Kalenderblatt
20. September

Kalenderblatt 20. September

Das Kalenderblatt zum 20. September
“Im Atem der Glut”
” In the Breath of the Blaze”
“En el aliento del resplandor

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Stell dir vor, du trittst vor dieses Bild und wirst augenblicklich hineingezogen, nicht als Beobachter, sondern als Teil der Szene. Ein Aufeinandertreffen von Feuer und Himmel, von Glut und Sturm, das so lebendig wirkt, als würde es in diesem Moment geschehen. Sofort breitet sich eine dramatische, fast ekstatische Atmosphäre aus, die zwischen Bedrohung und Erneuerung schwebt. Man spürt förmlich das Knistern der Farben, die Hitze der Flammen, den Atem des Windes.

Die Farbwahl ist ein leidenschaftlicher Tanz aus Rot, Orange und Gelb, kontrastiert von tiefem Blau und Weiß. Kontraste und Übergänge reißen das Auge in Bewegung, sie erzählen nicht in klaren Linien, sondern in eruptiven Impulsen. Dieses Zusammenspiel erzeugt einen Farbklang von Energie und Transformation, als würde die Erde selbst in einem Akt der Verwandlung aufleuchten.

Das Werk weckt Emotionen von Staunen, Ergriffenheit und innerer Unruhe.  Gefühle, die man sonst vielleicht nur in seltenen Naturmomenten erlebt: wenn ein Sturm aufzieht, wenn der Himmel brennt, wenn man Zeuge von etwas Größerem wird, das den eigenen Atem übersteigt. Gleichzeitig strahlt es eine tiefe Kraft und Hoffnung aus: Aus der Glut entsteht etwas Neues, aus dem Chaos ein Anfang.

Symbolisch könnte dieses Bild für die Macht der Erneuerung stehen, für den Mut, Altes hinter sich zu lassen und dem inneren Feuer Raum zu geben. Es lässt sich emotional als Katharsis lesen, spirituell als Aufbruch, ja sogar sozial oder politisch als ein Bild des Umbruchs. Jede Deutungsschicht fügt sich nahtlos in die visuelle Wucht des Werkes.

Doch das Bild bleibt offen. Es stellt Fragen an den Betrachter: Wo brennt dein inneres Feuer? Wovor fliehst du und wofür bist du bereit, in die Glut zu gehen? Diese Fragen sind keine Antworten, sondern Einladungen, die eigene Geschichte im Werk zu finden.

In seiner Originalität erinnert es zwar an die expressive Sprache großer abstrakter Künstler, doch bleibt es unverwechselbar. Es ist nicht Nachahmung, sondern ein eigenes Bekenntnis in Farbe und Struktur, roh und zugleich poetisch.

Wer sich dieses Werk nach Hause holt, erwirbt nicht einfach ein Bild, sondern eine kraftvolle Erinnerung daran, dass Transformation immer möglich ist. Es ist eine Flamme an der Wand, ein Spiegel für das eigene Erleben, ein täglicher Anstoß, den eigenen Weg mit Leidenschaft und Mut zu gehen.

 

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