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Kalenderblatt
21. Dezember

Der Himmel über nirgendwo

Kalenderblatt vom 21. Dezember
“Der Himmel über nirgendwo”
“The sky over nowhere”
“El cielo de ningun lugar”

Acryl, Quarzsand, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

„Der Himmel über nirgendwo“ ist kein Ort, den man finden kann, es ist ein Zustand, den man betritt. Dieses Bild öffnet keinen Horizont, es entzieht ihn. Und genau darin liegt seine stille Überzeugungskraft.

Das erste, was wirkt, ist die Spannung zwischen Auflösung und Grenze. Oben breitet sich ein lichtdurchlässiger Himmel aus Gelb- und Weißtönen aus, durchzogen von feinen, fast atmenden Übergängen. Er wirkt nicht wie ein Himmel über einer Landschaft, sondern wie ein innerer Raum, ein Schwebezustand zwischen Erwachen und Erinnern. Darunter verdichtet sich das Blau, schwerer, körniger, widerständig. Quarzsand und Acrylpaste verleihen dieser Zone eine körperliche Präsenz, fast so, als müsse man sie ertasten, um sie zu begreifen. Es ist kein ruhiges Blau. Es ist ein gelebtes Blau, voller Brüche, Schichtungen und Widerstände.

Mitten in diesem Feld steht sie: die dünne, schwarze Vertikale. Sie ist weder dominant noch dekorativ. Sie markiert. Sie trennt. Sie verbindet. Wie ein Messstrich im Unendlichen zieht sie eine klare Linie durch das Unbestimmbare. Sie könnte Grenze sein oder Ausrichtung, Erinnerung oder Entscheidung. Gerade weil sie sich jeder Erklärung entzieht, wird sie zum stärksten Element des Bildes: ein stiller Akt von Klarheit inmitten des Offenen.

Der Titel verstärkt diese Wirkung. „Nirgendwo“ ist kein Mangel, sondern eine Befreiung von Koordinaten. Hier gibt es kein Oben und Unten im klassischen Sinn, kein Vorher und Nachher. Das Bild lädt dazu ein, den gewohnten Standpunkt aufzugeben und sich in einen Zustand des Nicht-Verortet-Seins fallen zu lassen. Wer hier verweilt, spürt: Dieses Nirgendwo ist kein Verlust, es ist ein Möglichkeitsraum.

„Der Himmel über nirgendwo“ überzeugt nicht durch Lautstärke oder Erklärung. Es überzeugt durch Zurückhaltung, Materialität und innere Spannung. Es ist ein Bild für Menschen, die nicht nach Antworten suchen, sondern nach Resonanz. Ein Bild, das nicht sagt, was ist, sondern erlaubt, etwas Eigenes darin zu finden.

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Kalenderblatt
17. September

Sie kauft sich eine Treppe zum Himmel

Kalenderblatt zum 17. September
“Sie kauft sich eine Treppe zum Himmel”

“She’s buying a stairway to heaven”
“Ella esta comprando una escalera al cielo”

Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

Schon der Titel dieses Werkes öffnet einen Raum voller Sehnsucht, Ironie und geheimnisvoller Verheißung.

Dieses Bild wirkt wie ein stiller Dialog zwischen Erdenschwere und Aufbruch, zwischen Bodenhaftung und Transzendenz. Die Farbwahl,  das tiefe, vielschichtige Blau, das goldene Leuchten, die strahlenden Akzente in Rot, Weiß und Ocker, erzeugt eine Atmosphäre, die zugleich ruhig und vibrierend ist. Man spürt ein inneres Pulsieren, ein Drängen nach oben, ein Ringen um Sinn und Freiheit.

Die Linien und Formen scheinen wie Wegweiser in eine andere Dimension. Links die schmale, aufrechte rote Linie, fast wie eine Achse oder ein Tor; im Zentrum ein gelbliches Rechteck, das wie eine geheimnisvolle Tür schwebt; rechts die Strahlen, spitz zulaufend, ein energetischer Ausbruch von Dynamik, die den Blick ins Offene zieht. Alles führt den Betrachter nach oben, nach vorn, nach außen, ein visuelles Steigen, ein Aufbruch, der fast hörbar wird.

Die emotionale Wirkung ist vielschichtig: Auf den ersten Blick vermittelt das Werk eine sanfte Ruhe, getragen von den kühlen Blautönen. Doch gleichzeitig durchzucken es Momente von Dramatik, das Feuerrot, das strahlende Weiß, die goldenen Spitzen. Es ist, als ob das Bild sagen will: Du kannst den Himmel berühren, wenn du den Mut hast, deinen Weg zu gehen.

Die Geschichte, die sich auftut, ist die einer Suchenden. „Sie“,  eine Frau, eine Seele, ein Mensch sucht nach Erfüllung. Doch sie kauft keine einfache Leiter, sie ersteht eine „Treppe zum Himmel“. Dieses Motiv verweist auf den ewigen Traum der Menschheit: höher, weiter, hinaus über das Alltägliche. Vielleicht eine Anspielung auf spirituelle Sehnsucht, vielleicht ein ironischer Kommentar auf Konsum und Ersatzlösungen.

Die Symbolik ist offen und genau darin liegt die Kraft. Man kann sie spirituell deuten: als Aufstieg der Seele. Man kann sie emotional lesen: als Wunsch, dem eigenen Leben eine neue Richtung zu geben. Oder sozial: als Spiegel einer Gesellschaft, die glaubt, selbst Transzendenz käuflich machen zu können. Das Werk stellt Fragen statt Antworten zu geben: Was ist mein Himmel? Kann man Erfüllung besitzen, oder nur erfahren? Und welchen Preis bin ich bereit zu zahlen?

Die Originalität liegt in der Klarheit der Formen und im Mut zur Reduktion. Nichts ist überladen, nichts zufällig. Jede Fläche, jede Linie trägt eine Bedeutung, ob als Kontrast oder als Brücke. Es erinnert an vertraute moderne Strömungen, Collage, abstrakte Malerei, Konstruktivismus,  und doch bleibt es einzigartig durch seine poetische Spannung.

Dieses Werk zieht Betrachter nicht nur an, es fordert sie heraus. Es ist kein gefälliges Bild, das man nebenbei betrachtet. Es ist ein Bild, das spricht,  von Sehnsucht, von Aufbruch, von der Frage, ob unser Himmel dort oben liegt oder tief in uns selbst.

Wer dieses Bild besitzt, holt sich nicht nur ein Stück Kunst ins Haus, sondern eine dauerhafte Einladung zur Reflexion, zur Inspiration und zum eigenen inneren Aufstieg.

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