Kalenderblatt
3. November

Kalenderblatt 3. November

Das Kalenderblatt zum 3. November
„Im flammenden Schweigen der Bäume ruht ein Hauch von Ewigkeit“
„In the Flaming Silence of the Trees Rests a Breath of Eternity”
„En el Silencio Ardiente de los Árboles Reposa un Soplo de Eternidad”

Aquarell auf Aquarellpapier ca 15 x 20 cm

Dieses Aquarell öffnet einen Raum in eine Welt, in der Feuer und Stille, Vergänglichkeit und Unendlichkeit miteinander verschmelzen. Im ersten Blick scheint es, als würde sich die Natur selbst entzünden, ein glühender Horizont, aus dem sich ein Baum erhebt, dessen Krone zwischen Licht und Schatten atmet. Doch wer länger schaut, spürt, dass hier kein Feuer der Zerstörung lodert, sondern das innere Leuchten des Lebens.

Die lebendigen Farbschichten von Rot, Orange und Gold wirken wie die pulsierende Haut der Erde, während sich aus ihnen das kühle Grün und Grau der Baumgestalt erhebt, ein Symbol für das, was bleibt, wenn alles andere vergeht. Das Schweigen der Bäume ist nicht leer; es ist angefüllt mit der Weisheit der Zeit, mit dem Wissen um Wachstum, Wandlung und Wiederkehr.

In diesem Werk begegnen sich die Elemente der Transformation: Feuer als Ausdruck der Reinigung, Wasser als Träger des Gefühls, Erde als stille Zeugin und Luft als Atem des Unsichtbaren. Zusammen erschaffen sie eine zeitlose Balance zwischen Werden und Vergehen.

Wer vor diesem Bild steht, wird eingeladen, innezuhalten und in die Tiefe zu lauschen,  dorthin, wo das Flammende nicht zerstört, sondern erhellt. Es ist ein meditativer Moment, in dem sich das Jetzt weitet und ein Hauch von Ewigkeit spürbar wird,  jener stille Augenblick, in dem die Seele erkennt: Alles lebt, alles wandelt sich, nichts geht verloren.

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3. November

Kalenderblatt 3. November

Das Kalenderblatt zum 3. November
„Dialog der Kräfte im chromatischen Raum“
„Dialogue of Forces in the Chromatic Space“
„Diálogo de las fuerzas en el espacio cromático“

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Das Werk entfaltet sich als ein visuelles Spannungsfeld zwischen Bewegung und Verdichtung, zwischen Impuls und Formwerdung. Das Bild scheint von einem unsichtbaren Atem durchzogen, der Farbe als Energie begreift und sie in eine rhythmische Choreografie überführt. In den kühlen, tiefen Blautönen verdichtet sich eine dynamische Strömung, die wie eine Welle über das Bild zieht, nicht als Naturabbild, sondern als metaphorische Bewegung des Bewusstseins. Gegenüber steht das intensive Rot, ein Zentrum von innerer Glut und Transformation, das die Kraft des Werdens und Widerstands in sich trägt.

Hier begegnen sich polare Energien, Expansion und Konzentration, Fließen und Brennen, Geist und Materie. Die gelbgrünen Partien wirken wie ein vermittelndes Feld, ein Resonanzraum, in dem sich Gegensätze nicht aufheben, sondern in vibrierendem Gleichgewicht halten. Das Bild entsteht nicht aus Darstellung, sondern aus Prozesshaftigkeit: Jeder Pinselzug, jede Textur ist die Spur eines inneren Dialogs zwischen dem Sichtbaren und dem Erspürten.

In dieser gestischen, fast musikalischen Komposition wird der Raum selbst zum Träger von Bewegung. Die Farbschichten interagieren, überlagern sich, widersprechen einander und gerade daraus erwächst eine tiefere Ordnung, eine chromatische Architektur des Lebendigen. So offenbart das Werk nicht nur ein abstraktes Spiel von Formen, sondern eine Erfahrung von Energie in Balance, einen Dialog der Kräfte, der in seiner Intensität den Betrachter unmittelbar erfasst und in den stillen Kern der Bewegung führt.

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