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Kalenderblatt
31. März

Der Hüter der Trommel ist in der Diskothek

Kalenderblatt vom 31. März
“Der Hüter der Trommel ist in der Diskothek”
“The guardian of the drum is in the discotheque”
“El guardián del tambor es en la discoteca”

Quarzsand, Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

Es war einmal, in einer Welt, in der Rhythmen nicht nur gehört, sondern gelebt wurden, ein uralter Hüter, dessen Aufgabe es war, den Herzschlag der Erde zu bewahren. Man nannte ihn den Hüter der Trommel. Seine Trommel war kein gewöhnliches Instrument, sie war ein Tor zwischen den Welten, geschlagen aus Licht, Zeit und Erinnerung.

Doch eines Tages geschah etwas Unvorhergesehenes.

Der Hüter erwachte nicht mehr im stillen Wald, wo das Moos seine Schritte dämpfte und die Sterne ihm Geschichten zuflüsterten. Stattdessen fand er sich in einem Raum wieder, der pulsierte, flackerte und vibrierte, einer Diskothek aus Licht und Schatten, in der Menschen sich im Takt unsichtbarer Kräfte bewegten.

Zunächst war er verwirrt.

Die Trommeln, die er kannte, waren tief, erdig, verbunden mit dem Atem der Welt. Doch hier war der Rhythmus anders: schneller, lauter, zerrissen  und doch lebendig. Farben wirbelten wie Geister um ihn herum, Rot wie loderndes Feuer, Weiß wie ein plötzlicher Blitz, Blau wie die Tiefe eines endlosen Himmels. Über allem schwebte eine leuchtende Kugel, eine zweite Sonne, fremd und doch vertraut.

Der Hüter hob seine Trommel.

Er zögerte.

Denn er spürte, dass dieser Ort ihn prüfte.

Dann schlug er.

Ein einziger Schlag, tief, uralt, durchdringend.

Und plötzlich geschah etwas Wunderbares.

Die wilden, zersplitterten Rhythmen der Diskothek begannen sich zu verändern. Sie fanden zusammen, verbanden sich mit dem Herzschlag seiner Trommel. Die tanzenden Menschen hielten inne, nur für einen Atemzug, und etwas in ihnen erinnerte sich. An Ursprung. An Verbindung. An das große Ganze.

Die goldenen Linien, die den Raum durchzogen wie ein verborgenes Zeichen, begannen zu leuchten. Ein Dreieck entstand, ein uraltes Symbol für Körper, Geist und Seele, und in seinem Zentrum glühte ein neuer Takt.

Der Hüter lächelte.

Er verstand.

Die Welt hatte sich nicht verloren, sie hatte sich nur verwandelt.

Und so blieb er.

Nicht mehr im Wald, nicht mehr in der Stille, sondern mitten im Lärm, im Licht, im Chaos. Denn er wusste nun: Auch in der lautesten Diskothek schlägt ein Herz, das gehört werden will.

Und wer genau hinhört, kann es spüren.

Den leisen, uralten Rhythmus.

Den Klang der Trommel.

Den Ruf des Hüters.

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Kalenderblatt
31. März

Gewimmel

Das Kalenderblatt zum 31. März
“Gewimmel”
“Hustle and bustle”
“Bullicio”

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

In einer Welt, in der es keinen Anfang und kein Ende zu geben schien, waberte das Leben in unaufhörlicher Bewegung. Alles war gleichzeitig da: Formen, die sich berührten, überlappten, ineinanderflossen, als hätten sie vergessen, wo sie selbst aufhörten und wo das Andere begann. Ein Gewimmel aus Existenzen, jede für sich ein kleines Universum und doch untrennbar verbunden.

Mitten in diesem pulsierenden Feld erwachte eine kleine Gestalt. Sie wusste nicht, woher sie kam, nur, dass sie Teil dieses vibrierenden Chaos war. Um sie herum tanzten Schatten und Linien, kratzten, schoben, rieben sich aneinander, als wollten sie ein Geheimnis freilegen, das keiner ganz aussprechen konnte. Es war laut, nicht im Klang, sondern im Sein.

Die Gestalt begann sich zu bewegen. Erst zögerlich, dann entschlossener. Doch egal, wohin sie sich wandte, sie stieß auf andere: Gedanken, Erinnerungen, fremde Energien, die sich wie lebendige Wesen durch diesen Raum bewegten. Manche waren sanft, andere wild, wieder andere schienen wie flüchtige Funken einer längst vergessenen Geschichte.

Plötzlich tauchte ein intensives Leuchten auf, warm, glühend, fast wie ein Herzschlag aus Farbe. Es zog die Gestalt an. Je näher sie kam, desto mehr erkannte sie: Dieses Zentrum war kein Ort, sondern ein Zustand. Ein Moment, in dem alles gleichzeitig existierte, Ordnung und Chaos, Nähe und Überforderung, Verbindung und Verlust.

Und in diesem Augenblick geschah etwas Unerwartetes.

Die Gestalt hörte auf, sich zu wehren.

Sie ließ das Gewimmel durch sich hindurchfließen. Die Linien wurden zu Wegen, die Farben zu Stimmen, das Chaos zu einem Tanz. Was vorher bedrängte, begann sich zu öffnen. Was verwirrte, wurde plötzlich verständlich, nicht mit dem Verstand, sondern mit einem tiefen inneren Wissen.

Denn das Gewimmel war nie gegen sie gewesen.

Es war sie.

Und so stand sie nicht mehr mitten im Durcheinander, sondern als lebendiger Teil eines großen, atmenden Geflechts, das sich ständig neu erschuf. Kein Stillstand, kein endgültiges Bild, nur Bewegung, Transformation, Leben.

Und vielleicht, dachte sie, ist genau das die Wahrheit:

Dass wir nicht aus dem Chaos entkommen müssen, sondern lernen, in ihm zu tanzen.

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