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Kalenderblatt
7. Februar

Das verflixte siebente Bild

Das Kalenderblatt zum 7. Februar
“Das verflixte siebente Bild”
“The darned 7th painting”
“La
maldita pintura séptima”

Aquarell, Gelstift auf Aquarellbütten ca 20 x 15 cm

„Das verflixte siebente Bild“ wirkt wie ein Moment, der sich dem Zugriff entzieht, ein Bild über das Ringen mit dem Eigenwillen des Kreativen, über jene Schwelle, an der Technik, Wille und Erwartung versagen und etwas Eigenständiges das Kommando übernimmt. Die Landschaft ist nur vordergründig eine Landschaft. In Wahrheit sehen wir einen inneren Zustand, eine Phase der Verdichtung, des Zweifelns, des tastenden Voranschreitens.

Die wässrig verlaufenden Braun- und Ockertöne wirken wie Gedanken, die sich nicht mehr klar trennen lassen. Sie stoßen aneinander, vermischen sich, kippen ins Unkontrollierbare. Das Gelb glüht wie Hoffnung, wie ein plötzliches Aufleuchten von Sinn, doch es bleibt fragmentarisch, eingewoben in ein Geflecht aus Erde, Rauch und Erinnerung. Nichts ist hier stabil, nichts endgültig. Alles ist Übergang.

Der Himmel, kühl und zurückhaltend, scheint Distanz zu schaffen, als würde er sagen: Du darfst schauen, aber nicht festhalten. Und dann diese kleinen geometrischen Zeichen links oben: Fremdkörper, Störungen, Denkmarken. Sie erinnern an Versuche, Ordnung zu schaffen, an konzeptuelle Eingriffe, die der Intuition gegenüberstehen. Gerade dadurch verstärken sie die Spannung: Ratio gegen Fluss, Kontrolle gegen Hingabe.

Der Titel ist kein Zufall. Das „verflixte siebente Bild“ ist das Bild, das sich sperrt. Das Bild, das nicht gefallen will. Das Bild, das den Künstler zwingt, ehrlich zu werden oder loszulassen. Und genau darin liegt seine Kraft. Es ist nicht dekorativ, es ist wahr. Es erzählt von der Grenze zwischen Können und Geschehenlassen, zwischen Absicht und Ergebnis.

Dieses Werk spricht leise, aber eindringlich. Es verlangt kein Gefallen, sondern Präsenz. Wer sich darauf einlässt, erkennt: Manche Bilder sind nicht dazu da, geliebt zu werden, sondern um etwas in Bewegung zu bringen.

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Kalenderblatt
7. Februar

Kalenderblatt vom 07. Februar
“Luftlinie 6294 km zum Himalaya”
“Air-line distance 6294 km to the Himalayas”
“Aerolínea 6294 km a Himalaya”

Acryl. Bleistift, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

„Luftlinie 6294 km zum Himalaya“ ist kein Landschaftsbild im geografischen Sinn, es ist eine innere Wegmarke, ein gemalter Abstand zwischen Hier und Dort, zwischen dem Alltäglichen und dem Erhabenen. Die Komposition öffnet sich wie ein atmender Horizont: oben das gleißende Gelb, durchzogen von warmen Orange- und Ockertönen, wirkt wie eine verdichtete Sonne, ein geistiger Raum, der nicht scheint, sondern zieht. Darunter schieben sich kantige, zerklüftete Formen in Blau, Grau und Weiß ineinander, Gebirge aus Erinnerung, Erfahrung, Widerstand.

Die Bleistiftlinien sind sichtbar geblieben, tastend, suchend, fast fragil. Sie verleihen dem Bild eine menschliche Unsicherheit, als würde der Weg nicht behauptet, sondern immer wieder neu vermessen. Acrylpaste hebt einzelne Partien an, macht sie körperlich, greifbar, als müsse man die Distanz nicht nur sehen, sondern fühlen, Schicht für Schicht. Die Berge erscheinen dadurch nicht monumental im klassischen Sinn, sondern innerlich aufgerichtet, wie Hindernisse, die zugleich Prüfungen und Initiationen sind.

Das Blau spricht von Tiefe, Kälte, Konzentration, mentaler Höhe, nicht romantischer Ferne. Dazwischen brechen rote Akzente hervor, roh und ungezähmt, wie Lebensenergie, wie Blutspuren des Weges, wie Erinnerung daran, dass jede Annäherung an das Wesentliche durch Reibung entsteht. Nichts ist glatt, nichts gefällig. Dieses Bild will nicht gefallen, es will wahr sein.

Der Titel verankert das Werk radikal: 6294 Kilometer, eine exakte Zahl, nüchtern, fast technisch. Und doch ist sie reine Metapher. Denn diese Entfernung misst keinen Raum, sondern Bewusstsein. Der Himalaya steht hier nicht für ein Gebirge, sondern für das absolute Außen, das höchste Innen, den Punkt, an dem sich Erdschwere und Geist berühren. Die Luftlinie ist kurz, der Weg jedoch existentiell.

Dieses Bild erzählt von Sehnsucht ohne Sentimentalität, von Spiritualität ohne Ornament, von einer Bewegung, die nicht ankommt, sondern ausrichtet. Es ist ein Werk für Menschen, die wissen, dass Transformation nicht im Ziel liegt, sondern im Gehen, im Schichten, im Aushalten der eigenen Konturen. „Luftlinie 6294 km zum Himalaya“ ist kein Versprechen auf Ankunft, es ist eine Einladung, loszugehen.

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