Schlagwortarchiv: Gefühle

Kalenderblatt
25. August

Gefangen in den Verstrickungen der Gefühle

Das Kalenderblatt zum 25. August
“Gefangen in den Verstrickungen der Gefühle”
“Trapped in the Entanglements of Emotions”
“Atrapado en los enredos de las emociones”

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm
        

Das Bild scheint auf den ersten Blick von Unruhe und Überlagerung beherrscht zu sein. Dunkle Linien durchziehen die Fläche, kreuzen sich, verschwinden unter Farbschichten und tauchen an anderer Stelle wieder auf. Gelb, Schwarz, Rot, Grün und erdige Töne bilden ein dichtes Geflecht, in dem kaum ein eindeutiger Weg auszumachen ist.

Die Malerei selbst wird zur Verstrickung.

Besonders im unteren Bildbereich verdichten sich Farbe und Acrylpaste zu einer beinahe landschaftlichen Struktur. Man könnte darin Felsen, Gestrüpp, Schluchten oder Spuren einer unbekannten Topografie erkennen. Doch nichts fügt sich zu einer eindeutigen Landschaft. Formen entstehen und lösen sich wieder auf.

Darüber breitet sich ein intensives Gelb aus. Es bringt Helligkeit in das Bild, ohne die dunkleren Strukturen tatsächlich aufzulösen. Auch Rot und Orange dringen immer wieder durch die Fläche und bilden glühende Verdichtungen.

Inmitten dieser malerischen Unruhe steht eine Form, die sich allem anderen widersetzt:

ein roter vertikaler Balken.

Glatt, klar und geometrisch hebt er sich von der bewegten Umgebung ab. Fast wirkt es, als gehöre er nicht zu derselben Wirklichkeit.

Was ist diese Form?

Eine Tür? Eine Grenze? Eine Wunde? Ein Mensch? Ein Zeichen?

Vielleicht sogar ein Ausgang.

Doch das Bild verrät nicht, ob dieser Ausgang tatsächlich offensteht.

Gerade darin liegt für mich die Spannung von „Gefangen in den Verstrickungen der Gefühle“. Gefühle erscheinen hier nicht als einzelne Zustände, die sich sauber benennen und sortieren lassen. Sie bilden Schichten. Sie überlagern einander, widersprechen sich, hinterlassen Spuren und verändern ihre Gestalt.

Und mitten darin steht dieses Rot.

Es erklärt nichts.
Es verspricht nichts.
Es bleibt.

Vielleicht muss man aus einer Verstrickung auch nicht immer sofort herausfinden.

Vielleicht beginnt Veränderung zunächst mit etwas viel Einfacherem:

Inmitten all dessen einen Punkt zu entdecken, an dem man sagen kann: Hier bin ich.

Teile diesen Beitrag

Kalenderblatt
25. August

Gefangen in den Verstrickungen der Gefühle

Das Kalenderblatt zum 25. August
“Gefangen in den Verstrickungen der Gefühle”

“Trapped in the Entanglements of Emotions”
“Atrapado en los enredos de las emociones”
Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm
        

Vielleicht kennst du diesen Moment: Außen funktioniert vieles,  doch innen zieht sich ein unsichtbarer Knoten zu. Gedanken rasen, alte Muster greifen, das Herz sucht nach Richtung. Dieses Bild hält genau diesen Schwellenaugenblick fest und zeigt zugleich den leisen Ausweg.

Leuchtendes Gelb breitet sich wie eine innere Sonne aus. Darüber lodern rote Spuren, als würden alte Emotionen noch einmal aufglühen, bevor sie vergehen. Tiefere, fast felsige Dunkelheiten darunter erinnern an Schichten deiner Geschichte. Und mittendrin: ein klarer roter Vertikalbalken, kompromisslos, still, präsent. Er ist wie ein innerer Kompass. Die feine Horizontlinie führt deinen Blick nach vorne: Hier endet das Verstricktsein. Hier beginnt Richtung.

Warum dieses Werk wirkt

Spiegel & Anker: Die starke Komposition macht deine Gefühlslage sichtbar und bietet gleichzeitig einen festen Fokuspunkt für Ruhe und Klarheit.

Farbpsychologie, die trägt: Gelb weckt Lebenskraft, Rot gibt Mut zur Entscheidung, die erdigen Töne halten dich geerdet.

Haptische Tiefe: Acryl und Paste schaffen Relief, ein fühlbarer Hinweis: Deine Geschichte hat Struktur, und du kannst sie neu ordnen.

Kompaktes Kraftfeld: Originalgemälde (ca. 15 × 21 cm) auf Aquarellbütten, klein genug für deinen Schreibtisch, stark genug für deinen Wandel.

Wie es bei dir arbeitet

Hänge das Bild an den Ort, an dem du jeden Morgen kurz innehältst, Schreibtisch, Meditationsplatz, Flur. Schau für 60 Sekunden bewusst auf den roten Balken. Atme. Benenne leise, was dich gerade bindet. Dann richte den Blick auf die Horizontlinie und sage: “Ich bin größer als meine Wellen.
Mit jeder Wiederholung prägt dein Nervensystem eine neue Spur: vom Verstricktsein zur inneren Führung.

Für wen dieses Original geschaffen wurde

Für Menschen, die spüren, dass es mehr gibt als Funktionieren. Für alle, die bereit sind, alte Knoten zu lösen und ihrem Inneren zuzuhören, ohne dogmatische Antworten, aber mit klaren Zeichen.

 

Teile diesen Beitrag