Kalenderblatt vom 5. Januar
„Rauhnacht – Gold“
„The Twelve Days – Gold“
„Noche áspera – Oro“
Acryl, Acrylpaste, Quarzsand auf Acrylpapier ca. 21 x 15 cm
In diesem Bild entfaltet sich die geheimnisvolle Atmosphäre der Rauhnächte, jener Schwellenzeit zwischen den Jahren, in der Altes sich löst und Neues leise anklopft. Die intensiven Farbfelder in Orange, Gelb, Grün und Blau wirken wie energetische Schichten, die sich überlagern, verschieben, gegeneinander reiben und so die innere Bewegung dieser Übergangszeit sichtbar machen. Die goldene, aufrecht stehende Form im Zentrum erscheint wie ein Tor, ein Symbol für Transformation, Erkenntnis und stilles Erwachen. Sie wirkt nicht laut, sondern kraftvoll aus sich selbst heraus, als würde aus dem Geheimnis der Nacht ein inneres Licht geboren.
Die diagonalen Linien schneiden durch die Farbflächen und erzeugen Spannung, Richtungswechsel und Dynamik, sie erinnern an Entscheidungen, an Wege, die sich öffnen, an Brücken zwischen Bewusstsein und Unbewusstem. Die warmen, glühenden Strukturen im unteren Bereich lassen an Feuer, Erde und Körperlichkeit denken, während die kühleren Blau- und Grüntöne nach oben hin eine geistige, fast kosmische Qualität annehmen. In diesem Spannungsfeld entsteht ein Dialog zwischen Tiefe und Weite, zwischen Rückzug und Aufbruch.
„Rauhnacht – Gold“ ist damit nicht einfach ein Bild, es ist ein energetisches Symbol für Neubeginn, Innenschau und die stille Kraft des Wandels. Es lädt den Betrachter ein, die Schwelle bewusst zu überschreiten, innezuhalten und sich mit dem eigenen inneren Gold zu verbinden – mit jenem leuchtenden Kern, der im Verborgenen ruht und in besonderen Momenten zu strahlen beginnt.
Das Kalenderblatt zum 04. Januar
„Im Sanctum der goldenen Flamme“
„In the Sanctum of the Golden Flame“
„En el sanctum de la llama dorada“
Acryl, Glitter und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm
Dieses Werk entfaltet eine stille, doch machtvolle Präsenz. Aus den vibrierenden Schichten von Grün, Rot und Gold erhebt sich ein inneres Leuchten, das wie ein geheimes spirituelles Zentrum aus der Tiefe des Bildes hervorstrahlt. Die Textur der Acrylpaste und die schimmernden Partikel verleihen der Oberfläche eine lebendige Haptik, als würde sich hier nicht nur Farbe, sondern verdichtete Energie sammeln.
Es ist, als ob der Betrachter an den Rand eines unsichtbaren Raumes geführt wird, eines Raumes, in dem Transformation, Erinnerung und inneres Erwachen gleichzeitig stattfinden. Die goldene Zone im Zentrum wirkt wie ein heiliger Kern, eine Quelle des Lichts, die nicht laut brennt, sondern mild und wissend pulsiert.
Um sie herum entfalten sich bewegte Farbschleier, die an Seelenlandschaften, Übergänge und spirituelle Schwellen erinnern. Nichts ist eindeutig, alles bleibt im Andeutungshaften und gerade dadurch entsteht diese kraftvolle Sogwirkung.
Das Bild spricht nicht zur rationalen Wahrnehmung, sondern zum inneren Spüren, zum Teil des Bewusstseins, der sich nach Tiefe, Stille und Sinn sehnt. Es ist eine Einladung, sich dem Geheimnis hinzugeben, das nicht erklärt werden will, sondern erfahren werden möchte, ein visuelles Ritual des Wandels, das den Blick nach innen führt.