
Das Kalenderblatt zum 20. Januar
“Lichtfeld am Rande des Himmels”
“Field of Light at the Edge of the Sky”
“Campo de luz en el borde del cielo”
Acryl, Glitter und Acrylpaste auf Torchon ca 15 x 21 cm
Dieses Bild setzt eine Präsenz. Es ist klar in seiner Wirkung und entschieden in seiner Erscheinung. Als Lichtfeld am Rande des Himmels öffnet es einen Raum, der nicht erklärt werden muss, um spürbar zu sein. Die Fläche trägt eine Spannung, die nicht gesucht, sondern gefunden wirkt, als wäre sie bereits da gewesen, bevor Farbe und Material sie freigelegt haben.
Das Licht ist das tragende Moment. Nicht dekorativ, nicht flüchtig, sondern substantiell. Es steigt aus einem dichten, gelbgrundierten Feld auf, durchzogen von Schichten, Widerständen und Spuren. Die Materialität ist bewusst eingesetzt: Acrylpaste gibt Halt, verdichtet, verlangsamt. Die glitzernden Einschlüsse sind keine Effekte, sondern Markierungen von Intensität, Punkte gesteigerter Gegenwärtigkeit im Gefüge der Fläche.
Das Blau formt keinen Himmel, sondern eine Grenze. Einen offenen Rand, an dem sich das Bild nicht schließt, sondern weiterführt. Hier entsteht Bewegung ohne Richtung, Weite ohne Flucht. Die Übergänge bleiben sichtbar, die Schichtung lesbar. Nichts wird geglättet, nichts aufgelöst. Das Bild hält seine Spannung aus.
Zwischen Tiefe und Aufleuchten entsteht ein kraftvolles Gleichgewicht. Kein Motiv dominiert, kein Zentrum bindet den Blick. Stattdessen entsteht ein Feld, das den Betrachtenden trägt und zugleich fordert. Wahrnehmung wird hier nicht konsumiert, sondern aktiviert.
Am Rande des Himmels verdichtet sich Erfahrung. Das Lichtfeld wirkt wie ein innerer Horizont, nicht fern, sondern gegenwärtig. Es bleibt stehen, wirkt nach und behauptet genau das, was es ist: Präsenz, Tiefe und ein leuchtender Moment von Beständigkeit.
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