Archiv der Kategorie: Remastert

Kalenderblatt
28. Januar

Kalenderblatt zum 28. Januar

Das Kalenderblatt zum 28. Januar
“Das vergessene Mantram im zerbrochenen Zeichenraum”
“The Forgotten Mantram in the Shattered Sign-Space”
“El Mantram Olvidado en el Espacio de Signos Fragmentado”

Mixed Media auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Dieses Bild wirkt wie ein geheimes Fragment aus einer Welt, die nicht erklärt werden will  und genau darin liegt seine magnetische Kraft. Es ist kein „Motiv“, das man einfach erkennt und abhakt, sondern ein Zeichenfeld, eine verschlüsselte Landschaft zwischen Innenraum und Außenwelt, zwischen Erinnerung und Vision. Schon im ersten Blick spürt man: Hier geschieht etwas, das älter ist als Worte. Die Oberfläche lebt, sie vibriert, sie trägt Spuren von Berührung, Verdichtung, Widerstand, als hätte sich die Zeit selbst in Schichten abgelegt. Das Blau, dominant und umhüllend, wirkt wie ein kosmischer Nachthimmel, wie ein Schutzmantel aus Tiefe und Stille, der alles umschließt und zugleich verschluckt. Es ist ein Blau, das nicht freundlich ist, sondern ehrlich, ein Blau, das flüstert: „Komm näher, aber sei bereit, etwas zu verlieren.“

Im Zentrum öffnet sich eine Struktur wie ein zerbrochener Zeichenraum, eine Art aufgerissene Wand oder Splitterportal, das an alte Fresken, abgewetzte Mauern oder verwitterte Schriftträger erinnert. Diese Fläche ist nicht glatt, sondern brüchig, kratzend, voller Spuren, als wäre sie von innen heraus erschüttert worden. Gerade dadurch entsteht ein Sog: Man will hineinsehen, hineinlesen, entziffern. Und genau da beginnt der eigentliche Zauber, denn dieses Werk verweigert die eindeutige Botschaft und schenkt stattdessen etwas Wertvolleres: die Erfahrung des Geheimnisses.

Die gelbgrünen Bereiche am unteren Rand leuchten wie eine verborgene Erde, wie ein Terrain aus Moos, Licht, verwunschenem Wald, ein Boden, auf dem etwas wächst, obwohl es nicht wachsen dürfte. Das Gelb ist kein Sonnenlicht, es ist eher ein inneres Leuchten, eine Ahnung von Energie, die sich durch die Materie drückt. Dazwischen stehen kleine farbige Signale, insbesondere die warmen Rot- und Orangetöne, wie Markierungen eines Rituals, wie ein plötzliches Aufblitzen von Leben inmitten einer alten, stillen Ordnung. Rot wird hier zum Herzschlag, zum Alarm, zum geheimen Impuls: Hier ist Präsenz. Hier ist Entscheidung. Hier ist ein Moment, der zählt.

Je länger man schaut, desto stärker fühlt es sich an, als sei dieses Werk eine Karte, aber keine geografische, sondern eine seelische Karte. Es zeigt Übergänge, Schwellen, Durchgänge. Es zeigt, wie sich etwas in uns verschiebt, wie alte Strukturen brechen, wie Bedeutungen zerfallen und wie im selben Augenblick neue Zeichen auftauchen, roh, noch unübersetzt, aber voller Wahrheit. Dieses Bild spricht nicht davon, dass alles heil ist. Es spricht davon, dass etwas aufbricht, dass etwas frei wird. Und gerade deshalb besitzt es diese stille Autorität: Es ist nicht Dekoration, es ist Transformation.

Man könnte sagen: Dieses Werk ist wie das Echo eines Satzes, den man einmal wusste und dann vergessen hat. Ein Satz, der nicht im Kopf gespeichert ist, sondern im Körper, im Unterbewusstsein, in einer tieferen Schicht des Erlebens. Ein vergessenes Mantram, das nicht mehr „gesprochen“ wird, sondern sich als Gefühl zurückmeldet, als Spur, als Zeichen, als unruhige Schönheit. Und genau hier liegt die Essenz: Das Bild fordert nicht, dass man es versteht. Es fordert nur, dass man es zulässt. Dass man sich einen Moment lang einlässt auf das Ungewisse, auf das Unfertige, auf das Rätselhafte. Denn manchmal ist das Geheimnis nicht da, um gelöst zu werden, sondern um uns daran zu erinnern, dass wir mehr sind als das, was wir benennen können.

