Kalenderblatt
5. Mai

Das Kalenderblatt zum 5. Mai
“Erdbeereis zum Frühstück”
“Strawberry ice for breakfast”
“Helado de fresas para desayuno”

Acryl, Acrylpaste auf Acrylpapier ca 21 x 15 cm

Schon der Titel „Erdbeereis zum Frühstück“ trägt jene köstliche kleine Provokation in sich, die Erwachsene kurz innehalten lässt und das innere Kind sofort jubeln lässt. Denn Erdbeereis gehört nicht in die Ordnung des Alltags, nicht in die nüchterne Tasse Kaffee, nicht zwischen To-do-Liste und Termindruck, Erdbeereis gehört in den Bereich der unerlaubten Freude, der süßen Grenzüberschreitung, des genussvollen Ungehorsams. Genau diese Stimmung übersetzt das Bild mit einer verblüffenden Direktheit in Farbe.

Die untere Bildhälfte glüht in einem satten, fast sinnlichen Rot, das tatsächlich an zerdrückte Erdbeeren, an Fruchtmark, an sommerliche Süße denken lässt. Doch dieses Rot ist nicht glatt, nicht dekorativ, nicht lieblich. Es ist aufgerissen, verschoben, mit Spuren, Kratzern, Verdichtungen versehen, als hätte hier jemand den Geschmack des Lebens nicht fein portioniert, sondern mit beiden Händen hineingegriffen. Dieses Rot ist Genuss, aber es ist zugleich Leidenschaft, Übermut, Hunger auf mehr. Darüber breitet sich ein leuchtendes Gelb aus wie ein aufgerissener Morgen, wie der erste Sonnenstrahl auf dem Küchentisch, wie die unerwartete Erlaubnis, heute einmal anders zu beginnen. Das Gelb ist der Raum des Tages, der normalerweise Regeln verlangt, doch hier wird dieser Raum von unten her vom Rot erobert. Der Genuss steigt auf und besetzt den Morgen.

An der oberen Kante zieht sich ein dunkles, fast schwarzes Band entlang, über dem ein tiefes Blau ruht. Diese Zone wirkt wie die letzte Erinnerung an Nacht, Vernunft, Begrenzung, an die Stimme im Kopf, die sagt: „Das macht man doch nicht.“ Aber gerade diese Grenze macht die Bildaussage so stark. Denn unterhalb dieser gedämpften Linie explodiert das Leben in warmen Tönen. Es ist, als würde das Bild zeigen, wie die Pflicht vom Vergnügen unterwandert wird. Wie ein einziger frecher Entschluss, heute Erdbeereis statt Brot, heute Lust statt Disziplin, die gesamte innere Landschaft verändert.

Die grobe Materialität der Acrylpaste verstärkt diesen Eindruck. Nichts ist geschniegelt,  wie in einer Hochglanzwelt des perfekten Frühstückstisches. Hier darf geschmiert, gekleckst, gespachtelt, geschoben werden. Das Bild besitzt dadurch eine fast kindliche Körperlichkeit. Man sieht nicht nur Farbe, man spürt das impulsive Tun, die spontane Geste, das unmittelbare Ja zum Augenblick. Diese Oberfläche ist gelebte Unvernunft. Sie verweigert jede sterile Perfektion und feiert stattdessen den kleinen anarchischen Moment, in dem Genuss wichtiger wird als Konvention.

So verwandelt sich „Erdbeereis zum Frühstück“ in weit mehr als eine humorvolle Bildidee. Es wird zu einem Manifest für jene seltenen Augenblicke, in denen man sich selbst die Erlaubnis gibt, aus dem Erwartbaren auszubrechen. Für das süße Recht, den Tag nicht mit Vernünftigkeit, sondern mit Begeisterung zu beginnen. Für die Erkenntnis, dass Glück manchmal genau dort entsteht, wo man die innere Hausordnung kurz außer Kraft setzt. Dieses Bild schmeckt nach Sommer, nach Trotz, nach Freiheit  und nach der wunderbaren Ahnung, dass das Leben viel köstlicher wird, wenn man es nicht immer korrekt serviert.

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