
Kalenderblatt vom 29. Oktober
„Mach Frieden mit dir und der Welt“
„Come to terms with yourself and with the world“
„Pacificate y el mundo“
Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm
Frieden ist kein Zustand, der aus der Stille erwächst. Oft geht ihm eine heftige Auseinandersetzung voraus.
Rot und Schwarz bestimmen den Bildraum. Farben stoßen aufeinander, überlagern sich, brechen auf und hinterlassen Spuren. Die Materie scheint in ständiger Bewegung, als würde sie gegen sich selbst ankämpfen.
Inmitten dieser Unruhe behauptet sich eine helle, gelblich-weiße Form. Sie wird bedrängt, umschlossen und teilweise verschlungen. Doch gerade aus dieser Bedrängnis entwickelt sie ihre eigene Kraft.
Hier wird nichts beschönigt. Die Gegensätze bleiben bestehen. Verletzungen werden nicht verdeckt, Widerstände nicht aufgelöst.
Frieden bedeutet nicht, dass die Gegensätze verschwinden. Frieden beginnt dort, wo wir aufhören, sie zu bekämpfen.
So erzählt das Bild von einer Versöhnung, die nicht durch Unterwerfung oder Verdrängung entsteht, sondern durch die Annahme dessen, was ist.
Der Friede mit der Welt beginnt mit dem Frieden in uns selbst.