Kalenderblatt
9. September

Die Sonne schaut vorbei

Kalenderblatt zum 9. September
„Die Sonne schaut vorbei“

„The sun comes around“
„El sol esta passando“

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

Der Titel öffnet ein Tor in eine Welt, in der Licht und Wärme unerwartet in unser Leben treten. Das Bild pulsiert in goldenen, leuchtenden Tönen, die wie ein aufbrechender Sonnenstrahl wirken, und wird zugleich von kraftvollem Violett umrahmt, eine Farbe, die seit Jahrhunderten für Spiritualität, Würde und Transformation steht.

Spontan löst das Werk eine Mischung aus Geborgenheit und Aufbruch aus. Man spürt die Kraft der Sonne, die selbst durch dichte Schichten dringt, als wolle sie dem Betrachter zuflüstern: „Ich bin da – immer.“ Es entsteht eine Atmosphäre, die lebendig, erhaben und zugleich beruhigend wirkt.

Eine Geschichte schwingt mit: Das Werk erzählt von jenen Momenten im Leben, in denen plötzlich ein Funken Hoffnung den grauen Alltag durchdringt. Von Augenblicken, in denen das Innere Licht gegen äußere Schwere gewinnt. Die Sonne, hier nicht als brennender Feuerball, sondern als sanft leuchtende, goldene Scheibe, könnte für das eigene Herz, die innere Quelle oder das göttliche Prinzip stehen.

Die Botschaft? „Das Licht findet immer seinen Weg.“,  auch wenn wir es nicht erwarten. Spirituell gelesen kann das Bild als Einladung verstanden werden, sich dem unerschütterlichen Zyklus von Dunkel und Licht anzuvertrauen. Emotional erinnert es uns daran, wie tröstlich es ist, wenn nach langen Zeiten der Schatten plötzlich wieder Wärme spürbar wird.

Mehrere Deutungsebenen eröffnen sich:

  • Emotional: Hoffnung, Zuversicht, innere Stärke.

  • Spirituell: Die Sonne als Symbol für göttliche Gegenwart und Bewusstsein.

  • Sozial: Das Werk erinnert daran, dass selbst in Krisenzeiten ein gemeinsames Licht alles verändern kann.

  • Politisch: Man könnte es als Manifest für den Sieg von Klarheit und Wahrheit über Vernebelung und Chaos lesen.

Das Bild stellt Fragen, die tief ins Herz gehen: „Wann hast du das letzte Mal gespürt, dass die Sonne nur für dich durchgebrochen ist? Wann hast du dich zuletzt dem Licht geöffnet?“

In seiner Kombination aus strahlender Einfachheit und vielschichtiger Symbolik wirkt dieses Werk originell und zugleich archetypisch vertraut, wie ein kollektives Urbild, das in uns allen ruht.

Wer „Die Sonne schaut vorbei“ betrachtet, wird eingeladen, nicht nur ein Bild zu sehen, sondern ein Erlebnis zu fühlen, ein Moment von Klarheit, Kraft und innerer Wärme, der im eigenen Raum weiterstrahlt. Dieses Werk ist nicht einfach Dekoration. Es ist ein täglicher Reminder, dass Hoffnung immer wiederkehrt und dass die Sonne auch bei uns jederzeit vorbeischauen kann.

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Kalenderblatt
9. September

Nachsaison

Kalenderblatt vom 09. September
„Nachsaison“
„Post Season“
„Temporada baja“

Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

Der Titel trägt eine leise Melancholie in sich, eine Ahnung von Vergänglichkeit und Rückzug. Und doch strahlt das Werk auf den ersten Blick eine überwältigende Kraft des Lichts aus. Das leuchtende Gelb im Zentrum ist wie ein inneres Feuer, ein Nachglühen, das nicht erlischt, auch wenn die große Saison vorüber ist.

Dieses Bild löst zwiespältige Emotionen aus zwischen Wehmut und Hoffnung, zwischen Abschied und Neuanfang. Man spürt die Wärme des Sommers, doch gleichzeitig das erste Frösteln des Herbstes. Die Atmosphäre ist lebendig und zugleich nachdenklich, ein Schwebezustand zwischen Fülle und Leere.

Die starken roten Zonen wirken wie Ränder der Erinnerung, erhitzte Linien, die das Vergangene festhalten wollen. Und unten, fast erdig dunkel, liegt die Spur des Unumgänglichen: das Ende einer Phase, der Übergang in eine neue Zeit.

Die Geschichte, die entsteht: Ein Strand nach der Hochsaison. Die Liegestühle sind abgebaut, die Stimmen der Urlauber verhallt. Zurück bleibt nur das Licht, ein sattes, goldenes Leuchten, das den Raum erfüllt wie eine letzte Umarmung. Es ist ein Moment, der fragt: Was bleibt, wenn der Trubel verstummt?

Symbolisch könnte „Nachsaison“ für viele stehen: für das Ende einer Lebensphase, für den Abschied von einer Beziehung, für das Loslassen von Gewohntem. Doch zugleich trägt es die Botschaft: Auch wenn eine Saison endet, das Licht bleibt.

Die Deutungsebenen sind vielfältig:

  • Emotional: der bittersüße Geschmack des Vergänglichen.

  • Spirituell: das Gelb als Farbe des Bewusstseins, des inneren Lichts, das über Zeiten hinausstrahlt.

  • Sozial: die Frage, wie Gesellschaft mit Enden, Brüchen und Neuanfängen umgeht.

  • Politisch: ein Nachhall von Zeiten, in denen alles laut war und nun das Nachdenken folgt.

Das Werk stellt eindringliche Fragen: Was geschieht nach dem Höhepunkt? Woran halten wir fest, wenn äußere Strukturen wegbrechen? Wo finden wir unser eigenes Licht, wenn die äußere Sonne nicht mehr scheint?

Und es bleibt dabei absolut originell: keine Kopie bekannter Klischees, sondern ein eigenständiger Ausdruck, der durch seine Textur, Farbintensität und Reduktion auf das Wesentliche eine einzigartige Handschrift trägt.

„Nachsaison“ ist kein Bild, das nur betrachtet wird, es ist ein Spiegel. Es holt den Betrachter genau dort ab, wo er selbst im Wandel steht. Es spricht von Abschied und Ankunft zugleich und verleiht Räumen jene stille Kraft, die inspiriert, tröstet und erneuert.

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