Alle Beiträge von JUANLOBO

Kalenderblatt
17. November

Wetterwechsel auf dem Geiersnest

Kalenderblatt vom 17. November
„Wetterwechsel auf dem Geiersnest“

„Change in the weather on the Geiersnest“
„Cambio del tiempo al Geiersnest“

Acrylpaste, Pigment, Acryl auf Aquarellbütten ca, 21 x 15 cm

In „Wetterwechsel auf dem Geiersnest“ entfaltet sich eine stille, aber eindringliche Dramaturgie, die den Betrachter unmittelbar in einen Moment des inneren und äußeren Umbruchs zieht. Die grob gespachtelten Strukturen, die erdig-goldene Grundierung und die kontrastreichen Farbblöcke wirken wie eine energetische Landkarte zwischen Himmel und Erde. Links öffnet ein hochrechteckiges, kühl-blaues Feld einen Blick in eine andere Dimension, ein Fenster aus Licht, Weite und fließender Klarheit, das den Betrachter förmlich einlädt, den Schritt über die Grenze zu wagen. Daneben steht ein feiner, rot aufragender Strich: eine unsichtbare Schwelle, ein Moment der Entscheidung, der den Wandel markiert, bevor er sich vollzieht.

Der gelbe Quadrant oben rechts pulsiert warm wie eine verdichtete Sonne, ein neuer Gedanke, ein innerer Aufbruch, der sich noch nicht ganz entfaltet hat, aber bereits Kraft spendet. Und dann die Figur: roh, vielschichtig, fragmentiert, ein Mensch im Übergang, halb noch im Alten verhaftet, halb schon im Prozess des Werdens. Sie steht zwischen den Polen von Klärung und Transformation, umgeben von den rot-gold schimmernden Erdfragmenten am unteren Bildrand, die wie bewegte Wurzeln wirken.

Dieses Werk erzählt nicht einfach vom Wetterwechsel; es spricht von der Umwälzung des Inneren, von jenen Augenblicken, in denen die Welt kurz innehält, bevor sie sich neu sortiert. Es ist ein Bild darüber, wie man den Mut findet, einen unsichtbaren Schritt zu tun, hinein in das Licht, das schon wartet.

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Kalenderblatt
16. November

Bewegte Tage in Clichy

Kalenderblatt vom 16. November
„Bewegte Tage in Clichy“
„Emotional days in Clichy“
„Días conmovidos á Clichy“

Acryl, Acrylpaste auf Papier ca. 15 x 21 cm

In „Bewegte Tage in Clichy“ entfaltet sich ein vibrierend-poetisches Kaleidoskop urbaner Energie, eingefangen in einer dynamischen Choreografie aus kühnen Pinselzügen und pulsierenden Farbakzenten. Die schwarzen, geschwungenen Formen wirken wie fragmentierte Bewegungsbahnen, wie Echos von Menschen, Straßen, Gesprächen,  Spuren eines Tages, der mehr wollte, als nur gelebt zu werden. Sie jagen, kreuzen, umkreisen einander, als würden sie den Rhythmus einer Stadt atmen, die niemals ruht.

Zwischen diesen kraftvollen Linien lodert ein leuchtender Kern aus Rot, Gelb und Orange, der wie ein Moment der Klarheit wirkt, ein Gefühl, ein Blick, ein innerer Funken, der sich im Chaos des Alltäglichen kurz aufrichtet und sagt: Hier bin ich. Ein Herzschlag im Getriebe der Metropole.

Die punktuellen Farbsprenkel in Blau und Rot setzen wie schelmische Notizen des Lebens kleine Markierungen in die Szene. Sie erinnern an Begegnungen, Zufälle, an jene kurzen, flüchtigen Momente, die unverhofft emotional nachhallen. Sie wirken wie Erinnerungslichter, die den Tag strukturieren, ohne ihn zu bändigen.

Das Bild erzählt nicht linear, es erzählt pulsierend. Es spricht von Bewegung, von Überforderung, von Schönheit, von inneren und äußeren Wegen. Es zeigt, wie die Welt um uns herum wirbelt, während wir versuchen, unseren Platz in ihr zu finden. Und genau darin liegt seine Kraft: Es ist ein visuelles Tagebuch eines inneren Zustands, roh, lebendig, ungezähmt.

„Bewegte Tage in Clichy“  ist ein Gefühl, eine Erinnerung, ein Strom, ein Stück gelebtes Leben, eingefangen zwischen Papier und Impuls.

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