
Kalenderblatt vom 16. August
„Wer steht auf dem Mond und lacht ins All?“
„Who Is Standing on the Moon, Laughing into Space?“
„¿Quién está en la Luna riéndose hacia el espacio?“
Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm
Vielleicht ist die entscheidende Frage gar nicht, wer dort auf dem Mond steht. Vielleicht fragt das Bild vielmehr, wer wir wären, wenn wir für einen Augenblick außerhalb unserer gewohnten Welt stehen könnten.
Das Lachen ins All wird dann zu einem Zeichen der Befreiung. Die Grenzen des Alltäglichen verlieren ihre Macht. Was eben noch fest, schwer und selbstverständlich erschien, wird klein vor der Weite des Kosmos.
Der helle Kreis wird zum Übergang zwischen Wirklichkeiten. Das tiefe Blau trägt die Unendlichkeit, während Gelb, Gold und Rot wie kleine Lebenszeichen aus der Dunkelheit hervorbrechen. Sie wirken wie Spuren einer Welt, die noch nicht vollständig sichtbar geworden ist.
Und irgendwo in dieser Weite steht jemand und lacht.
Vielleicht ein Mensch. Vielleicht eine Seele. Vielleicht du selbst.
Nicht weil das Universum lächerlich wäre, sondern weil für einen einzigen Augenblick die ungeheure Komik unserer selbstgebauten Grenzen sichtbar wird.
„Wer steht auf dem Mond und lacht ins All?“ ist damit weniger eine Frage als eine Einladung: die vertraute Perspektive zu verlassen und sich daran zu erinnern, dass Wirklichkeit möglicherweise größer ist als das, was wir für wirklich halten.