Kalenderblatt
28. Januar

Quallenparty südlich von Kreta

Das Kalenderblatt zum 28. Januar
„Quallenparty südlich von Kreta“
„Party of jellyfishs to the south of Crete“
„Fiesta de medusas al sur de Creta“

Aquarell auf Aquarellbütten ca 20 x 15 cm

Quallenparty südlich von Kreta“ ist ein leuchtendes Ereignis, das sich wie ein geheimer Sommermoment im Wasser entfaltet. Schon beim ersten Blick spürt man dieses mediterrane Flirren, das nicht von der Oberfläche kommt, sondern aus der Tiefe selbst: ein goldener Strom, der über das Papier läuft wie warmes Licht, das im Meer tanzt, sich bricht, wiederfindet, verschwindet. Dieses Bild erzählt nicht von einem Ort, es erzählt von einem Zustand, von jener Stunde, in der das Leben nicht erklärt werden muss, weil es sich einfach zeigt: schwebend, pulsierend, frei.

Die Quallen erscheinen hier nicht als neutrale Meereswesen, sondern als Botschafter einer anderen Zeitrechnung. Ihre runden Körper wirken wie sanfte Planeten, wie schwimmende Laternen, wie fragile Wesen aus einer Welt, die keinen Lärm kennt und doch voller Bewegung ist. Links tauchen sie fast scheu auf, bläulich, kühl, zurückgenommen, als wären sie Erinnerungen an eine Tiefe, in der alles langsamer wird. Doch rechts bricht das Bild auf, dort brennt ein rotglühender Kern wie ein Herz aus Wasser und Feuer: eine Präsenz, die nicht fragt, ob sie gesehen werden darf, sondern den Raum nimmt, der ihr gehört. Genau hier beginnt die Magie: Dieses Aquarell zeigt, wie Stille plötzlich Energie wird, wie aus Zartheit ein Aufleuchten wächst, wie aus dem Unscheinbaren ein Fest entsteht.

Und dann diese Linien, diese schwarzen Impulse, die wie spontane Bewegungsbahnen durch den Farbraum schneiden, sie sind der Moment, in dem das Unsichtbare sichtbar wird. Sie wirken wie Strömungen, wie elektrische Signaturen, wie das Protokoll eines Tanzes, den man nicht hören, aber fühlen kann. Das Wasser selbst scheint hier nicht Hintergrund zu sein, sondern Mitspieler: Es trägt, es treibt, es entscheidet. Alles fließt, alles antwortet, alles ist Teil eines einzigen Rhythmus. Man sieht nicht nur Quallen, man sieht eine Choreografie des Lebendigen, eine fragile Ekstase, die ganz ohne Spektakel auskommt und gerade deshalb so berührt.

Dieses Bild hat die seltene Kraft, gleichzeitig leicht und tief zu sein. Es ist Sommer und Unterwelt in einem Atemzug. Es ist Spiel und Mysterium, Farbe und Erinnerung, Bewegung und Hingabe. „Quallenparty südlich von Kreta“ wirkt wie ein poetischer Beweis dafür, dass Schönheit nicht laut sein muss, um unvergesslich zu werden, manchmal genügt ein einziger Moment aus Licht, Wasser und Glut, um in uns eine Saite zum Klingen zu bringen, die wir längst vergessen hatten.

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Kalenderblatt
28. Januar

Morgenbild vom 28. Januar
„Die Garnelen hüpfen aus der Pfanne“
„The prawns are hopping out of the frypan“
„Las gambas estan saltando de la sartén“

Acryl auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

Die Garnelen hüpfen aus der Pfanne“ ist ein Bild wie ein plötzlicher Ausbruch von Leben: nicht geplant, nicht kontrolliert, sondern frei, heiß und unverschämt lebendig. Der rote Schwung zieht sich wie eine glühende Spur durch die Komposition, ein klares Zeichen von Bewegung, Dringlichkeit und Emotion. Dieses Rot wirkt wie der Moment, in dem etwas nicht mehr „funktionieren“ will, sondern sich behauptet, sich losreißt und seinen eigenen Rhythmus findet.

Darüber leuchtet ein kraftvolles Gelb, wie ein Aufblitzen von Erkenntnis oder ein frecher Sonnenstoß mitten ins Geschehen. Es ist kein sanftes Licht, sondern ein Signal: Jetzt! Gleichzeitig trägt es etwas Spielerisches in sich, fast wie ein befreiendes Lachen, das sich über Regeln hinwegsetzt. Hier wird nicht erklärt, hier wird gezündet, als wäre das Bild ein kurzer, intensiver Augenblick, in dem alles gleichzeitig passiert.

Das vibrierende Blau bringt Tiefe in dieses Chaos, jedoch keine Ruhe, sondern Strömung: Gefühle, die sich nicht mehr verstecken, sondern nach oben drängen und sichtbar werden. Unten hält das Grün wie ein lebendiger Boden dagegen, Wachstum, Widerstand, Erdung. Es wirkt, als würde sich im selben Moment etwas auflösen und neu formieren, als ob das Leben selbst seine Farben durcheinanderwirft, um daraus eine neue Ordnung zu erschaffen.

So bleibt der Eindruck eines Ereignisses: Hitze, Sprungkraft, Aufbruch. Dieses Werk ist eine Metapher für die Momente, in denen das Innere zu stark wird für jede Form  und genau dadurch den Weg nach draußen findet. Nicht als Verlust von Kontrolle, sondern als Triumph des Lebendigen: das Unbändige, das sich nicht aufhalten lässt, und das uns daran erinnert, dass echte Energie immer dann entsteht, wenn etwas den Mut hat, aus der Pfanne zu springen.

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