Ballnacht
Frankenthal CF

Ballnacht Frankenthal CF

Ballnacht Frankenthal CF 2/2020
Fotodruck, Acryl, Schlagmetall, Glitter auf Leinwand ca. 100x75cm

Dieses Bild ist ein gesellschaftliches Ereignis. Eine visuelle Ballnacht, die nicht erzählt, sondern verführt. Die Leinwand explodiert in Farben, als hätte sich die Nacht selbst in Pigmente verwandelt: sattes Violett, glühendes Rot, elektrisches Blau, schimmerndes Grün und goldene Lichtblitze überlagern sich, reiben sich, tanzen miteinander. Nichts ist ruhig, nichts ist beiläufig. Alles steht unter Spannung, wie kurz vor Mitternacht, wenn Masken noch sitzen, aber die Wahrheit bereits durchscheint.

Im Zentrum erhebt sich eine weiße, ornamentale Figur, durchzogen von Spiralen und Wirbeln, fast wie aus Erinnerung geschnitzt. Sie wirkt zugleich fragil und standhaft, wie ein Wesen zwischen Erscheinung und Auflösung. Ihr Kopf ist von goldenem Schlagmetall gekrönt, kein lauter Glanz, sondern ein leiser, sakraler Akzent. Hier steht kein Mensch, sondern eine Essenz, eine Präsenz, die mehr fühlt als zeigt. Sie ist der ruhende Pol in einem Taumel aus Bewegung.

Um sie herum schneiden transparente, pfeilartige Formen durch den Raum, wie Lichtkegel, wie Blickachsen, wie Entscheidungen. Sie verleihen dem Bild Richtung, ohne Eindeutigkeit. Nichts ist festgelegt, alles ist möglich. Die Nacht öffnet Optionen, sie zwingt nicht, sie lädt ein. Genau hier entfaltet der Einsatz von Acryl, Fotodruck, Glitter und Schlagmetall seine volle Wirkung: Material wird Bedeutung. Glanz ist hier kein Schmuck, sondern ein psychologisches Signal, Verführung, Versprechen, Gefahr.

Rechts schwebt eine dunkle Fliege, fast beiläufig, fast ironisch. Ein Symbol für Konvention, für Etikette, für das gesellschaftliche Spiel. Doch sie wirkt verloren im Farbenrausch, wie ein Relikt aus einer Ordnung, die in dieser Nacht keine Macht mehr hat. Die Regeln gelten nur noch, wenn man an sie glaubt.

„Ballnacht Frankenthal“ ist kein romantisches Festbild. Es ist eine psychologische Momentaufnahme: der Augenblick, in dem Identitäten flüssig werden, in dem Rollen verrutschen, in dem das Innere nach außen drängt. Dieses Werk spricht Menschen an, die wissen, dass wahre Eleganz nicht im Kostüm liegt, sondern im Mut, sich zu zeigen. Ein Bild für Räume, die Charakter haben und für Betrachter, die bereit sind, sich berühren zu lassen.

Die Idee für dieses Werk entstand auf dem phänomenalen Rheinpfalz-Ball der Tanzschulen Knöller und TIF. 
Ich experimentierte zu der Zeit mit Fotodrucken meiner Morgenbilder auf Leinwand als Grundlage einzigartiger Bildkompositionen.
Dieses faszinierende Unikat gibts für 345.- Euro ab Atelier Frankenthal.

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Kalenderblatt
5. Februar

Frühling, wo bist du?

Kalenderblatt vom 5. Februar
“Frühling, wo bist du?”
“Spring, where are you?”
“Primavera, dónde estás?”

Aquarell auf Bambuspapier ca. 15 x 21 cm

„Frühling, wo bist du?“ ist kein suchender Blick nach außen, sondern ein leises inneres Fragen, das sich Schicht für Schicht über das Papier legt. In diesem Aquarell verdichtet sich ein Moment des Übergangs: nichts ist verloren, aber noch ist nichts ganz da. Die Farben scheinen sich tastend zu begegnen, als würden sie einander prüfen, bevor sie sich entscheiden, wirklich Frühling zu werden.

Die kühlen Blau- und Grautöne im unteren Bildraum wirken wie Erinnerungen an Winter, an Rückzug, an das Innehalten, das noch im Körper nachklingt. Darüber legen sich warme Ocker-, Rosé- und Koralltöne, zart, aber entschlossen, als Vorboten einer Kraft, die sich noch nicht vollständig zeigt. Es ist ein Frühling im Werden, nicht im Blühen, eine Verheißung statt einer Erfüllung.

Die waagerechten Farbbänder erzeugen eine ruhige, fast meditative Weite. Sie erinnern an Horizonte, an Landschaften, die mehr innerer Zustand als äußerer Ort sind. In der Mitte durchzieht eine dunklere, bewegte Form das Bild wie ein innerer Strom, ein Zeichen dafür, dass unter der scheinbaren Ruhe bereits etwas in Bewegung geraten ist. Das Leben sammelt sich, noch verborgen, noch fließend, noch ohne Namen.

Dieses Bild stellt keine Frage aus Ungeduld, sondern aus Achtsamkeit. „Frühling, wo bist du?“ meint auch: Bin ich bereit, dich wirklich zu empfangen? Es ist die sanfte Einladung, den eigenen Rhythmus zu respektieren, das Unfertige zu würdigen und dem Neubeginn Raum zu geben, bevor er sichtbar wird.

So erzählt dieses Aquarell von Zwischenzeiten, von sensiblen Übergängen und von der stillen Gewissheit, dass jeder Frühling zuerst im Inneren entsteht, leise, farbig, tastend.

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