählerische Details  und dennoch entsteht ein Raum von enormer innerer Weite. Denn „Morgen am See“ erzählt von jenem täglichen Wunder, das wir meist übersehen: dass jeder neue Tag ein metaphysischer Neubeginn ist. Das Rot der Sonne sagt: Es beginnt. Das Gelb des Himmels sagt: Es wird hell in dir. Die dunklen Linien des Ufers sagen: Auch das Schwere darf noch da sein. Und der stille See dazwischen sagt: Halte inne. Nimm diesen ersten Atemzug des Tages bewusst entgegen.

So wird dieses kleine Werk zu einer stillen Meditation über Hoffnung, Sammlung und Wiedergeburt. Es erinnert daran, dass der Morgen nicht nur draußen über dem Wasser stattfindet, sondern ebenso im Inneren des Menschen. Jeder See trägt einen Himmel. Jeder Himmel trägt eine Sonne. Und jede Seele kennt diesen Moment, in dem nach langer Nacht plötzlich wieder Licht möglich wird. „Morgen am See“ ist deshalb das Bild eines äußeren Sonnenaufgangs  und zugleich das Bild eines inneren Erwachens.

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Kalenderblatt
22. Dezember

Die See meines Lebens hat sich beruhigt und spiegelt sich im JETZT

Kalenderblatt vom 22. Dezember rot
“Die See meines Lebens hat sich beruhigt und spiegelt sich im JETZT”
“The sea of my life had calmed down and mirrors himself in the Present”
“El lago de mía vida ha calmadose y esta reflejandose por la presente”

 Acryl, Acrylpaste auf Aquarellpapier ca. 15 x 21 cm

Dieses Bild ist ein Zustand. Es erzählt von einer inneren See, die nicht mehr tobt, nicht mehr beweisen muss, nicht mehr nach Horizonten greift, sondern im Jetzt angekommen ist. Die Farbschichten wirken wie Erinnerungen, die sich übereinandergelegt haben, Erfahrungen, Verletzungen, Erkenntnisse  und die nun nicht mehr kämpfen, sondern einander tragen. Das tiefe Blau bildet den Raum der Weite, der Tiefe, des Gewordenseins. Es ist kein dramatisches Blau, sondern ein wissendes Blau, eines, das Stürme kennt und sie hinter sich gelassen hat.

Das leuchtende Grün und das warme Gelb erscheinen wie Inseln der Klarheit, wie Lichtfelder im Bewusstsein. Sie breiten sich nicht aggressiv aus, sie fließen. Nichts drängt, nichts will schneller sein als der Moment. Genau darin liegt die Kraft dieses Werkes: Es strahlt Ruhe aus, ohne stillzustehen. Die Bewegung ist da, aber sie ist weich, rhythmisch, getragen, wie der Atem eines Menschen, der aufgehört hat, sich selbst zu überholen.

Die horizontale Struktur verleiht dem Bild eine stille Würde. Sie erinnert an einen Horizont, der nicht mehr Ziel ist, sondern Gegenwart. Vergangenheit und Zukunft verlieren ihre Schärfe, sie verschmelzen zu einer einzigen Ebene des Seins. Die spiegelnden Farbflächen wirken wie Wasser, das nicht mehr verzerrt, sondern wahrhaftig reflektiert. Wer hier schaut, schaut nicht hinaus,  sondern hinein.

Dieses Bild spricht zu Menschen, die viel gelebt haben. Zu Menschen, die ihre inneren Stürme kennen und dennoch den Mut hatten, nicht zu verhärten. Es ist eine visuelle Aussage von innerer Souveränität, von Versöhnung mit dem eigenen Weg. Kein Triumph, kein lauter Abschluss,  sondern ein Ankommen. Die See des Lebens hat sich beruhigt, nicht weil alles perfekt ist, sondern weil Akzeptanz tiefer wirkt als Kontrolle.

Wer dieses Werk betrachtet, spürt: Hier ruht eine Erfahrung, die nicht erklärt werden will, sondern gefühlt werden darf. Es ist ein Bild für das Jetzt. Und für all jene, die bereit sind, ihm zu vertrauen.

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