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Kalenderblatt
27. Dezember

Wenn sich die Wolken lichten, erscheint die Tür in eine andere Dimension

Kalenderblatt vom 27. Dezember
“Wenn sich die Wolken lichten, erscheint die Tür in eine andere Dimension”
“When the clouds clear away, the door to an other dimension appears”
“Cuando las nubes se aclaran la puerta de una dimensión diferente aparece”

Acryl, Acrylpaste, Glitter auf Aquarellpapier ca. 15 x 21 cm

Dieses Bild wirkt wie ein Moment des Innehaltens zwischen zwei Wirklichkeiten, nicht laut, nicht dramatisch, sondern von einer eindringlichen, fast sakralen Präsenz. Die dichte, bewegte Struktur des Hintergrunds erinnert an aufgewühlte Wolkenfelder, an Landschaften im Übergang, an innere Zustände kurz vor einer Klärung. Gelb dominiert als Farbe der Erkenntnis, des Bewusstwerdens, der geistigen Wachheit, durchzogen von erdigen Rot- und Brauntönen, die für Erfahrung, Reife und gelebte Geschichte stehen. Blau blitzt fragmentarisch auf wie Erinnerungen an Tiefe, Weite und Vertrauen, die noch nicht ganz greifbar sind, aber bereits spürbar.

Im Zentrum steht die vertikale, helle Form,  die Tür. Sie ist weder ornamental noch erklärend, sondern bewusst reduziert, beinahe still. Gerade dadurch entfaltet sie ihre Wirkung. Sie ist kein Versprechen, sondern eine Einladung. Ihre Textur aus Acrylpaste und Glitter verleiht ihr eine subtile Transzendenz: Sie reflektiert Licht, verändert sich je nach Blickwinkel und entzieht sich damit jeder eindeutigen Festlegung. Diese Tür ist kein Objekt im Raum, sondern ein Schwellenmoment im Bewusstsein.

Die rote Linie, die diagonal durch das Bild zieht, wirkt wie eine gezielte Bewegung, ein Entschluss, eine innere Ausrichtung. Sie führt nicht direkt zur Tür, sondern streift sie,  als wolle sie sagen: Der Zugang zu anderen Dimensionen geschieht nicht durch Zwang oder lineare Logik, sondern durch Bereitschaft, Umwege zuzulassen. Transformation folgt keiner geraden Linie, sondern entsteht im Spannungsfeld von Chaos und Klarheit.

„Wenn sich die Wolken lichten, erscheint die Tür in eine andere Dimension“ ist kein Titel im klassischen Sinn, sondern eine innere Wahrheit in Bildform. Die Wolken stehen für mentale Schleier, emotionale Verdichtungen, alte Narrative. Das Bild zeigt nicht das vollständige Öffnen, sondern den entscheidenden Augenblick davor,  jenen Moment, in dem Wahrnehmung kippt und sich Realität erweitert. Es geht nicht um Flucht in eine andere Welt, sondern um Bewusstseinssprung innerhalb dieser.

Dieses Werk spricht Menschen an, die wissen, dass echte Veränderung leise beginnt. Es ist eine visuelle Metapher für Erwachen, für das Erkennen eines Durchgangs, der immer schon da war,  verborgen hinter innerem Nebel. Wer dieses Bild betrachtet, steht nicht vor einem Kunstwerk, sondern vor einer Frage: Bin ich bereit, hindurchzugehen?

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Kalenderblatt
20. November

Zersplitterung der 4. Dimension

Kalenderblatt vom 20. November
“Zersplitterung der 4. Dimension”

“Fragmentation of the 4th dimension”
“La fragmentación de la cuarta dimensión”

Acryl, Acrylpaste. Goldstift auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

In  diesem Bild entfaltet sich ein vielschichtiges Spannungsfeld zwischen kosmischer Tiefe und innerer Auflösung. Das kraftvolle Blau-Weiß des Hintergrunds wirkt wie eine aufgewühlte Raumzeit, ein vibrierendes Gewebe, das den Betrachter in jene Sphäre führt, in der Zeit nicht mehr linear, sondern vielschichtig, verwoben und unberechenbar erscheint. Die Struktur erinnert an nebulöse Galaxien, an das Rauschen des Universums, an jene geheimnisvolle Schicht der Realität, die wir ahnen, aber nie fassen können.

Mitten in dieser ungreifbaren Landschaft bricht ein flammender Kern hervor, ein intensives Rot, umhüllt von goldgelben Pulsbahnen. Dieses Zentrum wirkt wie ein Urfunke, ein Bewusstseinsimpuls, der die Stabilität der vierten Dimension durchbricht. Die goldenen Linien, teils organisch fließend, teils kantig fragmentiert, erzählen vom Auseinanderbrechen alter Ordnungen, aber auch vom Versuch, neue Strukturen zu bilden. Sie sind Splitter von Entscheidungen, Erinnerungen, Zukunftsmöglichkeiten, ein Netz aus Potenzialen, das sich in alle Richtungen ausbreitet.

Die Komposition vermittelt das Gefühl, dass etwas im Begriff ist, gleichzeitig zu entstehen und zu zerfallen. Die vierte Dimension, die Zeit, wird nicht als stetiger Fluss dargestellt, sondern als fragiles System, das durch innere Erschütterungen in Stücke bricht. Und doch zeigt das goldene Strahlen, dass aus diesem Bruch ein neues Bewusstsein geboren wird: Transformation durch Fragmentierung.

So wird das Bild zu einem kraftvollen Symbol für jene Momente im Leben, in denen wir selbst eine „Zersplitterung“ erleben, wenn Gewohntes zerbricht, Wahrnehmungen sich verschieben und ein neuer innerer Raum entsteht. In diesem Werk verschmilzt das Chaos des Unbekannten mit der Verheißung neuer Klarheit. Es lädt dazu ein, die eigene Zeitlichkeit zu hinterfragen und die innere Dynamik des Wandels tief zu spüren.

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