Alle Beiträge von JUANLOBO

Kalenderblatt
5. April

Auferstehung

Das Kalenderblatt zum 5. April
“Auferstehung”
“Resurrection”
“Resurrección”

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Dieses Bild trägt den Titel „Auferstehung“  und genau das geschieht hier nicht laut, nicht triumphierend, sondern leise, kraftvoll und unausweichlich.

Aus einer scheinbar erstarrten, fast rauen Oberfläche aus kühlen Blau- und Grautönen schält sich etwas hervor, das sich dem Stillstand widersetzt. Die Struktur wirkt wie eine verdichtete Welt aus Eis, Stein oder Erinnerung, eine Landschaft der Erstarrung, der Vergangenheit, vielleicht sogar der inneren Dunkelheit. Doch genau in diesem Moment geschieht das Entscheidende: Ein leuchtendes Gelb bricht durch die Schwere.

Dieses Gelb ist kein dekoratives Element. Es ist ein Signal. Ein Aufbruch. Ein inneres Leuchten, das sich seinen Weg bahnt, ungefragt, unaufhaltsam. Es wirkt wie ein Keim, der sich durch festen Boden drängt, wie Licht, das selbst durch dichteste Wolken fällt. Hier wird nichts sanft freigelegt, hier wird durchbrochen, durchlebt, durchstanden.

Die Form selbst bleibt offen, fast fragmentarisch, und genau darin liegt ihre Kraft. Auferstehung ist kein fertiger Zustand, sie ist ein Prozess. Etwas beginnt sich zu zeigen, ohne schon vollständig sichtbar zu sein. Das Gelb wirkt wie eine Geburt aus dem Inneren der Materie selbst, als hätte sich das Leben entschieden, wieder sichtbar zu werden.

Die Dynamik zwischen den Farben erzählt dabei eine tiefe Wahrheit: Ohne die Kälte des Blaus hätte das Gelb keine Strahlkraft. Ohne die Verdichtung keine Entfaltung. Es ist die Spannung zwischen Stillstand und Bewegung, zwischen Verharren und Aufbruch, die dieses Bild trägt.

Und genau darin liegt seine Botschaft: Auferstehung geschieht nicht außerhalb des Dunklen, sie entsteht mitten darin. Sie ist kein plötzlicher Sprung ins Licht, sondern ein langsames, oft unscheinbares Durchbrechen. Ein Moment, in dem sich etwas erinnert: Ich bin noch da. Ich werde wieder.

Dieses Werk ist keine Darstellung, es ist ein Zustand. Ein innerer Wendepunkt, eingefroren in Farbe und Struktur. Und wer lange genug hinsieht, erkennt vielleicht: Das, was hier aufbricht, ist nicht nur Farbe, es ist Leben selbst.

——————
Du kannst dieses Original kaufen:
Endpreis gemäß §19 UStG: 250.- Euro
Zahlung per PayPal oder Überweisung:
Gib im PayPal-Fenster bitte den Bildtitel an.
Versand innerhalb Deutschland kostenfrei 3–5 Tage
Widerrufsrecht 14 Tage (Details siehe Widerrufsbelehrung
——————
Teile diesen Beitrag

Kalenderblatt
5. April

Das Morgenbild zum 5. April
“Je mehr Grünfläche desto besser”
“The more green area the merrier”
“Cuanto más área verde mejor”

Pastellkreide und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

In einem Land, das lange vergessen hatte zu atmen, lag eine Stadt aus grauen Flächen und starren Linien, in der alles seinen festen Platz hatte und nichts mehr wuchs. Die Häuser standen dicht an dicht wie Gedanken, die nie ausgesprochen wurden, und die Menschen gingen ihren Wegen nach, ohne je den Himmel wirklich anzusehen.

Doch tief unter dieser Stadt schlummerte etwas, das sich nicht einordnen ließ.

Eines Tages erschien zwischen den grauen Mauern ein schmaler, leuchtender Streifen, ein roter Impuls, wie ein Riss in der Gewohnheit. Niemand wusste, woher er kam. Manche nannten ihn eine Störung. Andere spürten, dass er eine Einladung war.

Ein Kind war es, das zuerst stehen blieb. Es legte seine Hand an diesen roten Streifen und fühlte, wie etwas in ihm antwortete, ein leises, kaum hörbares Flüstern: „Hier beginnt das Leben wieder.“

Von diesem Tag an geschah etwas Seltsames.

Neben dem Rot breitete sich ein erstes Feld aus, ein tiefes Blau, ruhig und weit, wie ein Gedanke, der sich endlich entfalten darf. Die Menschen begannen innezuhalten. Einige setzten sich einfach an den Rand dieses Blaus und schauten hinein, als würden sie sich selbst neu entdecken.

Doch das eigentliche Wunder geschah darunter.

Langsam, fast unmerklich, begann die Erde zu atmen. Zwischen den klaren Flächen entstand ein wachsender Raum, ein grünes Feld, das nicht geplant, nicht vermessen, nicht kontrolliert war. Es wuchs einfach, weil es wachsen wollte. Und je mehr es sich ausbreitete, desto mehr veränderte sich die Stadt.

Die Menschen, die früher in Linien dachten, begannen plötzlich in Möglichkeiten zu fühlen. Sie pflanzten nichts, sie ließen zu. Sie bauten nicht, sie öffneten Räume. Und mit jedem Schritt, mit jeder Entscheidung, wurde das Grün größer.

Bald entstand ein leiser Satz, der durch die Straßen zog wie ein Wind:
„Je mehr Grünfläche, desto besser.“

Doch es ging nie nur um Wiesen oder Pflanzen.

Das Grün war das Ungeplante, das Weiche, das Lebendige. Es war das, was sich nicht einrahmen ließ, das, was zwischen den Dingen geschah. Es war das Vertrauen, dass Leben nicht gemacht werden muss, sondern sich entfaltet, wenn man ihm Raum gibt.

Der rote Streifen blieb bestehen, als Erinnerung daran, dass Veränderung oft als Störung beginnt. Das Blau blieb, als Tiefe, die alles trägt. Doch das Grün wurde zum Herz der Stadt.

Und eines Tages, als ein alter Mann durch die Straßen ging, blieb er stehen, atmete tief ein und sagte leise:

„Wir haben nicht mehr Fläche gewonnen… wir haben uns selbst zurückgewonnen.“

——————
Du kannst dieses Original kaufen:
Endpreis gemäß §19 UStG: 250.- Euro
Zahlung per PayPal oder Überweisung:
Gib im PayPal-Fenster bitte den Bildtitel an.
Versand innerhalb Deutschland kostenfrei 3–5 Tage
Widerrufsrecht 14 Tage (Details siehe Widerrufsbelehrung
——————
Teile diesen Beitrag