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Kalenderblatt
27. Oktober

Das Dreieck des Herzens verwandelt den Menschen

Kalenderblatt vom 27. Oktober

„Das Dreieck des Herzens verwandelt den Menschen“
„The triangle of the heart transforms the human“
„El triángulo del corazón transforma al hombre“

Acryl, Acrylpaste auf Aquarellpapier ca. 21 x 15 cm

Auf einem tiefvioletten, von kraftvollen Strukturen durchzogenen Grund erscheint ein goldgelbes Dreieck. Wie aus einer anderen Wirklichkeit hervorgetreten, behauptet es seine klare geometrische Gestalt gegenüber der bewegten, beinahe aufbrechenden Oberfläche.

Im Inneren des Dreiecks verdichtet sich das Gold zu einer kreisförmigen Bewegung. Ein Zentrum entsteht, das an eine Sonne, ein erwachendes Herz oder den Ursprung eines noch verborgenen Lebens erinnert.

Zwischen der Unruhe des Äußeren und der Sammlung im Inneren entfaltet sich ein Prozess der Wandlung.

Das Violett trägt die Spannung zwischen Auflösung und Erneuerung. Das Gold verweist auf eine andere, unvergängliche Qualität des Seins. Das Dreieck wird zum vermittelnden Raum, in dem sich das Geistige der Materie nähert und eine neue Ordnung anzukündigen scheint.

Doch diese Wandlung ist noch nicht vollendet. Sie befindet sich im Werden. Was im Inneren als Licht aufscheint, muss erst Gestalt gewinnen.

So erzählt das Bild von jener stillen Alchemie des Herzens, in der nicht das Bestehende veredelt wird, sondern etwas grundsätzlich Neues geboren werden will.

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Kalenderblatt
17. August

Das Herz des Echnaton

Das Kalenderblatt zum 17. August
“Das Herz des Echnaton”
“The heart of Echnaton”
“La corazon del Echnaton”

Acryl, Pigment und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm
      

Ein Ruf aus einer anderen Zeit. Und vielleicht aus der Tiefe der eigenen Seele.

Im Zentrum steht eine mächtige goldgelbe Scheibe. Sonne, Herz, Auge oder Tor? Sie beherrscht den Bildraum und erinnert unweigerlich an Aton, die Sonnenscheibe, die unter Echnaton zum Mittelpunkt einer radikal veränderten religiösen Vorstellung wurde.

Doch dieses Bild erzählt keine historische Geschichte.

Es nimmt Echnaton vielmehr als Sinnbild für einen Menschen, der es wagt, hinter der Vielzahl das Eine zu suchen.

Unten erscheint die Pyramide wie ein Relikt einer alten Ordnung. Über ihr erhebt sich das Licht. Dazwischen liegen Schichten aus Blau, Schwarz, Rot und glühendem Orange: Erde und Himmel, Vergangenheit und Aufbruch, Widerstand und Verwandlung.

Die aufgerissenen Strukturen wirken wie Ablagerungen von Zeit. Nichts ist glatt. Nichts ist vollkommen geordnet. Und gerade aus diesem beinahe chaotischen Geflecht tritt die gelbe Scheibe mit erstaunlicher Ruhe hervor.

Das Licht muss nicht kämpfen. Es ist einfach da.

Vielleicht liegt darin das eigentliche Herz Echnatons.

Nicht im historischen Herrscher.
Nicht in Krone, Macht oder Monument.

Sondern in der ungeheuren Vorstellung, dass hinter allen Erscheinungen eine einzige Quelle des Lichts verborgen sein könnte.

So wird „Das Herz des Echnaton“ zu einem Bild über die innere Suche: über den Augenblick, in dem ein Mensch beginnt, die alten Ordnungen seines Lebens zu hinterfragen und nach jenem Zentrum zu suchen, das bestehen bleibt, wenn alles Äußere seine Gewissheit verliert.

Die Pyramide bleibt zurück.
Das Licht aber steigt auf.

Und vielleicht fragt das Bild deshalb nicht, wer Echnaton war.

Vielleicht fragt es:

Welchem Licht folgst du, wenn die alten Götter ihre Macht über dich verlieren?

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