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Kalenderblatt
29. Januar

Notfalls werde ich für immer warten

Kalenderblatt vom 29. Januar
“Notfalls werde ich für immer warten”
“I’ll be waiting  for ever, if need be”
“En caso necesario voy a esperar por siempre”

Acryl, Acrylpaste auf Acrylpapier ca. 15 x 21 cm

Dieses Bild trägt den Satz „Notfalls werde ich für immer warten“ nicht wie einen Titel, sondern wie ein Gelübde. Es ist eine stille Entscheidung, die aus einer Tiefe kommt, die nicht mehr diskutiert, nicht mehr verhandelt, nicht mehr überzeugt werden muss. Die Komposition wirkt wie ein innerer Raum, in dem drei Kräfte nebeneinander stehen: links das erdige, dunklere Gold, schwer und archaisch wie Erinnerung; in der Mitte das glühende Orange, wie ein vertikaler Fluss aus Hitze, Sehnsucht und Lebensenergie; rechts das warme, strukturierte Braun-Gold, trockener, reifer, wie die Haut der Zeit. Diese drei Felder erzählen von verschiedenen Zuständen desselben Herzens: Vergangenheit, brennende Gegenwart und das ruhige „Danach“, in dem man nicht mehr rennt, sondern bleibt.

Im Zentrum liegt diese helle, querformatige Fläche, wie ein Streifen Licht, wie eine Pause im Sturm, wie ein schmaler Korridor zwischen den Welten. Er wirkt beinahe wie eine versiegelte Botschaft: etwas, das gesagt wurde, aber nicht laut. Etwas, das man nicht erklären kann und auch nicht mehr erklären will. Diese Mitte ist die Schwelle, an der das Bild seine eigentliche Spannung aufbaut: Das Vertikale drängt nach oben und unten, wie ein inneres Brennen, während das Horizontale beruhigt, hält, stabilisiert. Genau hier entsteht das Gefühl von Warten, nicht als Stillstand, sondern als Standhaftigkeit. Nicht als Passivität, sondern als Treue zur eigenen Wahrheit.

Die Acrylpaste ist dabei mehr als Material: Sie ist Widerstand, Kruste, Gelände. Sie macht sichtbar, dass dieses Warten nicht leicht ist. Dass es Reibung gibt. Schichten. Verletzungen. Und trotzdem leuchtet alles, selbst die dunkleren Partien tragen Gold in sich. Als wollte das Bild sagen: Auch in dem, was schwer war, lag immer ein Funken Würde. Auch in dem, was dich aufgehalten hat, steckt eine Kraft, die dich geformt hat. Die Oberfläche wirkt wie gelebte Zeit: nicht glatt, nicht geschniegelt, nicht gefällig, sondern wahr. Und genau deshalb so überzeugend.

„Notfalls werde ich für immer warten“ klingt wie eine Grenze, die man zieht, aber nicht gegen andere, sondern für sich selbst. Es ist der Satz eines Menschen, der aufgehört hat, sich zu verbiegen. Der lieber allein in seiner Klarheit steht, als sich in falscher Nähe zu verlieren. Dieses Bild ist ein Manifest für das lange Durchhalten, für die unverhandelbare Sehnsucht, die nicht kapituliert, nur weil sie nicht sofort erfüllt wird. Und gleichzeitig schwingt darin eine paradoxe Sanftheit: Denn wer wirklich „für immer warten“ kann, wartet nicht mehr aus Mangel, sondern aus innerer Fülle. Aus dem Wissen heraus: Ich muss nicht jagen. Ich darf sein. Ich darf bleiben. Ich darf vertrauen.

So gesehen ist dieses Werk kein Drama, es ist eine stille Macht. Ein Leuchten aus Schichten, ein Feuer, das nicht zerstört, sondern klärt. Es ist die Bild gewordene Haltung eines Menschen, der sich selbst nicht mehr verlässt. Und wenn man lange genug hinsieht, spürt man: Dieses Warten ist nicht leer. Es ist geladen. Es ist ein Raum, in dem etwas Größeres heranwächst. Ein Versprechen an das Leben, das lautet: Ich bin bereit. Ich bin geduldig. Und ich gehe nicht weg.

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29. Januar

Kalenderblatt zum 29. Januar

Das Kalenderblatt zum 29. Januar
„Roter Kreis über gelb-grünem Feld mit dunkler Linie“
“Red Circle Above a Yellow-Green Field with a Dark Line”
“Círculo rojo sobre un campo amarillo-verde con una línea oscura”

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

Dieses Bild ist ein Zustand: ein Auftauchen von Licht, das nicht erklärt werden will, sondern erfahren. Das gelb-grüne Feld breitet sich aus wie eine vibrierende Fläche von Gegenwart, nicht lieblich, sondern geladen, als würde der Tag noch im Entstehen sein. Die Farbe wirkt wie Wärme, die sich ihren Raum nimmt, wie ein inneres Wetter, das sich gerade ordnet.

Oben leuchtet ein roter Kreis, nicht als perfekte Sonne, sondern als Verdichtung. In ihm liegt Bewegung, Glut, ein Puls. Er schwebt nicht einfach im Bild, er setzt einen Schwerpunkt, einen stillen Befehl: Hier ist das Zentrum. Die hellen Spuren im Rot wirken wie Atem, wie Rotation, wie etwas Lebendiges, das nicht fixiert, sondern im Werden bleibt.

Darunter spannt sich eine dunkle Linie wie ein Grat durch die Fläche, eine Schwelle zwischen oben und unten, Licht und Struktur. Die zeichnerischen Striche erinnern an Halme, Rippen, Gelände: eine Landschaft, die nicht abbildet, sondern andeutet. Die Acrylpaste macht das Bild plastisch und materiell, als hätte es eine eigene Haut. man sieht nicht nur Farbe, man spürt Material und Widerstand, als wäre das Bild auch eine kleine Relief-Erfahrung.

Und dann die blau-violetten Formen im Vordergrund: Sie schneiden nicht, sie öffnen. Sie sind Kontrast, der das Licht erst wahr macht. Denn hier entsteht Leuchten nicht durch Harmonie, sondern durch Spannung, durch das Nebeneinander von Wärme und Kante, von Weite und Eingriff.

So führt das Bild den Blick wie eine innere Bewegung: vom Feld über den Grat zum roten Kern. Es zeigt nicht „eine Landschaft“, sondern den Moment, in dem etwas kippt und beginnt. Ein Aufbruch ohne fertige Kontur, aber mit einem klaren Signal: Jetzt.

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