
Das Kalenderblatt zum 11. Februar
“Transformationsfeld”
“Field of Transformation”
“Campo de Transformación”
Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm
Dieses Bild wirkt wie ein energetischer Resonanzraum, in dem Materie nicht nur Farbe trägt, sondern Bedeutung verdichtet. Aus der ersten Wahrnehmung heraus entsteht das Gefühl, als betrete man ein Feld, in dem etwas bereits geschehen ist, oder gerade im Begriff steht, sich zu verwandeln. Die warmen Gelb- und Orangetöne leuchten nicht dekorativ, sondern wie innere Hitze, wie gespeicherte Erfahrung, die sich an der Oberfläche ihren Weg nach außen bahnt.
Im Zentrum verdichtet sich die Komposition zu einer dunkleren, fast torartigen Zone. Sie wirkt wie eine Schwelle, nicht als Barriere, sondern als Einladung: ein Übergang von Sichtbarem zu Verborgenem. Genau hier entfaltet sich die stärkste Spannung, zwischen Verdichtung und Auflösung, zwischen Form und dem Moment, in dem Form wieder zu reiner Energie wird. Die violetten und tiefen Nuancen tragen eine leise Gravität, als würden sie das Geschehen erden und zugleich in eine transpersonale Tiefe öffnen.
Die pastosen Schichten erzählen von einem Prozess, der nicht linear, sondern alchemistisch gedacht werden kann: Etwas wird erhitzt, gebrochen, neu gebunden. Die Oberfläche ist kein Hintergrund, sondern ein Speicher von Bewegung, ein Protokoll von Eingriffen, Entscheidungen, Korrekturen, ein sichtbarer Dialog zwischen Kontrolle und Hingabe. Dadurch entsteht der Eindruck, dass hier nicht einfach gemalt wurde, sondern dass sich Substanz durch Widerstand hindurch verwandelt hat.
Besonders stark ist die Wirkung der seitlichen Bereiche, die wie Fragmente eines Raumes erscheinen, der sich nur teilweise preisgibt. Sie erzeugen das Gefühl, dass das eigentliche Geschehen hinter der sichtbaren Schicht weitergeht. Das Bild behauptet nichts Endgültiges; es hält einen Zustand fest, in dem alles noch möglich ist, ein Moment maximaler Spannung kurz vor der Neuordnung.
So wird das Werk zu einem Transformationsfeld im eigentlichen Sinn: ein Ort, an dem Wahrnehmung, Erinnerung und Material ineinandergreifen. Es spricht nicht laut, sondern mit der Autorität eines Prozesses, der bereits Tiefe gewonnen hat. Wer sich darauf einlässt, erlebt weniger ein Motiv als vielmehr eine Erfahrung von Wandlung, leise, glühend, unausweichlich.
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https://www.juanlobo.info/widerrufsbelehrung/).
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