Kategoriearchiv: Remastert

Kalenderblatt
2. August

Frau Huber war entsetzt als sich ihr Hund Wasti beim Morgenspaziergang hinlegte und einschlief

Kalenderblatt vom 2. August
„Frau Huber war entsetzt als sich ihr Hund Wasti beim Morgenspaziergang hinlegte und einschlief“
„Ms. Huber was appalled when her dog lied down and went to sleep during the morning walk“
„Doña Huber se escandalizaba cuando su perro se recostaba y se dormía durante el paseo mañanero“

Aquarell, Tusche auf Bambuspapier 21 x 13 cm

Es gibt Bilder, die keine Geschichte erzählen, sondern uns daran erinnern, dass Geschichten bereits überall wohnen. Diese Gestalt scheint weder Mensch noch Pflanze noch Tier zu sein und ist doch von allem etwas. Ihr Blick ist offen wie der eines Kindes, das die Welt noch nicht in Namen zerlegt hat.

Der kleine Hund am Rand des Bildes verändert alles. Er schläft, als hätte er beschlossen, dem Lauf der Zeit für einen Augenblick nicht mehr zu folgen. Während Frau Huber entsetzt ist, bleibt das Bild vollkommen gelassen. Es kennt keine Dringlichkeit. Es kennt nur den Rhythmus des Lebens.

Die Farben teilen das Gesicht nicht, sie vervollständigen es. Rot und Blau, Wärme und Kühle, Gefühl und Gedanke begegnen sich in einer einzigen Figur. Die schwarze Linie zeichnet keinen Körper, sondern eine Bewegung des Geistes.

Das wahre Ereignis ist nicht, dass ein Hund einschläft. Das wahre Ereignis besteht darin, dass wir glauben, dies dürfe nicht geschehen. Das Bild lächelt darüber. Es erinnert uns daran, dass selbst das Gewöhnlichste ein kleines Wunder sein kann, sobald wir aufhören, es selbstverständlich zu nennen.

 

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Kalenderblatt
1. August

Wo sind die Vögel? - im Süden! - Oh Deutschland deine Sommer

Kalenderblatt vom  1. August
„Wo sind die Vögel? – im Süden! – Oh Deutschland deine Sommer“
„Where are the birds? – In the south! – O Germany your summers“
„¿Donde estan los aves? – ¡En el sur! – O Alemania tus veranos“

Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

Der Titel des Bildes „Wo sind die Vögel? –  Im Süden! –  Oh Deutschland, deine Sommer“ weckt eine leise Melancholie und öffnet zugleich den Raum für eine innere Reise. Die Komposition wirkt klar und strukturiert, fast architektonisch. Zugleich zeigen sich feine Verschiebungen und Kontraste, die den Blick tiefer führen.

Im Zentrum liegt ein Feld aus hellem Blau und leuchtendem Gelb. Es erinnert an Licht, Himmel, Weite und die stille Sehnsucht nach Freiheit. Dieses helle Zentrum kann als Fenster gesehen werden, als Einladung, das Gewohnte hinter sich zu lassen und sich dem Unbekannten zuzuwenden.

Darüber spannt sich eine graue Fläche mit einem schmalen, roten Strich. Diese Linie wirkt wie eine Grenze, eine Schwelle zwischen dem Hier und einem möglichen Dort. Sie trennt nicht nur Flächen, sondern auch Zustände: das Bekannte vom Möglichen, den Alltag von einer inneren Weite.

Links und rechts davon stehen dunklere, strukturreiche Farbblöcke. Sie wirken wie Erinnerungen oder Erfahrungen, die uns geprägt haben. Sie sind nicht bedrohlich, aber präsent. Sie schaffen Tiefe, halten das Licht in der Mitte und geben ihm zugleich Bedeutung.

Dieses Bild ist kein lauter Ruf, sondern ein stilles Angebot. Wer sich darauf einlässt, kann zwischen den Farbschichten etwas Eigenes entdecken. Vielleicht eine Spur von Leichtigkeit. Vielleicht die Erinnerung an einen Sommer, der noch kommen darf. Oder den Beginn eines Weges, der nach innen führt.

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