Kalenderblatt
29. Dezember

Kalenderblatt zum 29. Dezember

Das Kalenderblatt zum 29. Dezember
„Wo mein Weg das Meer berührt“
“Where My Path Touches the Sea“
„Donde mi camino toca el mar”

Aquarell auf Aquarellbütten ca 20 x 15 cm

Dieses Bild ist ein Moment. Ein Augenblick, in dem das Leben innehält, bevor es weitergeht. Der Horizont liegt ruhig und weit, nicht als Grenze, sondern als Einladung. Wo mein Weg das Meer berührt erzählt von jener Schwelle, an der Erfahrung und Hoffnung sich begegnen, ohne einander zu widersprechen.

Das Meer erscheint nicht dramatisch, nicht fordernd. Es ist da,  tragend, atmend, verlässlich. Ein Meer, das nicht überwältigt, sondern empfängt. Die sanften Übergänge von Blau zu Türkis, von Sand zu Licht lassen Zeit spürbar werden: Zeit, die nicht drängt, sondern klärt. Jede Farbschicht wirkt wie eine gelebte Etappe, übereinandergelegt, nicht ausgelöscht. Nichts wird zurückgenommen, alles wird integriert.

Das warme Gelb des Horizonts ist kein grelles Versprechen, sondern ein reifes Licht. Es spricht von einem Morgen, der nicht mehr neu sein muss, um wahr zu sein. Von einem Neubeginn, der aus Tiefe entsteht, nicht aus Flucht. Hier beginnt nichts bei Null,  hier setzt etwas fort, was gewachsen ist.

Der Strand ist leer. Und genau darin liegt seine Kraft. Keine Spuren, keine Figuren, keine Ablenkung. Der Betrachter wird selbst zur Bewegung im Bild, zum stillen Wanderer zwischen Land und Wasser, zwischen den Welten. Dieser Ort fragt nicht, woher man kommt. Er fragt nur: Bist du bereit, weiterzugehen, mit allem, was du bist?

„Wo mein Weg das Meer berührt“ ist eine visuelle Biografie ohne Chronologie. Ein Bild über Übergänge, über innere Reife, über das stille Einverständnis mit dem eigenen Lebensrhythmus. Es zeigt keinen Höhepunkt, sondern einen Wahrheitsmoment: den Punkt, an dem man nicht mehr kämpfen muss, um anzukommen.

Das Meer wartet nicht. Es ist bereits da. Und genau dort berührt der Weg sein Ziel.

——————
Du kannst dieses Original kaufen:

Endpreis gemäß §19 UStG: 250.- Euro
Zahlung per PayPal oder Überweisung:
Gib im PayPal-Fenster bitte den Bildtitel an.
Versand innerhalb Deutschland kostenfrei 3–5 Tage
Widerrufsrecht 14 Tage (Details siehe Widerrufsbelehrung
https://www.juanlobo.info/widerrufsbelehrung/).
——————
Teile diesen Beitrag

Kalenderblatt
28. Dezember

Das war wohl die falsche Tür

Kalenderblatt vom 28. Dezember
„Das war wohl die falsche Tür“
„May be, that was the wrong door“
„Esta puerta estuvo la falsa aparentemente“

Acryl, Acrylpaste, Ölpastell auf Aquarellpapier ca. 21 x 15 cm

Dieses Bild ist ein stiller, kompromissloser Moment der Erkenntnis. „Das war wohl die falsche Tür“ erzählt nicht von einem banalen Irrtum, sondern von der existenziellen Erfahrung, eine Schwelle überschritten zu haben, hinter der sich nicht das Erwartete offenbart. Im Zentrum leuchtet ein gelblich-goldener Raum, roh umrandet, wie ein hastig freigelegtes Fenster im Mauerwerk der eigenen Geschichte. Dieses Licht ist kein sanftes Versprechen, sondern ein entlarvendes Aufscheinen,  zu hell, zu direkt, um bequem zu sein.

Die dunklen, fast aggressiv wirkenden Strukturen aus Schwarz, Grau und Weiß drücken von allen Seiten nach innen. Sie wirken wie Verdichtungen von Zweifel, Widerstand und innerer Schwere, als hätte sich das Außen gegen diesen einen Schritt verschworen. Die Tür – oder das, was wir dafür halten – ist nicht sauber definiert. Sie ist verzerrt, schief, unruhig. Nichts hier lädt zum Eintreten ein. Und doch ist man bereits hindurchgegangen.

Gerade darin liegt die emotionale Kraft des Bildes: Es zeigt nicht die Entscheidung, sondern den Moment danach. Den Augenblick, in dem klar wird, dass Hoffnung allein kein Kompass war. Dass Neugier, Mut oder Verlangen einen in einen Raum geführt haben, der sich nun als unvereinbar mit dem eigenen Inneren entpuppt. Das Gelb steht dabei nicht nur für Licht, sondern für Warnung, Alarm, nackte Wahrheit. Es ist die Farbe der Erkenntnis, die sich nicht mehr zurücknehmen lässt.

Die groben Spachtelspuren und das expressive Überlagern der Materialien verstärken diesen Eindruck. Hier wurde nichts geschönt, nichts geglättet. Das Bild atmet Widerstand. Es verweigert Harmonie und zwingt den Betrachtenden, die eigene Beziehung zu Fehlentscheidungen zu reflektieren. Wie oft erkennen wir erst im Nachhinein, dass wir nicht an der falschen Stelle gezögert, sondern an der falschen Stelle vertraut haben?

Und doch ist dieses Werk nicht hoffnungslos. Denn eine Tür – selbst die falsche – ist immer ein Übergang. Wer erkennt, dass es die falsche war, ist bereits einen Schritt weiter als zuvor. Dieses Bild würdigt genau diesen Schritt: den schmerzhaften, ehrlichen, unbequemen Moment der Selbsterkenntnis. Es ist ein Bild für Menschen, die den Mut haben, sich einzugestehen, dass Irrwege Teil von Wahrheit sind und dass jedes falsche Öffnen auch die Fähigkeit schärft, die nächste Tür bewusster zu wählen.

——————
Du kannst dieses Original kaufen:

Endpreis gemäß §19 UStG: 250.- Euro
Zahlung per PayPal oder Überweisung:
Gib im PayPal-Fenster bitte den Bildtitel an.
Versand innerhalb Deutschland kostenfrei 3–5 Tage
Widerrufsrecht 14 Tage (Details siehe Widerrufsbelehrung
https://www.juanlobo.info/widerrufsbelehrung/).
——————
Teile diesen Beitrag