Das Kalenderblatt zum 09. Januar
„Der Tag tastet sich ins Sein“
„The Day Feels Its Way into Being”
„El día se abre paso hacia el ser”
Acryl, Glitter und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm
Dieses Bild entfaltet eine kraftvolle Erzählung aus Farbe, Struktur und Bewegung, ein visuelles Manifest des Übergangs, in dem Feuer, Erde und Licht in einen poetischen Dialog treten. In den vibrierenden Schichten aus Rot, Ocker und Violett pulsiert die Erinnerung an einen Gluthimmel, der sich nicht einfach zeigt, sondern sich Schicht um Schicht freilegt, als würde die Welt sich neu erfinden.
Darunter breitet sich ein lebendiger Grund aus Grün- und Goldtönen aus, ein pulsierendes Feld, das nicht statisch ist, sondern atmet, wächst und sich vorwärts drängt. Die Spur der Struktur, die reliefartig über die Bildfläche verläuft, wirkt wie eine innere Landschaft, eine Zone des Suchens, des Erkundens, des Tastens zwischen Werden und Sein. Dieses Werk spricht von Aufbruch, von dem Moment, in dem sich etwas noch Ungeformtes in Richtung Realität schiebt, voller Zartheit und Kraft zugleich. Es erinnert uns daran, dass jeder Neubeginn nicht mit einem lauten Knall entsteht, sondern wie dieses Bild, schimmernd, tastend, beharrlich, bis das Unsichtbare sichtbar wird und das Mögliche den Mut findet, Gestalt anzunehmen.
Das Kalenderblatt zum 9. Januar
„Freiheit, ich komme!“
„Freedom I’m coming!“
„Libertad yo vengo“
Aquarell auf Aquarellbütten ca 20 x 15 cm
Ein Aufbruch liegt in der Luft. Dieses Aquarell entfaltet sich wie ein innerer Schwellenmoment, in dem Vergangenheit und Zukunft für einen Herzschlag lang ineinanderfließen. Die weiten, lichten Farbräume – zarte Violett- und Rosétöne, die sich mit kraftvollen Gold- und Sonnengelbtönen verweben – erzeugen ein Gefühl von grenzenloser Weite und laden den Betrachter ein, selbst in diese Landschaft hineinzutreten. Am Horizont formt sich ein schwebender Streifen aus sanftem Grau und erdigen Akzenten, wie eine letzte Erinnerung an das Vertraute, die sich langsam löst, während der Himmel bereits von neuer Energie, Hoffnung und Bewegung durchdrungen ist. Das Bild spricht nicht von Flucht, sondern von mutiger Hinwendung zum Eigenen, von dem Moment, in dem ein Mensch spürt: Jetzt ist die Zeit, meinen Weg zu gehen. Die fließenden Aquarellverläufe machen diese innere Bewegung sichtbar: Ein Atemzug, ein erster Schritt, ein stilles Versprechen an die Freiheit. So verwandelt sich die Szenerie in eine poetische Landkarte des Aufbruchs – leicht, weit, offen – und flüstert mit jeder Farbe: „Freiheit – ich komme.“