Schlagwort-Archiv: zitronengelb

Kalenderblatt
20. April

Was will das zitronengelbe Dreieck hier

Kalenderblatt vom 20. April
“Was will das zitronengelbe Dreieck hier?”
“What does the citreus triangle in this area?'”
“Que hace el triángulo citrino aquí?”

Tusche, Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten, ca. 15 x 21 cm

In einer Welt aus fließenden Grautönen, aus Verläufen zwischen Ungewissheit und Ahnung, liegt dieses Bild wie ein innerer Seelenzustand offen vor uns. Die schwarzen Flecken wirken wie Verdichtungen von Erfahrung, wie Erinnerungen, die sich nicht mehr auflösen lassen – schwer, präsent, fast körperlich. Sie schweben im Raum, ohne klare Ordnung, und erzeugen ein Gefühl von Suchbewegung, von einem Dasein, das sich selbst noch nicht vollständig begriffen hat.

Und dann, fast wie ein Eingriff von außen, erscheint es: das zitronengelbe Dreieck.

Es ist kein Zufall. Es ist kein dekoratives Element. Es ist ein Störsignal.

Dieses Dreieck durchbricht die weiche, organische Struktur der Tuschelandschaft mit einer radikalen Klarheit. Seine Farbe ist nicht nur hell, sie ist wach, fast unangenehm wach. Es ist das Bewusstsein selbst, das sich plötzlich in eine diffuse Realität einschreibt. Ein scharfkantiger Gedanke inmitten von Nebel. Eine Entscheidung, die sich nicht länger aufschieben lässt.

Die Frage „Was will das zitronengelbe Dreieck hier?“ ist deshalb keine rhetorische, sie ist die zentrale Spannung des Bildes. Denn dieses Dreieck will etwas. Es fordert. Es drängt. Es insistiert.

Es könnte ein Hinweis sein, ein Marker, der sagt: Hier. Genau hier musst du hinsehen.
Es könnte ein Bruch sein, der Moment, in dem das Unbewusste nicht länger im Schatten bleiben darf.
Oder es ist ein Keil, der sich in die vertraute Struktur schiebt, um sie aufzubrechen.

Während die dunklen Formen für das stehen, was sich gesammelt hat, Vergangenheit, Emotion, vielleicht auch Verdrängung, ist das Dreieck die Zukunft in ihrer reinsten Form: noch nicht ausgefüllt, noch nicht weichgezeichnet, sondern klar, spitz und unausweichlich.

Gerade weil es nicht integriert ist, wirkt es so kraftvoll. Es gehört nicht dazu und genau deshalb verändert es alles.

Das Bild erzählt somit von einem inneren Moment, den jeder kennt: dem Augenblick, in dem etwas Fremdes, eine Idee, eine Erkenntnis, eine Wahrheit,  in unser gewohntes Denken eindringt und sich nicht mehr ignorieren lässt. Ein Moment, der irritiert, aber auch transformiert.

Das zitronengelbe Dreieck ist kein Fremdkörper. Es ist der Beginn von Bewusstsein.

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Kalenderblatt
8. April

Heute Morgen im Dschungel tauchte ein zitronengelbes Dreieck auf

Kalenderblatt vom 8. April
“Heute Morgen im Dschungel tauchte ein zitronengelbes Dreieck auf”
“This morning in the jungel a citreous triangle appeared”
“Esta mañana uno tríangulo citrino aparecía en la jungla”

Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

Zwischen den verschlungenen Ranken eines uralten Dschungels, dort, wo das Licht nur in zögernden Atemzügen den Boden berührt, begann eines Morgens etwas zu geschehen, das selbst die ältesten Wurzeln in ein leises Staunen versetzte. Die Luft war schwer von Geheimnissen, und jedes Blatt schien zu wissen, dass dieser Tag nicht wie die anderen sein würde.

Mitten im Gewirr aus dunklen Linien, Dornen und lebendigen Schatten erschien plötzlich etwas Fremdes. ein leuchtendes, zitronengelbes Dreieck, so klar und still, als wäre es nicht gewachsen, sondern gedacht worden. Es war kein Blatt, keine Blüte, kein Tier. Es war eine Form, die nicht zum Dschungel gehörte  und doch genau dort sein musste.

Die Tiere hielten inne. Der Jaguar, der lautlos durch das Dickicht strich, legte sich nieder. Die Vögel verstummten, als hätten sie ihre Lieder vergessen. Selbst der Wind verlor für einen Moment seine Richtung. Denn das Dreieck war nicht nur sichtbar, es war eine Botschaft.

„Was bist du?“ flüsterte eine alte Liane, die seit Jahrhunderten an einem zerfallenen Baumstamm hing.

Das Dreieck antwortete nicht mit Worten. Stattdessen begann es, sanft zu pulsieren, und mit jedem Puls veränderte sich der Dschungel ein wenig. Linien lösten sich aus ihrem Chaos, Formen begannen sich zu ordnen, und das Dunkel wurde durchzogen von einem kaum wahrnehmbaren Glanz.

Ein kleiner Affe, neugierig und furchtlos, näherte sich dem Dreieck. Als er es berührte, geschah etwas Seltsames: Er sah nicht mehr nur den Dschungel, er sah sich selbst als Teil davon. Er sah, wie jede Bewegung, jeder Sprung, jedes Rascheln verbunden war mit allem, was lebte. Und plötzlich verstand er etwas, das er nie gelernt hatte: Dass selbst im größten Gewirr eine verborgene Ordnung existiert.

Die Kunde verbreitete sich. Wesen um Wesen kam, um das Dreieck zu betrachten. Und jeder, der ihm nahekam, erkannte etwas anderes: Der Jaguar sah seine Kraft als Schutz, nicht als Bedrohung. Die Vögel hörten in ihrem Gesang plötzlich eine Harmonie, die sie zuvor nie bemerkt hatten. Und die alten Bäume erinnerten sich daran, dass auch sie einmal klein gewesen waren.

Doch so plötzlich, wie es erschienen war, begann das Dreieck zu verblassen. Nicht, weil es verschwand, sondern weil es sich in den Dschungel hinein verteilte. Sein Gelb sickerte in die Blätter, in die Augen der Tiere, in die Adern der Erde.

Am Ende blieb nichts Sichtbares zurück.

Und doch war alles anders.

Denn von diesem Morgen an trug jeder Winkel des Dschungels ein kleines Stück dieses Lichts in sich. Das Chaos blieb, aber es war nun durchzogen von Bewusstsein. Und wer genau hinsah, konnte erkennen, dass selbst im dichtesten Geflecht ein stilles, leuchtendes Dreieck weiterlebte.

Und so erzählten sich die Wesen noch lange danach von jenem Morgen, an dem etwas Unmögliches geschah,
als das Unsichtbare eine Form annahm, nur um zu zeigen, dass es immer schon da gewesen war.

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