Schlagwortarchiv: Transformationswirbel

Kalenderblatt
24. August

Transformationswirbel

Kalenderblatt vom 24. August
„Transformationswirbel“
„Transformation Turbulence“
„Torbellino de transformación“

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

Im Zentrum des Bildes verdichtet sich ein goldgelber Kreis. Um ihn herum kreisen violette, rötliche und dunkle Linien, die sich überlagern, abbrechen und erneut in Bewegung geraten. Der Blick wird immer wieder zu diesem Kern zurückgeführt, ohne ihn endgültig entschlüsseln zu können.

Ist er Sonne, Auge, Öffnung oder ein noch unbekanntes Zentrum?

Im unteren Bildbereich breitet sich ein tiefes Blau aus. Es wirkt schwerer und ruhiger als die bewegten Farbbahnen darüber – wie Wasser, Erde, Schatten oder eine Fläche, die dem Aufbruch Widerstand entgegensetzt. Aus dem Weiß und Gelb des oberen Bildraums dringt dagegen ein starkes Licht hervor.

Doch dieses Licht erscheint nicht sanft.

Es wälzt sich durch die Formen, wird von violetten Bögen durchkreuzt und hinterlässt Spuren. Die pastosen Schichten aus Acrylpaste verstärken diesen Eindruck: Farbe wird nicht nur aufgetragen, sondern verdichtet, aufgerissen und bewegt.

Der Titel „Transformationswirbel“ beschreibt keinen geraden Weg von Dunkelheit zu Licht. Er verweist auf einen Zustand dazwischen: Das Vertraute löst sich, während das Neue noch keine feste Gestalt angenommen hat.

Transformation ist hier kein ruhiger Übergang. Sie ist Reibung, Bewegung und Ungewissheit.

Vielleicht liegt gerade darin die Kraft des Bildes: Es zeigt nicht das Ergebnis einer Veränderung, sondern den Wirbel selbst – jenen Augenblick, in dem ein „Vorher“ nicht mehr trägt und ein „Danach“ erst sichtbar werden muss.

 

 

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24. August

Transformationswirbel

Kalenderblatt vom 24. August
„Transformationswirbel“
„Transformation Turbulence“
„Torbellino de transformación“

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

Du öffnest das Fenster. Die Nacht hängt noch wie ein schwerer Vorhang vor dir, aber hinter den Wolken knetet jemand Licht. Es rollt nicht sanft, es wälzt sich,  als würde die Sonne lernen, neu zu atmen. Du hältst die Luft an. Violette Bögen greifen nach dir wie Saiten eines Instruments, das deinen Namen kennt. Unten das tiefe Blau: die alte Geschichte, zuverlässig, aber zu eng. Als der Wirbel dich berührt, merkst du, wie die Ränder weich werden. Nicht du trittst ins Bild – das Bild tritt in dich. Und plötzlich ist da kein „Vorher“ mehr, nur dieser helle Kern, der die Entscheidung bereits gefällt hat.

Ein kompositorisch zentriertes Wirbelmotiv, dessen pastose Reliefzonen das Licht brechen und die Blickführung mehrfach ins Zentrum zurücklenken. Die spannungsreiche Trias aus Goldgelb, Violett und Ultramarin erzeugt eine seltene Mischung aus Wärme, Transzendenz und Ruhe. Das Kleinformat (ca. 15×21 cm) überzeugt mit erstaunlicher Fernwirkung und eignet sich hervorragend für solitäre Hängung mit großzügigem Passepartout ebenso wie als Point d’Arrêt in Galeriewänden. Ein archetypisches Motiv der Erneuerung, sammlungswürdig für Positionen zwischen gestischer Abstraktion und symbolischer Malerei.

 

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