Schlagwort-Archiv: Zen

Kalenderblatt
2. November

Die Schwingung der Ewigkeit sprengt den Kreis des Zen

Kalenderblatt vom 02. November
“Die Schwingung der Ewigkeit sprengt den Kreis des Zen”
“The vibration of eternity blow up the circle of Zen”
“La vibración de la eternidad dinamita la circular del Zen”

Acryl, Acrylpaste, Pigment, Glitter auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

Der Titel entfaltet eine vibrierende Spannung zwischen Bewegung und Stille, zwischen Grenzen und Unendlichkeit. Das Bild pulsiert in kräftigen Gelb-, Rot- und Blautönen, ein energetischer Wirbel aus Farbe, Struktur und Licht. Im Zentrum: ein kreisender Strom aus gelber Energie, der den Blick unwiderstehlich in sich hineinzieht, wie der Sog des Lebens selbst, der uns in die Tiefe unserer eigenen Existenz ruft.

Die Spirale aus Gold und Ocker scheint sich unaufhörlich zu drehen, sie erinnert an die Bewegung der Galaxien oder an die Schwingung eines Klanges, der sich ins Universum ergießt. Doch der Kreis, Symbol des Zen, des Vollkommenen, wird hier aufgebrochen, durchstoßen, transformiert. Das Rot sprengt nach außen, wie ein Akt des Erwachens, während das Blau des Hintergrundes die unendliche Weite des Bewusstseins ahnen lässt.

Eine kleine Legende erzählt: Einst war der Kreis des Zen vollkommen geschlossen, reine Form, vollkommene Ruhe. Doch eines Tages begann er zu atmen. Ein Lichtfunken, geboren aus der Stille, wollte sich erfahren. Er vibrierte, schwang, löste sich aus der Perfektion der Leere und wurde zum Tanz der Ewigkeit.

So ist dieses Werk mehr als ein Bild, es ist ein energetisches Tor, ein sichtbarer Abdruck der kosmischen Bewegung, die uns alle durchströmt. Die Schwingung der Ewigkeit, einmal gespürt, sprengt jeden Rahmen, jedes Dogma, jeden Kreis und führt uns mitten hinein in das grenzenlose Jetzt.

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Kalenderblatt
20. September

Wenn ZEN aus dem Ruder läuft

Kalenderblatt vom 20. September
“Wenn ZEN aus dem Ruder läuft”
“If ZEN gets our of control”
“Si ZEN se escapa de las manos”

Acryl, Acrylpaste, Graphit auf Aquarellpapier ca. 15 x 21 cm

Der Titel wirkt wie ein poetischer Schlag ins Gesicht. Das Bild zieht uns hinein in einen Strudel aus Bewegung, Kontrast und Energie. Der schwarze Kreis, roh und kraftvoll aufgetragen, öffnet sich in eine Spirale, die von Leitern durchzogen wird,  Leitern, die ins Nichts führen, oder vielleicht in ein anderes Bewusstsein. Die Atmosphäre ist zugleich dramatisch und meditativ, ein spannungsgeladener Widerspruch, der uns packt und nicht mehr loslässt.

Spontan taucht das Gefühl von Unruhe, Aufbruch und innerer Spannung auf. Der Blick sucht Halt, stolpert über die Leitern, die keine Sicherheit bieten, und landet schließlich beim leuchtend roten Kreis: ein Herz, ein Zentrum, ein Alarmzeichen. Hier entlädt sich die Kraft, roh, lebendig, ungezähmt. Es ist der Moment, in dem das vermeintlich Ruhige, das Disziplinierte, das Kontrollierte zerbricht und eine neue Energie, eine wilde Klarheit hervortritt.

Die Geschichte, die dieses Bild erzählt, ist die von einem Menschen, der sich auf den Weg ins Absolute gemacht hat, in die Stille, in die Struktur und der plötzlich merkt, dass er sich nicht bändigen lässt. Zen, das eigentlich für Ruhe und Balance steht, gerät hier ins Wanken. Was passiert, wenn Stille explodiert? Wenn Ordnung in Bewegung übergeht? Wenn Spiritualität nicht mehr sanft, sondern ungezähmt daherkommt? Genau hier liegt der Reiz.

Das Werk stellt dem Betrachter viele Fragen: Wo suche ich Halt? Welche meiner Leitern sind nur Illusion? Was passiert, wenn meine Kontrolle versagt? Und zugleich öffnet es neue Deutungsebenen: emotional als Spiegel innerer Zerrissenheit, spirituell als Erinnerung, dass Erleuchtung kein gerader Weg ist, sondern voller Irrwege, sozial als Bild einer Gesellschaft, die nach Halt sucht und ihn nicht findet, und sogar politisch als Symbol für Systeme, die zusammenbrechen, sobald das Chaos durchbricht.

Wenn Zen aus dem Ruder läuft, entsteht keine Katastrophe, sondern eine ungeheure kreative Kraft. Das Bild lädt ein, genau diese Energie zu spüren und sie als Teil des eigenen Lebens zu umarmen. Denn nur, wenn wir bereit sind, das „Aus-dem-Ruder-Laufen“ zuzulassen, können wir über uns selbst hinauswachsen.

Dieses Werk ist kein stilles Meditationsbild, sondern ein vibrierendes Statement. Es spricht die Sehnsucht nach Tiefe an, aber auch die Lust am Bruch, am Umbruch, am Neuanfang. Wer es besitzt, hängt sich nicht nur ein Bild an die Wand,  er holt sich einen kraftvollen Spiegel seiner eigenen Transformation ins Haus.


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