Kategoriearchiv: Remastert

Kalenderblatt
30. Oktober

Kalenderblatt 30. Oktober

Das Kalenderblatt zum 30. Oktober
„Der Traum der erwachenden Sonne“
„The Dream of the Awakening Sun“
„El sueño del sol naciente“

Acryl, Sand und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 20 x 15 cm

In den Tiefen dieses Bildes scheint die Welt noch nicht ganz entschieden zu haben, ob sie Traum oder Wirklichkeit ist. Farben wie glühende Erde, aufbrechendes Licht und fließendes Wasser begegnen einander in einem Wirbel, der an den Moment erinnert, in dem Schöpfung geschieht, immer wieder, in jedem Atemzug. Rot und Gold lodern, als wollten sie den ersten Herzschlag des Tages erzählen, während Blautöne und Schatten das Geheimnis der Nacht bewahren.

Es ist, als hätte die Sonne selbst – noch schlaftrunken, noch jenseits des Horizonts – begonnen, von ihrem Erwachen zu träumen. In diesem Traum wandern Funken durch ein uraltes Meer aus Farbe und Staub, Sterne spiegeln sich im Sand, und aus dem Nichts formt sich das erste Leuchten. Der Betrachter wird Zeuge einer stillen Explosion: ein Moment, in dem Energie zu Gefühl und Materie zu Erinnerung wird.

In dieser Komposition fließt das Sichtbare ins Unsichtbare. Das Bild erzählt von Anfang und Wiederkehr, von der Alchemie des Lichts, das sich aus Dunkelheit befreit. Es ruft jene kosmische Erinnerung wach, die in jedem Menschen schlummert, den inneren Ort, an dem wir selbst Teil des ersten Morgens waren.

Und so steht „Der Traum der erwachenden Sonne“ nicht nur für ein Bild, sondern für einen Urzustand: das Erwachen der Welt im Spiegel unserer eigenen Seele.

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Kalenderblatt
30. Oktober

Ich kann nicht zurück in die Wirklichkeit

Kalenderblatt vom 30. Oktober
„Ich kann nicht zurück in die Wirklichkeit“  rot

„I can’t return into reality“
„No puedo volver a la realidad“

Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 15 x 21 cm

Schon der Titel ist ein leises Bekenntnis, ein Aufschrei zwischen Sehnsucht und Erkenntnis. Dieses Werk öffnet ein Tor in eine Welt jenseits der Logik. Goldene, ockerne und olivfarbene Schichten fließen ineinander wie Erinnerungen, die sich weigern, zu verblassen. Der Blick verliert sich in einem vibrierenden Geflecht aus Licht und Schatten, in dem jede Fläche atmet, jede Spur spricht.

Dieses Bild ist ein Ort, kein Gegenstand, ein Zwischenraum, in dem die Zeit stillsteht. Die Texturen wirken wie Sedimente einer inneren Landschaft: mal zerrissen, mal weich verwaschen, dann wieder von einer fast magmatischen Kraft durchzogen. Wer länger hinsieht, spürt, dass hier kein Chaos herrscht, sondern eine tiefere Ordnung, eine, die sich nur dem intuitiven Blick offenbart.

Eine Frau steht vor dem Bild, verloren zwischen Realität und Resonanz. Sie erinnert sich an einen Sommerabend, an das Licht, das durch die Bäume fiel, an ein Gefühl von Freiheit, das sie damals nicht zu fassen wusste. Jetzt, hier, in diesem goldenen Flimmern, findet sie es wieder und sie weiß, dass sie nicht zurück kann.

So ist dieses Werk mehr als Malerei: Es ist ein Spiegel für jene, die bereit sind, den vertrauten Boden der Wirklichkeit zu verlassen, um in den Schichten von Farbe, Gefühl und Erinnerung eine neue Wahrheit zu entdecken. Ein Manifest des Übergangs, geboren aus Farbe und gelebt in Emotion.

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