Kalenderblatt
7. November

Kalenderblatt 7. November

Das Kalenderblatt zum 7. November
„Das erwachende Siegel“
„The Awakening Seal“
„El Sello Despertante“

Acryl, Schlagmetall und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

In einem Meer aus tiefem Blau erhebt sich ein goldener Kreis, geheimnisvoll, unvollkommen, lebendig. Wie ein kosmisches Auge oder das Symbol einer uralten Macht scheint er aus dem Nebel zu treten, als würde das Unsichtbare für einen Moment Form annehmen. Das Gold leuchtet nicht nur als Farbe, sondern als Energie, die Erinnerung an etwas Ursprüngliches, an eine Zeit, in der Licht und Dunkelheit noch im Einklang tanzten.

Dieses Bild erzählt von Transformation und Erwachen , vom Moment, in dem eine innere Kraft, lange verborgen, ihren Weg an die Oberfläche findet. Der goldene Kreis wirkt wie ein Siegel der Seele, das sich langsam öffnet, um das Licht des Bewusstseins freizusetzen. Zwischen Tiefe und Strahlung entsteht ein Spannungsfeld, das an die alchemistische Wandlung erinnert: Aus Dunkel wird Erkenntnis, aus Materie wird Geist.

In der Dämmerung zwischen Traum und Erwachen ruhte ein uraltes Siegel, verborgen im Schweigen der Zeit. Niemand wusste, wann es geschaffen wurde – nur, dass es den Schlüssel zu einem vergessenen Wissen barg. Jahrtausende lang schlief es in der Tiefe eines blauen Äthers, umhüllt von Nebelschleiern, bewacht vom Atem des Universums.

Eines Tages jedoch begann etwas zu pulsieren. Ein kaum wahrnehmbares Leuchten, zuerst wie ein Atemzug, dann wie ein Herzschlag. Das Gold im Inneren erwachte, als hätte eine unsichtbare Hand das Zeichen der Erinnerung berührt. Licht durchdrang das Dunkel, und aus dem Nichts formte sich eine leuchtende Sphäre, ein Bote der Wandlung.

Sie erzählte keine Worte, doch wer sie sah, fühlte die Erinnerung an seine eigene Herkunft. Das Siegel öffnete sich nicht, um zu zerstören, sondern um zu erinnern: an das Licht, das in allem schläft, und an den Moment, da es in uns selbst wieder zu leuchten beginnt.

So blieb es „Das erwachende Siegel“, ein stilles Zeugnis der inneren Alchemie, wo Dunkelheit und Gold einander erkennen.

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Kalenderblatt
6. November

Das Licht in den Grotten von Ussat

Kalenderblatt vom 6. November
„Das Licht in den Grotten von Ussat“
„The light in the grottos of Ussat“
„La luz en las grutas de Ussat“

Acryl, Acrylpaste, Glitter auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

Das Werk entführt den Betrachter in eine mystische, fast alchemistische Welt aus Farbe, Bewegung und Energie. Feurige Ocker- und Goldtöne brechen sich an dunklen, erdigen Schichten, wie ein geheimes Strahlen, das aus der Tiefe hervorbricht. Das Bild wirkt, als hätte das Licht selbst den Weg durch uralte Gesteinsschichten gefunden, um sich schließlich in einem glühenden Zentrum zu offenbaren.

Das Zusammenspiel von Acryl, Acrylpaste und Glitter verleiht dem Werk eine haptische Intensität, die über das rein Visuelle hinausgeht. Hier leuchtet nicht nur Farbe, hier pulsiert eine spirituelle Energie, die an die verborgenen Mysterien der Pyrenäen erinnert. Der Titel, „Das Licht in den Grotten von Ussat“, deutet auf jene Orte hin, in denen Licht und Dunkelheit sich begegnen, wo Mensch und Erde, Materie und Geist zu einem stillen Dialog verschmelzen.

In der vibrierenden Mitte des Bildes sammelt sich die Kraft des Goldes, ein Symbol für Bewusstsein, Erkenntnis und inneres Feuer. Umgeben von rauen Strukturen, tiefen Brauntönen und aufbrechendem Blau, scheint es, als würde das göttliche Licht selbst den Weg durch die Schatten bahnen. Dieses Werk ist keine bloße Landschaft, sondern ein inneres Erlebnis, ein Aufruf, das eigene Licht im Inneren der eigenen „Grotte“ zu entdecken.

So wird das Bild zu einer Metapher des Erwachens: aus der Dunkelheit der Tiefe erhebt sich das leuchtende Bewusstsein,  ungezähmt, strahlend, unvergänglich.

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