Am Ende bleibt ein Eindruck zurück, der ungewöhnlich lange nachklingt: eine Mischung aus Schutz und Gefahr, von Tiefe und Aufbruch, von Stille und Botschaft. Dieses Bild wirkt wie ein Tor in eine Zone, die man nicht betritt, um Antworten zu finden, sondern um sich selbst wieder zu begegnen, dort, wo das Denken aufhört und die innere Wahrheit beginnt. Und genau deshalb trägt es diese besondere, geheimnisvolle Aura: Es ist ein Kunstwerk, das nicht erklärt, sondern erweckt.

——————
Du kannst dieses Original kaufen:

Endpreis gemäß §19 UStG: 250.- Euro
Zahlung per PayPal oder Überweisung:
Gib im PayPal-Fenster bitte den Bildtitel an.
Versand innerhalb Deutschland kostenfrei 3–5 Tage
Widerrufsrecht 14 Tage (Details siehe Widerrufsbelehrung
https://www.juanlobo.info/widerrufsbelehrung/).
——————
Teile diesen Beitrag

Kalenderblatt
28. Januar

Quallenparty südlich von Kreta

Das Kalenderblatt zum 28. Januar
“Quallenparty südlich von Kreta”
“Party of jellyfishs to the south of Crete”
“Fiesta de medusas al sur de Creta”

Aquarell auf Aquarellbütten ca 20 x 15 cm

Quallenparty südlich von Kreta“ ist ein leuchtendes Ereignis, das sich wie ein geheimer Sommermoment im Wasser entfaltet. Schon beim ersten Blick spürt man dieses mediterrane Flirren, das nicht von der Oberfläche kommt, sondern aus der Tiefe selbst: ein goldener Strom, der über das Papier läuft wie warmes Licht, das im Meer tanzt, sich bricht, wiederfindet, verschwindet. Dieses Bild erzählt nicht von einem Ort, es erzählt von einem Zustand, von jener Stunde, in der das Leben nicht erklärt werden muss, weil es sich einfach zeigt: schwebend, pulsierend, frei.

Die Quallen erscheinen hier nicht als neutrale Meereswesen, sondern als Botschafter einer anderen Zeitrechnung. Ihre runden Körper wirken wie sanfte Planeten, wie schwimmende Laternen, wie fragile Wesen aus einer Welt, die keinen Lärm kennt und doch voller Bewegung ist. Links tauchen sie fast scheu auf, bläulich, kühl, zurückgenommen, als wären sie Erinnerungen an eine Tiefe, in der alles langsamer wird. Doch rechts bricht das Bild auf, dort brennt ein rotglühender Kern wie ein Herz aus Wasser und Feuer: eine Präsenz, die nicht fragt, ob sie gesehen werden darf, sondern den Raum nimmt, der ihr gehört. Genau hier beginnt die Magie: Dieses Aquarell zeigt, wie Stille plötzlich Energie wird, wie aus Zartheit ein Aufleuchten wächst, wie aus dem Unscheinbaren ein Fest entsteht.

Und dann diese Linien, diese schwarzen Impulse, die wie spontane Bewegungsbahnen durch den Farbraum schneiden, sie sind der Moment, in dem das Unsichtbare sichtbar wird. Sie wirken wie Strömungen, wie elektrische Signaturen, wie das Protokoll eines Tanzes, den man nicht hören, aber fühlen kann. Das Wasser selbst scheint hier nicht Hintergrund zu sein, sondern Mitspieler: Es trägt, es treibt, es entscheidet. Alles fließt, alles antwortet, alles ist Teil eines einzigen Rhythmus. Man sieht nicht nur Quallen, man sieht eine Choreografie des Lebendigen, eine fragile Ekstase, die ganz ohne Spektakel auskommt und gerade deshalb so berührt.

Dieses Bild hat die seltene Kraft, gleichzeitig leicht und tief zu sein. Es ist Sommer und Unterwelt in einem Atemzug. Es ist Spiel und Mysterium, Farbe und Erinnerung, Bewegung und Hingabe. „Quallenparty südlich von Kreta“ wirkt wie ein poetischer Beweis dafür, dass Schönheit nicht laut sein muss, um unvergesslich zu werden, manchmal genügt ein einziger Moment aus Licht, Wasser und Glut, um in uns eine Saite zum Klingen zu bringen, die wir längst vergessen hatten.

——————
Du kannst dieses Original kaufen:

Endpreis gemäß §19 UStG: 250.- Euro
Zahlung per PayPal oder Überweisung:
Gib im PayPal-Fenster bitte den Bildtitel an.
Versand innerhalb Deutschland kostenfrei 3–5 Tage
Widerrufsrecht 14 Tage (Details siehe Widerrufsbelehrung
https://www.juanlobo.info/widerrufsbelehrung/).
——————
Teile diesen Beitrag