Archiv der Kategorie: Morgenbild

Kalenderblatt
7. Februar

Kalenderblatt vom 07. Februar
“Luftlinie 6294 km zum Himalaya”
“Air-line distance 6294 km to the Himalayas”
“Aerolínea 6294 km a Himalaya”

Acryl. Bleistift, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

„Luftlinie 6294 km zum Himalaya“ ist kein Landschaftsbild im geografischen Sinn, es ist eine innere Wegmarke, ein gemalter Abstand zwischen Hier und Dort, zwischen dem Alltäglichen und dem Erhabenen. Die Komposition öffnet sich wie ein atmender Horizont: oben das gleißende Gelb, durchzogen von warmen Orange- und Ockertönen, wirkt wie eine verdichtete Sonne, ein geistiger Raum, der nicht scheint, sondern zieht. Darunter schieben sich kantige, zerklüftete Formen in Blau, Grau und Weiß ineinander, Gebirge aus Erinnerung, Erfahrung, Widerstand.

Die Bleistiftlinien sind sichtbar geblieben, tastend, suchend, fast fragil. Sie verleihen dem Bild eine menschliche Unsicherheit, als würde der Weg nicht behauptet, sondern immer wieder neu vermessen. Acrylpaste hebt einzelne Partien an, macht sie körperlich, greifbar, als müsse man die Distanz nicht nur sehen, sondern fühlen, Schicht für Schicht. Die Berge erscheinen dadurch nicht monumental im klassischen Sinn, sondern innerlich aufgerichtet, wie Hindernisse, die zugleich Prüfungen und Initiationen sind.

Das Blau spricht von Tiefe, Kälte, Konzentration, mentaler Höhe, nicht romantischer Ferne. Dazwischen brechen rote Akzente hervor, roh und ungezähmt, wie Lebensenergie, wie Blutspuren des Weges, wie Erinnerung daran, dass jede Annäherung an das Wesentliche durch Reibung entsteht. Nichts ist glatt, nichts gefällig. Dieses Bild will nicht gefallen, es will wahr sein.

Der Titel verankert das Werk radikal: 6294 Kilometer, eine exakte Zahl, nüchtern, fast technisch. Und doch ist sie reine Metapher. Denn diese Entfernung misst keinen Raum, sondern Bewusstsein. Der Himalaya steht hier nicht für ein Gebirge, sondern für das absolute Außen, das höchste Innen, den Punkt, an dem sich Erdschwere und Geist berühren. Die Luftlinie ist kurz, der Weg jedoch existentiell.

Dieses Bild erzählt von Sehnsucht ohne Sentimentalität, von Spiritualität ohne Ornament, von einer Bewegung, die nicht ankommt, sondern ausrichtet. Es ist ein Werk für Menschen, die wissen, dass Transformation nicht im Ziel liegt, sondern im Gehen, im Schichten, im Aushalten der eigenen Konturen. „Luftlinie 6294 km zum Himalaya“ ist kein Versprechen auf Ankunft, es ist eine Einladung, loszugehen.

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Kalenderblatt
5. Februar

Das Morgenbild zum 5. Februar
“Seepferdchen on the road”
“Sea horse on the road”
“Caballito de mar a los viajes”

Aquarell auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

„Seepferdchen on the road“ erzählt von einem Aufbruch, der  still, innerlich und von tiefer Konsequenz ist. Kein dramatisches Voranstürmen, kein heroischer Gestus, vielmehr die leise Entscheidung, sich in Bewegung zu setzen. Das Bild öffnet einen Raum, in dem das Unterwegssein selbst zur Aussage wird.

Die breite, sonnenwarme Gelbfläche spannt sich wie ein Lichtkorridor des Vertrauens durch die Komposition. Sie wirkt nicht als Ziel, sondern als Einladung: ein Weg, der sich zeigt, ohne sich aufzudrängen. In diesem Licht bewegt sich das Seepferdchen, nicht als zoologisches Motiv, sondern als Archetyp des Zarten, des Unscheinbaren, das dennoch unbeirrbar seinen Kurs hält. Es geht voran, nicht trotz seiner Feinheit, sondern gerade wegen ihr.

Am unteren Bildrand verdichten sich Rot-, Violett- und Erdtöne zu wirbelnden Formen, die an emotionale Strömungen erinnern. Hier liegen Erfahrungen, Erinnerungen, vielleicht auch innere Konflikte. Doch sie blockieren nicht. Im Gegenteil: Sie scheinen das Seepferdchen zu tragen, ihm Tiefe und Richtung zu verleihen. Was bewegt hat, bewegt weiter.

Die grauen und dunkleren Partien markieren Übergänge, jene Zonen zwischen Gewissheit und Unbekanntem. Nichts ist hier eindeutig, und genau darin liegt ihre Kraft. Die organischen Linien im oberen Bildbereich wirken wie eingeschriebene Spuren des Gewesenen: gelebtes Leben, das nicht mehr festhält, sondern integriert ist.

Dieses Aquarell spricht von Mut ohne Pathos, von Selbstvertrauen ohne Lautstärke. Es ist ein Bild für Menschen, die ihren Weg nicht erklären müssen, weil sie ihn fühlen. „Seepferdchen on the road“ erinnert daran, dass die wahre Reise oft unscheinbar beginnt und gerade deshalb unausweichlich wahr ist.

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