Kalenderblatt
10. August

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Das Kalenderblatt zum 10. August
“Die Götter tranken Nektar”

“The Gods drank nectar”
“Los Dioses bebían néctar”
Aquarell und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

Das Bild wirkt wie eine poetische Mischung aus surrealer Landschaft und kosmischem Geschehen.
Die untere Bildhälfte ist ruhig – ein kleiner grüner Baum, ein Hügel, ein schmaler Horizont – während darüber ein farbintensives, fast tanzendes Himmelsgeschehen stattfindet.

Die gelb-leuchtende Form in der Mitte erinnert an eine Sonne oder Mondsichel, aus der farbige Energiewellen strömen. Die Aquarell- und Acrylpaste-Struktur lässt die Formen fast plastisch hervortreten, so dass das Ganze wie ein lebendiger, fließender Traumhimmel wirkt.

Das Zusammenspiel von Rot-, Orange-, Lila- und Gelbtönen gibt dem Werk eine warme, lebensfrohe Ausstrahlung – passend zum Titel, als ob die „Götter“ ihre Freude und Energie in den Himmel gegossen hätten.

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Kalenderblatt
9. August

Honigbrot zum Frühstück

Das Kalenderblatt zum 9. August
“Honigbrot zum Frühstück”

“Bread with honey for breakfast”
“Pan con miel para desayuno”

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Es sind nicht die Dinge selbst, die dieses Bild erzählt. Es ist ihr inneres Leuchten.

Der Titel mag schlicht erscheinen. Ein Honigbrot. Ein Frühstück. Und doch öffnet sich vor dem Auge keine häusliche Szene, sondern ein Feuer aus Erinnerung und Empfindung. Das Gold ist hier nicht Dekoration. Es ist Licht, Wärme und Leben zugleich. Es fließt durch das Dunkel wie ein kostbarer Saft und entzündet die Fläche von innen.

Die tiefen Blau- und Schwarztöne geben diesem Licht erst seine Kraft. Ohne das Dunkel gäbe es keinen Morgen. Ohne Schatten könnte das Gold nicht singen. Gerade in diesem Gegensatz liegt die eigentliche Spannung des Werkes.

Die Oberfläche lebt. Acrylpaste, Farbauftrag und Relief bilden keine bloße Struktur. Sie tragen die Bewegung des Malens in sich. Jeder Kratzer, jede Verdichtung, jede aufbrechende Schicht wirkt wie eine Spur gelebter Zeit.

Zwischen den Farbfeldern stehen die goldenen Rechtecke wie kleine Erinnerungsstücke. Sie erinnern an Brotscheiben, an Fenster, an geöffnete Türen oder an Fragmente einer Landschaft. Das Bild entscheidet sich nicht für eine einzige Wirklichkeit. Es lässt viele Möglichkeiten nebeneinander bestehen.

Mich berührt besonders, dass dieses Werk nicht illustriert. Es erweckt Empfindungen, lange bevor der Verstand beginnt, nach Erklärungen zu suchen. Man meint den Duft des Morgens zu kennen, obwohl nirgends ein Tisch, kein Brot und kein Honigtopf zu sehen sind. Gerade darin liegt die Freiheit der Malerei.

„Honigbrot zum Frühstück“ erzählt vom Reichtum des Einfachen. Es erinnert daran, dass selbst der kleinste alltägliche Augenblick von einer Schönheit erfüllt sein kann, die weit über das Sichtbare hinausgeht. Man muss nur bereit sein, ihr zu begegnen.

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