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Kalenderblatt
16. Dezember

Putschas am Meer, teilweise formalisiert

Kalenderblatt vom 16. Dezember
“Putschas am Meer, teilweise formalisiert”
“Partially formalized Putschas at the seaside”
“Putschas en parte formalizadas al mar”

Acryl, Acrylpaste, Glitter, Asche von Räucherwerk auf Aquarellpapier ca. 15 x 21 cm

Dieses Bild ist kein Blick aufs Meer,  es ist eine Begegnung mit einer inneren Küstenlinie.
„Putschas am Meer, teilweise formalisiert“ entfaltet sich als kraftvolle Verdichtung von Elementen, Erinnerungen und bewusster Setzung. Hier wird Landschaft nicht abgebildet, sondern erlebt. Das Meer liegt nicht vor uns, es arbeitet unter der Oberfläche, dunkel, schwer, strukturiert, voller Bewegung. Die tiefblaue Zone trägt das Gewicht des Unberechenbaren, des Ursprünglichen, des Archaischen. Sie ist Tiefe, Widerstand und Energie zugleich.

Darüber öffnet sich ein Raum aus Gelb und Ocker, der weniger Himmel als Lichtzustand ist. Diese Schicht leuchtet nicht sanft, sie glüht. Sie erzählt von Hitze, von Reife, von innerer Aufladung. Erde, Sonne und Atem verschmelzen zu einer Atmosphäre, die den Moment kurz vor einer Entscheidung spürbar macht. Links schiebt sich ein erdiger Braunton ins Bild, wie Erinnerung, wie Herkunft, wie das Wissen um das Gewesene.

Und dann: der rote Keil.
Er ist kein dekoratives Detail, sondern ein Akt. Eine bewusste Setzung inmitten des Organischen. Ein Zeichen von Richtung, Wille und Klarheit. Er schneidet nicht zerstörerisch durch das Bild, sondern markiert einen Punkt innerer Ausrichtung. Hier beginnt Haltung. Hier wird Präsenz sichtbar.

Die Materialität verstärkt diese Aussage radikal. Acrylpaste schafft Widerstand, Struktur, Körper. Glitter lässt Licht aufblitzen,  flüchtige Erkenntnisse, kurze Wahrheiten. Die Asche von Räucherwerk trägt eine leise, aber tiefgreifende Dimension in sich: Transformation, Vergänglichkeit, Ritual. Was hier sichtbar ist, hat bereits einen inneren Prozess durchlaufen. Nichts ist zufällig, nichts ist unbeteiligt.

„Teilweise formalisiert“ bedeutet in diesem Werk: Das Wilde darf bleiben. Die Natur, das Meer, die Emotionen werden nicht gezähmt, sondern punktuell gebündelt. Ordnung erscheint nicht als Kontrolle, sondern als bewusster Eingriff,  gerade so viel, dass Orientierung möglich wird.

Dieses Bild wirkt wie ein innerer Küstenabschnitt, an dem sich Entscheidung, Erinnerung und Bewegung begegnen. Es ist roh und präzise zugleich. Ein Werk für Menschen, die nicht nach Antworten suchen, sondern nach Resonanz.

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Kalenderblatt
12. November

Der Traum von einem Abend am Meer

Kalenderblatt vom 12. November
“Der Traum von einem Abend am Meer”
“The dream of an evening at the sea”
“Un sueño d’una tarde al mar”

Acryl, Acrylpaste, Pigment auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

Der Titel trägt eine leise Sehnsucht in sich, die in diesem Bild mit eindrucksvoller Intensität zum Ausdruck kommt. Ein goldener Sonnenball sinkt majestätisch in das Meer, sein Licht durchdringt den Horizont und taucht Himmel und Wasser in ein flammendes Spektrum aus Rot, Orange und Gelb. Es ist der Moment zwischen Tag und Nacht, zwischen Realität und Traum,  jener magische Augenblick, in dem die Welt den Atem anhält.

Ich habe die Oberfläche mit Acrylpaste und Pigmenten bearbeitet, wodurch eine haptische Tiefe entsteht, die das Meer lebendig macht. In den bewegten, goldschimmernden Wellen scheinen sich Erinnerungen, Emotionen und ferne Träume zu spiegeln. Das Meer wird hier nicht als bedrohliche Kraft dargestellt, sondern als Sinnbild des Unbewussten, als weite, fließende Landschaft der Seele.

Der goldene Glanz verweist auf innere Fülle, Wärme und Erleuchtung,  vielleicht auf einen Moment des Friedens nach stürmischen Zeiten. Zugleich liegt in der Komposition ein stiller Dialog zwischen Vergänglichkeit und Ewigkeit: Die Sonne wird versinken, doch ihr Licht bleibt, so wie die Spuren unserer Träume in uns nachleuchten, lange nachdem die Nacht hereingebrochen ist.

„Der Traum von einem Abend am Meer“ ist kein realistisches Abbild, sondern ein inneres Bild, eine poetische Verdichtung aus Farbe, Struktur und Gefühl. Es lädt dazu ein, still zu werden, zu spüren und sich selbst im Wellenrauschen der Seele zu erkennen.

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