Kalenderblatt
7. Dezember

Kalenderblatt 7. Dezember

Das Kalenderblatt zum 7. Dezember
„2. Advent“
„Second Sunday of Advent“
„Segundo Domingo de Adviento“

Aquarell auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

In diesem Aquarell entfaltet sich eine stille, doch kraftvolle Szenerie, in der zwei gebrochene Kerzen wie innere Leuchttürme stehen, nicht perfekt, nicht symmetrisch, aber dennoch voller Präsenz. Die Flammen erheben sich über ihre verletzten Körper, als wollten sie sagen, dass Licht nicht aus der Unversehrtheit entsteht, sondern aus der Entscheidung, weiter zu brennen. Zwischen ihnen ruht ein kleiner Tannenzapfen, ein Symbol des Werdens, der Möglichkeit, des noch Unentfalteten. Er ist unscheinbar und doch bedeutungsschwer, denn er verkörpert das Potenzial des Lebens, selbst im tiefsten Winter verborgen zu keimen. Über der Szene schwebt ein rundes, glühendes Himmelslicht, das wie eine Erinnerung wirkt: Alles ist verbunden, das Irdische, das Vergängliche und das Himmlische, das uns führt. Die Farbübergänge aus Gold, Purpur und sanften Grüntönen erzählen von Wärme, Spiritualität und Naturkraft, die sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern einander durchdringen. Dieses Bild lädt dazu ein, den eigenen inneren Advent zu spüren, jenes geduldige Erwarten, jene leise Hoffnung, die im Dunkel glimmt und sich jeden Tag neu entzünden lässt.

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Kalenderblatt
7. Dezember

Kalenderblatt 7. Dezember

Das Kalenderblatt zum 7. Dezember
„Die Pfade der wandernden Archonten“
„The Paths of the Wandering Archons“
„Los Senderos de los Arcontes Errantes“

Acryl, Dekokarton und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

In diesem Werk entfaltet sich eine Bildwelt, die wie ein vergessenes Kapitel aus einem mythisch-gnostischen Urtext wirkt. Vor dem Auge breitet sich ein kosmischer Übergangsraum aus, in dem sich Feuer, Erde und Äther zu einem vibrierenden Kontinuum verweben. Die oberen Farbschichten, ein brodelndes Rot-Braun, das an Glutnächte erinnert,  wirken wie das pulsierende Firmament eines Zwischenreichs, in dem unsichtbare Mächte atmen und wirken.

Dazwischen ziehen zwei geschwungene, goldschimmernde Linien ihre Bahn, nicht als bloße Formen, sondern als energetische Wesenheiten, deren Bewegung an uralte Lichtschlangen erinnert, jene Boten, die in den gnostischen Mythen zwischen Welten wandern und Wissen über Grenzen hinweg transportieren.

Der goldene Übergang in der Mitte des Bildes erscheint wie ein Schleier aus Offenbarung und Verbergung, ein Grenzraum zwischen der Dichte der Materie und der Freiheit des Lichts. Darunter öffnet sich eine Landschaft aus Gelb, Indigo und tiefem Blau, eine Zone, die an ein noch ungeborenes, weit entferntes Erdelement erinnert, roh, ungehobelt, aber voller Potenzial. Hier spürt man die Berührung des Demiurgen, die schöpferische, manchmal widersprüchliche Kraft, die Form gibt, aber nie die ganze Wahrheit preisgibt.

In der Gesamtheit entsteht der Eindruck eines Bildes, das nicht beschreibt, sondern einweihen will. Es lädt den Betrachter ein, den Blick nicht auf die Oberfläche zu richten, sondern dem inneren Impuls zu folgen, dorthin, wo die wandernden Archonten ihre Pfade ziehen, wo Licht und Materie sich begegnen und wo das Unaussprechliche in Farbe und Struktur eine Sprache findet. Dieses Werk ist kein Abbild, sondern eine Einladung zur inneren Reise, ein Spiegel der verborgenen Bewegung, die all unser Werden durchzieht.

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