Kalenderblatt
30. Januar

Labyrinthos

Das Kalenderblatt zum 30. Januar
“Labyrinthos”

Aquarell, Schlagmetall auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

„Labyrinthos“ ist kein Bild, das sich erklären will, es ist ein Bild, das den Betrachter hineinzieht. Schon auf den ersten Blick entfaltet sich ein Geflecht aus farbigen Feldern, durchzogen von schimmernden Linien aus Schlagmetall, die wie vergoldete Wege, Grenzen oder Spuren gelebter Erfahrung wirken. Nichts hier ist zufällig, und doch wirkt alles organisch, lebendig, atmend.

Die Farbflächen erinnern an Räume innerer Zustände: warme Ocker- und Rottöne stehen neben kühlen Blau- und Grüntiefen, als würden Emotion, Erinnerung, Intellekt und Intuition gleichzeitig sichtbar. Diese Flächen sind nicht glatt oder technisch präzise, sie sind gewachsen, leicht unregelmäßig, durchzogen von Wasserverläufen, die dem Bild eine spürbare Zeitlichkeit verleihen. Als hätte jede Farbe ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Weg durch das Papier gefunden.

Das Schlagmetall fungiert dabei nicht nur als dekoratives Element, sondern als symbolische Struktur. Es verbindet, trennt, lenkt und führt, wie ein inneres Navigationssystem. Diese goldenen Linien erinnern an das archetypische Labyrinth: kein Irrgarten, der verwirrt, sondern ein Weg, der nach innen führt. Ein Weg, der Umwege erlaubt, Pausen einschließt und dennoch immer auf ein Zentrum verweist, auch wenn dieses Zentrum nicht klar benannt ist.

„Labyrinthos“ erzählt von Orientierung im Unübersichtlichen, von der Schönheit fragmentierter Wege und von der Erkenntnis, dass Klarheit nicht aus Vereinfachung entsteht, sondern aus dem Annehmen von Komplexität. Das Bild lädt ein, den Blick wandern zu lassen, sich zu verlieren, neu zu entdecken  und dabei zu spüren, dass selbst das scheinbar Zersplitterte durch eine höhere Ordnung zusammengehalten wird.

In seiner Größe wirkt das Werk beinahe intim, fast wie ein visuelles Amulett oder eine Landkarte der Seele. Es fordert keine Erklärung, sondern Präsenz. Wer sich auf „Labyrinthos“ einlässt, erkennt: Der Weg ist nicht das Problem , er ist die Erfahrung selbst.

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Kalenderblatt
30. Januar

Vielleicht fällt der Schleier heute

Kalenderblatt vom 30. Januar
“Vielleicht fällt der Schleier heute”
“Maybe  the truth is unveiled today”
“Quizás la verdad va a develarse hoy”

Acryl, Acrylpaste auf Acrylpapier ca. 21 x 15 cm

Dieses Bild ist kein Objekt der Betrachtung, sondern ein Zustand, den man betritt. „Vielleicht fällt der Schleier heute“ liest sich nicht wie ein Titel, sondern wie ein innerer Gedanke, flüchtig, zögernd, und doch von einer leisen Unausweichlichkeit getragen. Die dunkle, beinahe mineralische Grundfläche wirkt wie verdichtete Zeit. Schicht um Schicht haben sich Erfahrungen, Schutzmechanismen und Erinnerungen abgelagert. Nichts ist hier zufällig, nichts ornamental. Die Oberfläche spricht von Widerstand, Dauer und innerer Standfestigkeit.

Aus diesem Gewicht heraus bricht das Gelb hervor. Nicht als sanfte Aufhellung, sondern als gerichteter Lichtstrom, der den Raum durchdringt. Dieses Gelb ist Erkenntnis in Bewegung – kein Versprechen, sondern ein Geschehen. Es wirkt, als würde der Schleier nicht fallen, sondern porös werden, als dürfte Wahrheit eintreten, ohne zu verletzen. Das Licht offenbart nicht alles auf einmal. Es erlaubt Nähe, ohne zu überfordern. Ein Moment von Klarheit, der sich langsam ausdehnt.

Und dann das Rot. Ein präziser, entschlossener Akzent. Kein Ausbruch, ein Schnitt. Rot markiert hier den Übergang vom Erkennen zum Handeln. Es ist der Punkt, an dem innere Einsicht nicht länger abstrakt bleibt. Ein Bekenntnis zur Bewegung. Ein stilles Ja zur Konsequenz. Dieses Rot ist nicht laut, aber unumkehrbar.

Das Bild lebt aus der Spannung zwischen Gegensätzen: Dunkel und Licht, Last und Öffnung, Zögern und Entschluss. Es fordert nichts ein, es drängt nicht. Und gerade darin entfaltet es seine Sogkraft. „Vielleicht fällt der Schleier heute“ ist keine Behauptung, sondern eine Bereitschaft. Die Bereitschaft, hinzusehen. Die Bereitschaft, sich berühren zu lassen. Die Bereitschaft, Wahrheit nicht länger auf Abstand zu halten. Dieses Werk erklärt Transformation nicht,  es lässt sie geschehen.

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