Kategoriearchiv: Remastert

Kalenderblatt
3. November

Kalenderblatt 3. November

Das Kalenderblatt zum 3. November
„Dialog der Kräfte im chromatischen Raum“
„Dialogue of Forces in the Chromatic Space“
„Diálogo de las fuerzas en el espacio cromático“

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Das Werk entfaltet sich als ein visuelles Spannungsfeld zwischen Bewegung und Verdichtung, zwischen Impuls und Formwerdung. Das Bild scheint von einem unsichtbaren Atem durchzogen, der Farbe als Energie begreift und sie in eine rhythmische Choreografie überführt. In den kühlen, tiefen Blautönen verdichtet sich eine dynamische Strömung, die wie eine Welle über das Bild zieht, nicht als Naturabbild, sondern als metaphorische Bewegung des Bewusstseins. Gegenüber steht das intensive Rot, ein Zentrum von innerer Glut und Transformation, das die Kraft des Werdens und Widerstands in sich trägt.

Hier begegnen sich polare Energien, Expansion und Konzentration, Fließen und Brennen, Geist und Materie. Die gelbgrünen Partien wirken wie ein vermittelndes Feld, ein Resonanzraum, in dem sich Gegensätze nicht aufheben, sondern in vibrierendem Gleichgewicht halten. Das Bild entsteht nicht aus Darstellung, sondern aus Prozesshaftigkeit: Jeder Pinselzug, jede Textur ist die Spur eines inneren Dialogs zwischen dem Sichtbaren und dem Erspürten.

In dieser gestischen, fast musikalischen Komposition wird der Raum selbst zum Träger von Bewegung. Die Farbschichten interagieren, überlagern sich, widersprechen einander und gerade daraus erwächst eine tiefere Ordnung, eine chromatische Architektur des Lebendigen. So offenbart das Werk nicht nur ein abstraktes Spiel von Formen, sondern eine Erfahrung von Energie in Balance, einen Dialog der Kräfte, der in seiner Intensität den Betrachter unmittelbar erfasst und in den stillen Kern der Bewegung führt.

Teile diesen Beitrag

Kalenderblatt
2. November

Die Schwingung der Ewigkeit sprengt den Kreis des Zen

Kalenderblatt vom 02. November
„Die Schwingung der Ewigkeit sprengt den Kreis des Zen“
„The vibration of eternity blow up the circle of Zen“
„La vibración de la eternidad dinamita la circular del Zen“

Acryl, Acrylpaste, Pigment, Glitter auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

Der Titel entfaltet eine vibrierende Spannung zwischen Bewegung und Stille, zwischen Grenzen und Unendlichkeit. Das Bild pulsiert in kräftigen Gelb-, Rot- und Blautönen, ein energetischer Wirbel aus Farbe, Struktur und Licht. Im Zentrum: ein kreisender Strom aus gelber Energie, der den Blick unwiderstehlich in sich hineinzieht, wie der Sog des Lebens selbst, der uns in die Tiefe unserer eigenen Existenz ruft.

Die Spirale aus Gold und Ocker scheint sich unaufhörlich zu drehen, sie erinnert an die Bewegung der Galaxien oder an die Schwingung eines Klanges, der sich ins Universum ergießt. Doch der Kreis, Symbol des Zen, des Vollkommenen, wird hier aufgebrochen, durchstoßen, transformiert. Das Rot sprengt nach außen, wie ein Akt des Erwachens, während das Blau des Hintergrundes die unendliche Weite des Bewusstseins ahnen lässt.

Eine kleine Legende erzählt: Einst war der Kreis des Zen vollkommen geschlossen, reine Form, vollkommene Ruhe. Doch eines Tages begann er zu atmen. Ein Lichtfunken, geboren aus der Stille, wollte sich erfahren. Er vibrierte, schwang, löste sich aus der Perfektion der Leere und wurde zum Tanz der Ewigkeit.

So ist dieses Werk mehr als ein Bild, es ist ein energetisches Tor, ein sichtbarer Abdruck der kosmischen Bewegung, die uns alle durchströmt. Die Schwingung der Ewigkeit, einmal gespürt, sprengt jeden Rahmen, jedes Dogma, jeden Kreis und führt uns mitten hinein in das grenzenlose Jetzt.

Teile diesen Beitrag