
Kalenderblatt vom 06. Februar
“Wir öffnen Räume”
“We open spaces”
“Nosotros abrímos espacios”
Acryl, Acrylpaste auf Acrylpapier ca. 21 x 15 cm
Dieses Bild öffnet keinen Raum, es erklärt ihn nicht, es behauptet ihn. Es steht da wie ein klares Statement: Hier beginnt etwas, das betreten werden will. Die vertikale rote Fläche links wirkt wie eine Schwelle, ein bewusst gesetzter Übergang vom Außen ins Innen. Rot ist hier nicht bloß Farbe, sondern Entscheidung, Mut, Lebenskraft, die sagt: Jetzt. Wer diesen Raum betritt, lässt das Zögern zurück.
Darüber und daneben ordnen sich horizontale Farbzonen, die nicht trennen, sondern strukturieren. Das kühle Türkis oben atmet Weite und Klarheit, fast wie ein offener Himmel oder ein geistiger Horizont. Darunter das erdige Rot: Verdichtung, Erfahrung, gelebte Zeit. Dazwischen ein leuchtendes Gelb, schmal und präzise gesetzt, wie ein Lichtspalt, eine bewusste Öffnung, durch die Erkenntnis fällt. Nichts ist zufällig, jede Schicht weiß um ihre Funktion.
Das große gelbe Feld im unteren Bereich trägt die Handschrift des Prozesses. Die Acrylpaste schafft Tiefe, Widerstand, Geschichte. Hier ist Bewegung eingeschrieben, ein Ringen, ein Arbeiten, ein Durchdringen. Das Gelb ist kein sanftes Sonnenlicht, sondern gelebte Energie, roh, ungeschönt, ehrlich. Es erzählt von dem, was entsteht, wenn man bleibt, wenn man nicht ausweicht, wenn man dem eigenen Ausdruck vertraut.
„Wir öffnen Räume“ ist damit kein poetischer Titel, sondern eine Haltung. Dieses Bild spricht von inneren Räumen, die nicht dekorativ sind, sondern tragfähig. Von Räumen, die entstehen, wenn Grenzen klar sind, Farben sich bekennen und Schichten einander respektieren. Es lädt nicht zum Träumen ein, sondern zum Eintreten. Und wer eintritt, spürt: Hier darf ich größer werden. Hier darf ich mich ausdehnen. Hier beginnt etwas Neues.
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