
Kalenderblatt vom 26. Oktober
„Zeitspuren in Ostbayern“
„Signs of time in East Bavaria“
„Señales del tiempo a Baviera del este“
Acryl, Acrylpaste, Dekopapier auf Aquarellpapier ca. 21 x 15 cm
Landschaften bewahren Erinnerungen. Nicht nur in ihren sichtbaren Formen, sondern auch in dem, was sich über Jahrhunderte abgelagert, verändert und überlagert hat.
In „Zeitspuren in Ostbayern“ begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart in einem vielschichtigen Gefüge aus Farben, Strukturen und Bewegungen. Kräftiges Rot, leuchtendes Gelb und tiefes Violett durchdringen einander. Formen entstehen, verlieren ihre Konturen und tauchen an anderer Stelle verändert wieder auf.
Nichts scheint endgültig. Alles befindet sich im Wandel.
Eine goldene, beinahe organisch wirkende Struktur durchzieht das Zentrum des Bildes. Sie erscheint wie ein Fragment, das die Zeiten überdauert hat, eine Spur des Erinnerns inmitten fortwährender Veränderung.
Doch diese Landschaft ist keine Abbildung eines geografischen Ortes. Sie ist vielmehr eine Annäherung an das, was Landschaft in uns hinterlässt: Eindrücke, Erfahrungen, Erinnerungen und Empfindungen, die sich mit der eigenen Lebensgeschichte verbinden.
Die äußere Landschaft wird zur inneren Landschaft.
So erzählt das Bild nicht nur von den Spuren der Zeit in einer bestimmten Region, sondern auch von den Spuren, die das Leben im Menschen hinterlässt. Von dem, was vergeht, was sich verwandelt und was trotz aller Veränderungen gegenwärtig bleibt.
„Zeitspuren in Ostbayern“ ist eine malerische Auseinandersetzung mit Erinnerung, Vergänglichkeit und dem fortwährenden Werden.